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17. März 2016, 12:37 Uhr

Eurozone

Preise sinken erneut

Günstige Energiepreise drücken die Verbraucherpreise. Im Februar sind sie erstmals seit Monaten wieder gefallen.

Die Preise in der Eurozone sind im Februar erstmals seit September wieder gesunken. Die Inflationsrate lag bei minus 0,2 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Im Januar hatte die Teuerung noch bei 0,3 Prozent gelegen. Grund für den Preisrutsch waren die niedrigen Kosten für Energie. Denn wegen des niedrigen Ölpreises mussten Verbraucher in den 19 Ländern im Schnitt gut acht Prozent weniger für Energie ausgeben als vor Jahresfrist.

Ohne diesen Faktor hätte die Inflationsrate bei 0,8 Prozent gelegen, gaben die Statistiker bekannt. Aber auch dies wäre deutlich unter der Marke von knapp zwei Prozent, bei der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht.

Die ungewöhnlich schwache Teuerung setzt die EBZ unter Druck. Vorige Woche lockerten die Währungshüter wegen der niedrigen Inflation ihre ohnehin laxe Geldpolitik noch einmal drastisch. Sie senkten unter anderem den Leitzins auf das Rekordtief von null Prozent, erhöhten den Strafzins für Banken und weiteten ihr umstrittenes Anleihen-Kaufprogramm aus.

asc/dpa/Reuters

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