Eurozone Inflation steigt auf 15-Monats-Hoch

Der Preisauftrieb im Euroraum hat sich Anfang des Jahres leicht verstärkt. Im Januar lag die Teuerungsrate bei 0,4 Prozent. Die EZB strebt eine weitere Steigerung der Inflation an.
Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main: Die Notenbank kämpft mit extrem lockerer Geldpolitik gegen die schwach Inflation

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main: Die Notenbank kämpft mit extrem lockerer Geldpolitik gegen die schwach Inflation

Foto: Boris Roessler/ dpa

Die Inflation im Euroraum hat sich zum Jahresauftakt wie erwartet etwas verstärkt. Die Inflationsrate sei im Januar auf 0,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Bankvolkswirte hatten dies erwartet. Im Dezember hatte die Teuerungsrate nur bei 0,2 Prozent gelegen.

Trotz des Anstiegs bleibt die Inflation nach wie vor weit vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, die mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent anstrebt. Seit geraumer Zeit versucht die Notenbank mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die schwache Inflation anzukämpfen.

Für die etwas höheren Preise sorgten z.B. Lebens- und Genussmittel, deren Preis durchschnittlich um 1,1 Prozent gestiegen ist. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,2 Prozent, Industriegüter um 0,7 Prozent. Fallende Energiepreise halten die Inflation weiterhin auf einem Mini-Niveau: Energie war im Januar um 5,3 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

Die Kerninflationsrate (ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel) lag laut Eurostat im Januar bei 1,0 Prozent. Volkswirte hatten hier eine zum Vormonat unveränderte Rate von 0,9 Prozent erwartet. Die Kerninflation stellt den grundlegenden Preistrend besser dar als die Gesamtinflation, die stark schwankende Elemente wie Energiepreise enthält.

asc/dpa/AP
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