Warnstreik des Sicherheitspersonals Am Flughafen Köln/Bonn drohen am Montag zahlreiche Flugausfälle

Das Sicherheitspersonal will vorübergehend die Arbeit niederlegen. Der Flughafen Köln/Bonn fürchtet deshalb »erhebliche Beeinträchtigungen« sowie »zahlreiche Flugstreichungen« – und appelliert an die Passagiere.
Flughafen Köln/Bonn (2016): Arbeitsniederlegung der Fluggastkontrolleure von 0.00 bis 24.00 Uhr

Flughafen Köln/Bonn (2016): Arbeitsniederlegung der Fluggastkontrolleure von 0.00 bis 24.00 Uhr

Foto: Oliver Berg/ DPA

Am Flughafen Köln/Bonn drohen am Montag zahlreiche Flugausfälle. Grund ist ein angekündigter ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals. Alle Passagiere sollen sich deshalb nach einem Appell des Airports vor der Anreise zum Flughafen  bei ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges informieren. Außerdem wurden die Passagiere gebeten, ihr Handgepäck auf ein Minimum zu reduzieren, um die Kontrollen zu beschleunigen.

Durch den Warnstreik »ist mit erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und zahlreichen Flugstreichungen zu rechnen«, teilte der Flughafen mit. Geplant sind laut Mitteilung 64 Abflüge und 62 Landungen mit 13.000 Fluggästen.

Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich des Airports dazu aufgerufen, von 0.00 bis 24.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Betroffen von dem Warnstreik ist laut Ver.di die Fluggastkontrolle. Zuletzt hatte die Gewerkschaft am Freitag zu einem Warnstreik am Flughafen Düsseldorf aufgerufen. Dort mussten 160 Flüge gestrichen werden.

In der Luftsicherheitsbranche läuft derzeit ein Tarifstreit. In zwei Gesprächsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Verhandlungen werden am 1. und 2. März 2022 in Berlin fortgesetzt.

jso/dpa