Fehltage Arbeitnehmer bleiben öfter krank zu Hause

Deutsche Arbeitnehmer schonen sich wieder öfter bei Krankheit: 2010 blieben sie so oft zu Hause wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Experten sehen einen Zusammenhang mit der guten Konjunktur.
Formular zur Krankschreibung: Höchster Krankenstand seit 2002

Formular zur Krankschreibung: Höchster Krankenstand seit 2002

Foto: DDP

Nürnberg/Berlin - 8,1 Tage fehlten Arbeitnehmer im Schnitt wegen Krankheit - so viel wie lange nicht. Das geht aus einer Statistik des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Der Krankenstand erreichte damit den höchsten Wert seit 2002.

Arbeitsmarktexperten zufolge hat der Anstieg des Krankenstands mit der gefühlten Arbeitsplatzsicherheit zu tun. In Krisenzeiten sinke in der Regel der Krankenstand; Beschäftigte würden sich dann oft aus Sorge um ihren Arbeitsplatz nur bei schwereren Erkrankungen arbeitsunfähig melden.

Im Prinzip erweisen Arbeitnehmer ihren Chefs einen Dienst, wenn sie sich öfter mal schonen. Denn wer krank zur Arbeit geht, schadet nachweislich seinem Arbeitgeber: Die Unternehmensberatung Booz & Company hatte jüngst in einer Studie im Auftrag der Felix-Burda-Stiftung herausgefunden, dass kranke Angestellte am Arbeitsplatz eine Firma im Schnitt 2400 Euro pro Jahr kosten - rund doppelt so viel wie Mitarbeiter, die zu Hause bleiben, wenn sie krank sind

fdi/dpa
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