Mini-Wachstum um 0,3 Prozent Euro-Zone überwindet Rezession

Die längste Rezession in der Geschichte der Euro-Zone ist vorbei: Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern um 0,3 Prozent. Außer Deutschland verzeichnete auch Frankreich ein ordentliches Wachstum. Auch eines der Krisenländer überrascht mit guten Zahlen.
Dampfturbinenanlage in Bremen: Deutsche Wirtschaft zieht Euro-Zone aus der Rezession

Dampfturbinenanlage in Bremen: Deutsche Wirtschaft zieht Euro-Zone aus der Rezession

Foto: Ingo Wagner/ dpa

Luxemburg - Experten hatten mit dem Ende der Rezession gerechnet, erwarteten aber nur ein Wachstum von 0,2 Prozent - zu Beginn des Jahres war die Wirtschaft noch um 0,3 Prozent geschrumpft. Nun meldete das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch ein Wachstum von 0,3 Prozent. Die Euro-Zone hat damit die längste Rezession ihrer Geschichte hinter sich gelassen. Die Wirtschaft in den 17 Staaten der Währungsunion war anderthalb Jahre lang geschrumpft.

Für die entscheidenden Impulse sorgten die beiden größten Volkswirtschaften im Währungsraum: Die deutsche Wirtschaft legte um 0,7 Prozent zu, in Frankreich stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) überraschend deutlich um 0,5 Prozent. Damit könnte es Frankreich gelingen, die für das Gesamtjahr befürchtete Rezession zu vermeiden.

In Italien schrumpfte die Wirtschaftsleistung nur noch leicht: Von April bis Juni verringerte sich das BIP nur noch um 0,2 Prozent. Es war jedoch bereits das achte Quartal mit einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt in Folge. In Spanien lag die Wirtschaftsleistung nur noch um 0,1 Prozent unter der des ersten Quartals 2013.

Überraschend positiv entwickelte sich die Wirtschaft in Portugal. Hier zog die Konjunktur erstmals seit rund zweieinhalb Jahren an - und zwar um 1,1 Prozent. In Zypern, das wie Portugal am Tropf internationaler Geldgeber hängt, schrumpfte die Wirtschaft hingegen um 1,4 Prozent zum Vorquartal.

ade/Reuters
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