Sinkende Lohnkosten Euro-Krisenländer locken deutsche Firmen an 

Die Reformen in den Krisenländern der Euro-Zone scheinen langsam Wirkung zu zeigen: Deutsche Unternehmen schrauben ihre Investitionen dort deutlich nach oben. Sie reizt vor allem die Aussicht auf geringere Kosten.

Strumpffabrik bei Brescia in Italien: Inzwischen wieder Kostenvorteile
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Strumpffabrik bei Brescia in Italien: Inzwischen wieder Kostenvorteile


Berlin - Nichts wie weg: Das schien lange das Motto ausländischer Unternehmen in Südeuropa zu sein. Schrumpfende Volkswirtschaften und Spekulationen über einen Euro-Austritt ließen Investitionen im Süden der EU wenig attraktiv erscheinen. Doch dieser Trend kehrt sich laut einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nun langsam um.

"Es zeigt sich merklich, dass die deutschen Industriebetriebe die Reformmaßnahmen in den Krisenstaaten spüren", hieß es in der am Freitag veröffentlichten Analyse. Vor allem die Aussicht auf geringere Kosten sorge dafür, dass deutsche Firmen wieder stärker in Ländern wie Spanien, Portugal oder Italien investieren. Für die Studie wurden rund 2500 weltweit tätige deutsche Unternehmen befragt.

Die Entwicklung bezieht sich auf die "alte" EU vor der Osterweiterung 2004. In ihren 15 Ländern gewinnen Kostenersparnisse als Anreiz für Investitionen an Bedeutung - im Gegensatz zu allen anderen Weltregionen. Für 18 Prozent jener Betriebe, die 2013 in der EU-15 investieren wollen, waren geringe Kosten maßgeblich. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr.

"Etliche dieser Länder machen sich mit Reformen als Standort attraktiv und schmelzen die Kostennachteile gegenüber Deutschland ab", heißt es in der Studie. Vor allem die Pharmazeutische Industrie, die Textilindustrie sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie hätten das europäische Ausland als Standort im Blick.

Neben den geringeren Kosten locke Unternehmen auch die Hoffnung auf einen möglichen Aufschwung, hieß es in der Studie, über die zuerst das "Handelsblatt" berichtet hatte. Trotz der ersten positiven Signale aus den Krisenstaaten der Euro-Zone reichen die Fortschritte aber noch nicht aus für eine "flächendeckende Beschleunigung der Investitionstätigkeit" aus.

fdi/dab/dpa



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Seite 1
c++ 05.04.2013
1.
Dann besteht ja in Deutschland wieder dringender Reformbedarf. Nach der Wahl kommt die Agenda 2020, mit 50 Cent Jobs. Dann ist Südeuropa wieder am Zug.
der_rookie 05.04.2013
2. Hm
Zitat von c++Dann besteht ja in Deutschland wieder dringender Reformbedarf. Nach der Wahl kommt die Agenda 2020, mit 50 Cent Jobs. Dann ist Südeuropa wieder am Zug.
Also ich will zurück zur Wirtschaftspolitik der Helmuts (Schmidt und Kohl): Einfach Arbeitslosenstatistik aus deren Legislaturperioden nehmen und fortschreiben. Dann wären wir heute bei c.a 7-8 Millionen Arbeitslosen. Und anstelle einen Zustand genießen zu können in denen wir zum Nettoempfänger von EU-Transferzahlungen werden, schreibt uns Schröder die Agenda 2010 vor. Er verdonnert uns dazu so erfolgreich zu sein, dass wir Südeuropa unterstützen können. Schon echt doof.
unixv 05.04.2013
3. €uropa wird gewinnen!
Bald ist das Lohnniveau unter dem des Chinesischen-Landarbeiters, dann sind wir alle Gewinner der Krise! Ironie Off! Dieser Kapitalismus ist gescheitert, an der Gier ihrer Protagonisten, nur merken müssen sie es noch, leider habe ich da meine Zweifel, es wird auf Soziale Unruhen herauslaufen, alles andere wäre ein Wunder, da die Verursacher noch immer die Politik bestimmen und nur in ihre eigene Tasche arbeiten!!
idealist100 05.04.2013
4. Ja sicher
Zitat von c++Dann besteht ja in Deutschland wieder dringender Reformbedarf. Nach der Wahl kommt die Agenda 2020, mit 50 Cent Jobs. Dann ist Südeuropa wieder am Zug.
und Lebensarbeitszeit bis zum 75 Lebensjahr, Renten für alle auf Hartz4 Höhe, Arbeitszeiten auf mind. 70 h/Woche damit wir die Banken retten und die Politiker und Beamtenallimentierung hin bekommen.
dowhepole 05.04.2013
5.
Zitat von der_rookieAlso ich will zurück zur Wirtschaftspolitik der Helmuts (Schmidt und Kohl): Einfach Arbeitslosenstatistik aus deren Legislaturperioden nehmen und fortschreiben. Dann wären wir heute bei c.a 7-8 Millionen Arbeitslosen. Und anstelle einen Zustand genießen zu können in denen wir zum Nettoempfänger von EU-Transferzahlungen werden, schreibt uns Schröder die Agenda 2010 vor. Er verdonnert uns dazu so erfolgreich zu sein, dass wir Südeuropa unterstützen können. Schon echt doof.
Könnte es möglicherweise auch sein, dass man Südeuropa in diesem Maße unterstützen muss, weil man Wrtschaftspolitik nach dem Sankt-Florian-Prinzip betrieben hat?
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