Stromkrise in Frankreich Paris knipst die Lichter früher aus

Um Strom zu sparen, werden auch Pariser Wahrzeichen nachts nicht mehr angestrahlt. Auf den Champs-Élysées sollen künftig um 22 Uhr die Lichter ausgehen, der Eiffelturm soll dagegen noch etwas länger leuchten dürfen.
Unbeleuchteter Eiffelturm 2018: »Pflicht, uns gemeinsam solidarisch und beispielhaft zu zeigen«

Unbeleuchteter Eiffelturm 2018: »Pflicht, uns gemeinsam solidarisch und beispielhaft zu zeigen«

Foto: jazzmxx / Getty Images

Eiffelturm und Champs-Élysées zählen in Paris zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Für Besucherinnen und Besucher der französischen Hauptstadt werden sie am späten Abend künftig aber deutlich schlechter zu sehen sein. Wegen der Energiekrise müssen sie sich nämlich auf weniger nächtliche Lichterpracht einrichten.

Auf der Prachtstraße Champs-Élysées hat das zuständige Komitee sich nun für weniger Licht entschieden . Die Geschäfte und Einrichtungen dort sollen ihre Leuchtreklame künftig zwischen 22 Uhr und 7 Uhr ausschalten – außer Restaurants oder Kinos etwa, die länger geöffnet haben. Spätestens vom 15. Oktober an sollen sich alle an die neue Regel halten.

Öffentliche Gebäude werden ab 22 Uhr nicht mehr angestrahlt

Und auch bei der immer wieder wechselnden Weihnachtsbeleuchtung auf der Allee gibt es Einschnitte. Sie wird künftig um 23.45 Uhr abgeschaltet, bisher leuchtete sie bis 2 Uhr nachts. Außerdem wird sie nur noch sechs statt sieben Wochen installiert sein, und zwar vom 20. November bis zum 2. Januar – statt bisher bis zum 9. Januar. 44 Prozent an Strom sollen so gespart werden.

»Die Champs-Élysées sind für die ganze Welt ein Symbol und ein Schaufenster, das von Paris und das von Frankreich«, sagte der Präsident des Champs-Élysées-Komitees, Marc-Antoine Jamet. »Es war unsere Pflicht, uns gemeinsam solidarisch und beispielhaft zu zeigen.«

Auch am Eiffelturm gehen die Lichter künftig früher aus. Während das Wahrzeichen bislang bis 1 Uhr nachts leuchtete, gehen von diesem Freitag an die Lichter bereits um 23.45 Uhr aus. Rund 20.000 Lampen blinken jeweils zur vollen Stunde an dem Turm. Die frühere Verdunkelung ist Teil des städtischen Energiesparplans . Die Beleuchtung anderer öffentlicher Gebäude wird demnach ab Freitag um 22 Uhr abgeschaltet.

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In Deutschland sieht eine Energiesparverordnung ebenfalls vor, dass Leuchtreklamen und beleuchtete Werbetafeln von 22 Uhr abends bis 16 Uhr am Folgetag abgeschaltet werden müssen. Auf der Hamburger Reeperbahn klappte das zumindest anfangs nicht überall.

apr/dpa
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