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05. August 2019, 15:49 Uhr

Für bessere Haltungsbedingungen

Tierschützer fordern Fleischsteuer

Pläne für eine Extrasteuer auf Fleisch gibt es in Schweden schon lange. Hierzulande hat nun der Tierschutzbund die Debatte darüber aufgegriffen - mit anderem Ziel.

Pro Kilo Fleisch, Liter Milch oder Eierkarton sollen es nur wenige Cent sein: Der Deutsche Tierschutzbund hat eine Extra-Abgabe auf Fleisch gefordert. Er will so Geld für eine bessere Tierhaltung eintreiben.

"Parallel zur CO2-Steuer brauchen wir auch eine Fleischsteuer", sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Mit den Einnahmen könnte der Umbau der Ställe finanziert werden."

Die Idee solch einer Abgabe ist nicht neu. In Schweden hatte erst die Nationale Umweltschutzagentur die Einführung einer Steuer auf Fleisch erwogen, allerdings aus Klimaschutzgründen. Denn auch die Aufzucht der Tiere selbst gilt als klimaschädlich. Mit einer Sondersteuer sollte dort das Bewusstsein für die Auswirkungen auf Klima und Umwelt geschärft werden.

Tierschutzbund-Präsident Schröder rief Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu auf, eine umfassende Nutztierstrategie vorzulegen. Schröder sagte der Zeitung: "Wir müssen festlegen, wie es in 20 oder 30 Jahren in den Ställen aussehen soll."

apr/AFP

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