Steuerzahler-Schwarzbuch 2013 Kostenexplosionen, teure Fehler und Verschwendung

Eine Verzehnfachung von Schleusenkosten, ein Infopavillon als Wanderbaustelle, experimentelle Fledermausbrücken: Das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler liest sich wie eine Chronik des Versagens von Städten, Ländern und Bund. Zehn Beispiele in Bildern.

Mehr als hundert Beispiele hat der Bund der Steuerzahler in seinem "Schwarzbuch 2013" gesammelt, um zu zeigen wie konsequent die öffentliche Hand in Deutschland Steuergeld verschwendet. Es geht darin auf mehr als hundert Seiten nicht nur um die ganz großen Projekte wie den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg oder die neue BND-Zentrale, bei denen sich die Mehrkosten in Milliardenhöhe türmen. Sondern auch um Straßenschilder in falscher Farbe, deren Wechsel 600 Euro kostete.

Der Steuerzahlerbund prangert an, dass Bund, Länder und Kommunen das Geld nicht effizient genug ausgeben. Nicht jede Budgetüberschreitung könne allerdings automatisch mit einer Verschwendung von Steuergeldern gleichgesetzt werden. Lob gab es von der Vereinigung für eine neu von der Bundesregierung eingesetzte Kommission, die den Ursachen der Kostenexplosion bei Großprojekten auf den Grund gehen soll.

Die Gesamtsumme der vom Staat durch Missmanagement verschleuderten Gelder nennt der Steuerzahlerbund nach Zweifeln an der Zahl seit einiger Zeit nicht mehr. Zuvor hatte der Verband viele Jahre lang immer die gleiche Summe von 30 Milliarden Euro genannt. Insgesamt scheinen die verschwendeten Summen allerdings leichter zu verschmerzen als die offensichtliche Peinlichkeit der Pannen im ganzen Land: Da wird eine Autobahnbrücke als Denkmal für die "Frühzeit des deutschen Autobahnbaus" auf einen Rastplatz gestellt, eine nagelneue Seepromenade für Spaziergänger gesperrt und Fledermäusen eine Brücke gebaut. Sehen Sie die schönsten Beispiele in unserer Übersicht:

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