Euro-Zone Inflation verharrt auf Drei-Jahres-Hoch

Schuld sind Heizöl, Sprit und Gas: Die Teuerung in der Euro-Zone bleibt hoch. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise um drei Prozent. Experten hatten mit einem leichten Rückgang der Inflationsrate gerechnet - eine baldige Zinssenkung der EZB wird nun unwahrscheinlich.


Luxemburg - Analysten befürchten die Stagflation, damit ist eine schrumpfende Wirtschaft bei einer hohen Teuerungsrate gemeint. Der Grund: Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone lagen im Oktober drei Prozent über dem Vorjahreswert.

Damit verharrt die Inflation auf ihrem Drei-Jahres-Hoch, das sie bereits im September erreicht hatte. Auch in Deutschland war die Teuerungsrate laut der Vorabschätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat mit 2,8 Prozent hoch. Die endgültigen Zahlen will die Behörde Mitte November vorlegen.

Als Grund für die enorme Teuerung gelten vor allem die hohen Energiepreise. Die Inflation im Euro-Raum liegt seit inzwischen elf Monaten über der Marke von zwei Prozent, die die Europäische Zentralbank (EZB) als Obergrenze anstrebt.

Die erneut überraschend hohe Preissteigerung könnte verhindern, dass die EZB bald den Leitzins senkt. Ein solcher Schritt wird von Investoren angesichts der schwächelnden Wirtschaft in der Euro-Zone erhofft. Spätestens für Dezember erwarten Analysten eigentlich eine Rücknahme des Leitzinses von derzeit 1,5 auf dann 1,0 Prozent.

fdi/Reuters



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Blumenhändler 31.10.2011
1. Hm
Was soll eigentlich dieser ganze Quatsch mit Ökonomie und Stabiler Inflationsrate, Wissenschaften die Stabilität in die Wirtschaft bringen wollen? Letztendlich hängt es doch nur vom Ölpreis ab, ob wir eine hohe Inflationsrate haben oder nicht.
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