Handelsabkommen Europäer sollen mehr amerikanisches Rindfleisch essen

Donald Trump hat ein Handelsabkommen mit der EU unterzeichnet. Der US-Präsident spricht von einem Erfolg für amerikanische Landwirte - und angeblich auch für europäische Konsumenten.

Cowboys und Rinder in Texas (Archivbild): Der US-Lieferanteil könnte auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen
Corbis

Cowboys und Rinder in Texas (Archivbild): Der US-Lieferanteil könnte auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen


Rindfleischproduzenten aus den Vereinigten Staaten bekommen künftig besseren Zugang zum Markt der Europäischen Union. Dies sei ein "bedeutender Erfolg" für amerikanische Landwirte und europäische Verbraucher, sagte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.

"Amerikanisches Rindfleisch wird als das beste der Welt angesehen", sagte er bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Handelsabkommens mit der EU.

Die EU-Kommission hatte bereits Mitte Juni angekündigt, dass künftig Teile des globalen Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden sollen. Innerhalb von sieben Jahren könnte der US-Lieferanteil so auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen.

Nur noch 10.000 Tonnen würden dann aus den anderen Hauptlieferländern Argentinien, Uruguay und Argentinien kommen. Das Abkommen muss auf EU-Seite noch final bestätigt werden.

Das Einlenken der EU beim Thema Rindfleisch gilt als ein Grund, warum sich Trump im vergangenen Sommer bereit erklärte, den Handelskonflikt mit Europa vorerst ruhen zu lassen - und auch zusagte, vorerst keine weiteren Sonderzölle auf Autos oder andere Waren aus der EU einzuführen.

Der damals ausgehandelte Deal sieht auch vor, dass die EU den Import von Soja und Flüssiggas aus den USA fördert.

Trump nutzte das Treffen mit EU-Vertretern am Freitag außerdem für einen Scherz über Zölle auf deutsche Autos. Der US-Präsident erklärte, die USA würden an einem Abkommen arbeiten, bei dem sich die EU dazu bereit erklären werde, 25 Prozent auf Mercedes-Benz- und BMW-Autos zu zahlen, die in die USA eingeführt werden. Die USA wüssten das zu schätzen, sagte der Republikaner - und schob im nächsten Moment hinterher: "War nur ein Witz."

Trump bezog sich offensichtlich auf Einfuhrzölle - ein Thema, das ihm seit Langem ein Dorn im Auge ist. Aus seiner Sicht können etwa europäische Autobauer einfach in die USA exportieren, während es für US-Firmen umgekehrt schwieriger sei. Bisher verlangen die USA für europäische Autos 2,5 Prozent Einfuhrzoll - die EU kassiert 10 Prozent. Demgegenüber liegt der US-Einfuhrzoll für die in den Vereinigten Staaten beliebten Pick-ups bei 25 Prozent.

wal/dpa



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roby 02.08.2019
1. Ein Grund mehr...
...Vegetarier zu bleiben.
espressotime 02.08.2019
2.
Sorry, diesen Mist werde ich nicht futtern.
Hukowski 02.08.2019
3. Europäer sollen mehr Rindfleisch aus den USA essen
Irgendwie fühle ich mich erpresst.
echobravo 02.08.2019
4. soso
Und was haben wir davon? Was dürfen wir exportieren? Oder haben wir uns mal wieder selber erpressen lassen?
Neandiausdemtal 02.08.2019
5. Hoffnung
Ich hoffe, dass das Zeug im Laden als US-amerikanisches Produkt kenntlich gemacht wird. Nicht, dass ich aus Versehen.....
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