Forscher Vorstoß E.on-Chef fordert Energieministerium

Kurz vor der Bundestagswahl gibt Wulf Bernotat der künftigen Regierung Ratschläge. Nach Wunsch des E.on-Chefs soll sie ein eigenes Energieministerium schaffen. Der Regierung fehle in diesem Punkt seit 20 Jahren ein klares Konzept.
E.on-Chef Bernotat: "Energiepolitik aus einer Hand"

E.on-Chef Bernotat: "Energiepolitik aus einer Hand"

Foto: ddp

Berlin - E.on-Chef Bernotat schaltet sich in den Wahlkampf ein. "Wir brauchen eine Energiepolitik aus einer Hand und mit einem klaren Konzept", erklärte der E.on-Chef der "Bild"-Zeitung . "Es hilft nichts, wenn es immer einseitig mal nur um Klimaschutz, mal nur um die Versorgungssicherheit und dann nur um die Preisentwicklung geht", kritisierte der Vorstand des Dax-Konzerns. Die zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium geteilte Zuständigkeit für Energiefragen sei nicht hilfreich. "Deshalb brauchen wir endlich ein Energieministerium."

Die Energiepolitik der Bundesregierung sei schon sehr lange verbesserungswürdig. "Ich vermisse seit mehr als 20 Jahren ein klares energiepolitisches Konzept für Deutschland", wettert Bernotat. Eine schlüssige Lösung habe die Bunderegierung immer noch nicht erarbeitet.

Für "nicht sehr ehrgeizig" hält Bernotat zudem das Ziel der Regierung, eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen: "Wir könnten bis 2020 deutlich mehr Elektroautos haben", glaubt der E.on-Vorstand.

nja/AFP/dpa-AFX
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