Euro-Krisengipfel Vorhang auf für den nächsten Rettungsakt

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Was bringt die gemeinsame Währung Deutschland überhaupt?


dpa
Keine Frage, die Bundesrepublik ist mit der D-Mark sehr gut gefahren. Die Bundesbank sicherte die Stabilität der Währung, und die Deutschen konnten ihr Inflationstrauma zumindest ansatzweise verarbeiten.

Auch wenn der Euro noch immer als "Teuro" abqualifiziert wird, ist die europäische Gemeinschaftswährung allerdings stabiler als die D-Mark: Die Inflation in Deutschland lag seit Einführung des Euro 1999 im Schnitt nur bei 1,5 Prozent pro Jahr. Zu D-Mark-Zeiten - also von 1949 bis 1998 - betrug der durchschnittliche jährliche Wertverlust des Geldes dagegen rund drei Prozent.

Der Euro ist aber nicht nur stabiler als die D-Mark. Deutschland profitiert auch wirtschaftlich von der gemeinsamen Währung. Wir verdanken unseren Wohlstand vor allem unserer Exportwirtschaft - also der Tatsache, dass Unternehmen in anderen Ländern unsere Produkte kaufen. Fast jeder vierte Arbeitsplatz hängt vom Handel mit anderen Staaten ab.

Deshalb zieht Deutschland auch so viele Vorteile aus dem europäischen Binnenmarkt. In Europa leben rund 500 Millionen Menschen in 27 Ländern und vereinen rund 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. Im gemeinsamen Binnenmarkt macht es keinen Unterschied, ob eine Firma aus dem Schwarzwald ein Produkt nach Hamburg oder Sevilla verkauft. Ganz Europa ist praktisch Inland. Dank des Euro sind auch die Schwankungen der Wechselkurse weggefallen, was den Handel zusätzlich erleichtert.

Auch deshalb hat die gemeinsame Währung zu einem regelrechten deutschen Exportboom geführt. Das zeigt sich, wenn man die Entwicklung der Ausfuhren in die 17 Länder betrachtet, die heute zur Euro-Zone gehören. Zwischen 1990 und 1998 stiegen die deutschen Exporte nach Frankreich, Spanien und Co. um gut drei Prozent pro Jahr, von 1999 bis 2003 lag das jährliche Plus bereits bei 6,5 Prozent, und in den Folgejahren waren es sogar mehr als 9 Prozent.

Weil die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähig ist, spricht vieles dafür, dass die hiesigen Firmen auch ohne Euro in nennenswertem Umfang Waren ins Ausland exportieren würden. Allerdings ist fraglich, ob sich die Ausfuhren so dynamisch entwickelt hätten. Und wahrscheinlich hätte die D-Mark in der Finanzkrise gegenüber anderen Währungen massiv an Wert gewonnen, was deutsche Produkte im Ausland deutlich verteuert hätte.

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Euro-Krise


insgesamt 178 Beiträge
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SIEG 20.07.2011
1. Wenn die "Privaten" ...
... an der Rettung von Griechenland beteiligt werden, sei es "freiwillig", oder mit sanfter Gewalt, feststeht, dass die Bankkunden diese Ausfälle bezahlen werden. Mit anderen Worten, wir werden zweimal für die gleiche Sache zur Zahlung gezwungen. Freiwillig würde ich keinen Cent für diese aussichtslose Sache bezahlen! Ich denke, dass ich für viele Mitbürger hier spreche!
matt_us, 20.07.2011
2. 8 Punkte Plan zur Rettung des Euros
Zitat von sysopAbsturz, Hilfe, Absturz, Hilfe - statt mit einem großen Masterplan versuchen die EU-Lenker den Euro in Trippelschritten zu stabilisieren. Jetzt treffen sie sich schon wieder zu einem Not-Gipfel. Warum ist diese Krise eigentlich nie*vorbei?*Und mutiert Europa nun endgültig zur Transferunion? http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,775525,00.html
8 Punkte Masterplan einfuehren: 1) Rettungsschirm ist ein legitimer Kredit, der die manipulativen Bondmaerkte, die Griechenland in die Pleite treiben wollen, ersetzen muss. 2) Ein Verstoss gegen das Stabilitaetsgesetz, das ausgeglichene Handelsbilanzen fordert, ist gegen das deutsche Stabilitaetsgesetz. Deshalb wird sofort, zum Ausgleich jedem Bundesbuerger der nach GR, IT, SPA, IRL fahren will, 1000 Euro von der Bundesregierung gezahlt. 3) Griechen koennen 350 Mrd Schulden zurueckzahlen, Dank der 280 Mrd griechischer Spareinlagen in der Schweiz. Sie muessen eine Vermoegensteuer einfuehren. 4) Nackte CDS (also reine Spekulations CDS) werden ab sofort verboten. Das heisst jeder CDS Besitzer muss sich ab sofort mit Anleihen eindecken. 5) Alle Credit Default Swaps werden ab Dezember 2011 verboten. 6) Von jetzt bis Dezember 2011 muss jeder CDS Kauefer und jeder CDS Verkauefer seine je 30% "Europeripherierettungssteuer" auf den Versicherungswert abfuehren. 7) Der EFSF kauft massiv Anleihen auf dem freien Markt, um Anleihenrenditen nach unten zu manipulieren auf 3,5% fuer Griechenland, 3,4% Irland, 3,3% Portugal. 8) Langfristig wird den Banken Europas eine Zwangsanleihe fuer Griechenland aufgedrueckt, die mit 3% verzinst wird (oder 2,5% mit EU Buergschaft) Alle Regierungsschefs, die EU, IWF, EZB, sollten immer nur diese 8 Punkte wiederholen, und die Sachen auch sofort durchfuehren. Die Krise waere morgen vorbei.
bhayes 20.07.2011
3. "Warum ist diese Krise eigentlich nie vorbei?"
Weil wir in der Politik und in den Medien fast nur Leute haben, die das Thema nicht verstehen, die einfach keine Ahnung von Wirtschaft und erst recht nicht vom Geldsystem haben. Lesen Sie mal das Dokument "Die Überschuldungskrise – Jetzt wird unser Geld verschleudert", dann erst verstehen Sie alle wesentlichen Teilfacetten der Thematik. Merkel & Co. lassen sich von dubiosen Figuren irgendein Schrott einflüstern, fallen darauf rein, sind dann noch verblendet bzgl. EU und kommen so zu Entscheidungen, die vollkommen verheerend für uns alle sind. Wir können uns morgen z.B. auf weitere dutzende Milliarden an verschleuderten Steuergeldern einstellen. Und wenn der ESM kommt (siehe Petition 18123), dann sind wir min. 100 Mrd. pro Jahr los. Bis in alle Ewigkeit.
brunokoch, 20.07.2011
4. .
Zitat von sysopAbsturz, Hilfe, Absturz, Hilfe - statt mit einem großen Masterplan versuchen die EU-Lenker den Euro in Trippelschritten zu stabilisieren. Jetzt treffen sie sich schon wieder zu einem Not-Gipfel. Warum ist diese Krise eigentlich nie*vorbei?*Und mutiert Europa nun endgültig zur Transferunion? http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,775525,00.html
- Weil Schulden sich nicht einfach in Luft auflösen - Das war Europa schon immer.
h4ush3rr 20.07.2011
5. Hoffentlich ist bald Schluss
Keiner wollte ihn, keiner braucht ihn. Je schneller dieser Euro-Mumpitz wieder in der Versenkung verschwindet, desto besser.
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