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07. November 2013, 19:28 Uhr

EZB-Rat

Zinssenkung soll intern stark umstritten gewesen sein

Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt. Diese Entscheidung sei im EZB-Rat keineswegs Konsens gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider. Gut ein Viertel der Mitglieder sei gegen die Senkung gewesen - angeführt von Bundesbank-Chef Weidmann.

Hamburg - Die Entscheidung zur jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters gegen erheblichen Widerstand getroffen worden. "Gut ein Viertel der 23 EZB-Ratsmitglieder hat sich gegen den Zinsschritt in diesem Monat ausgesprochen", zitierte Reuters eine mit den Beratungen vertrauten Person, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Angeführt wurde die Opposition dem Bericht zufolge von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Einige aus der Gruppe um Weidmann hätten sich eine Zinssenkung im Dezember vorstellen können, wenn die bis dann vorliegenden Teuerungsdaten auf Deflationsgefahren hingewiesen hätten.

Aus Angst vor einem für die Wirtschaft gefährlichen Preisrückgang hatte die EZB den Leitzins am Donnerstag überraschend um einen Viertelpunkt auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. EZB-Chef Mario Draghi schloss zudem eine weitere Absenkung nicht aus. Während aus Deutschland zum Teil heftige Kritik kam, lobte Italiens Regierungschef Enrico Letta den Beschluss der Währungshüter unter Führung seines Landsmannes Draghi.

Die Zinssenkung und die Äußerungen Draghis sorgten für einen Absturz des Euro . An den Aktienbörsen ging es dagegen bergauf: Der Dax kletterte in Frankfurt auf ein Rekordhoch.

dab/Reuters

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