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20. Mai 2016, 19:36 Uhr

Straßenblockaden gegen Raffinerien

Frankreich rationiert Benzin

Die Straßenblockaden gegen Hollandes Arbeitsmarktreform zeigen Wirkung: In einigen Regionen wird nun das Benzin knapp, die Franzosen dürfen nicht mehr volltanken.

Seit Wochen wird in Frankreich gegen eine geplante Arbeitsmarktreform protestiert. Nun sind auch die Autofahrer betroffen. Zur Sicherung der Energieversorgung wurde in mehreren Departements von Bretagne und Normandie im Nordwesten des Landes die Benzinabgabe an Tankstellen rationiert.

Autos dürfen vorläufig nur 20 Liter, Lastwagen 150 Liter Sprit tanken, hieß es etwa in einer Verordnung der Präfektur in Rennes. Einige Bezirke verboten gänzlich den Verkauf von Benzin in Kanistern. Die Behörden teilten jedoch mit, dass es auf absehbare Zeit keine Gefahr eines Treibstoffmangels gebe. Es gebe eine Verlangsamung der Lieferungen, aber keinen Stopp. Das versicherte auch der französische Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies.

Damit soll der Blockade von Raffinerien und Depots durch Mitarbeiter begegnet werden. An Tankstellen der Region waren auf Fernsehbildern Fahrzeugschlangen zu sehen.

Hollande will an umstrittenem Gesetz festhalten

Das Arbeitsmarktgesetz der Regierung unter Präsident François Hollande soll Unternehmen Flexibilität bringen, um mehr Jobs in dem unter Rekordarbeitslosigkeit leidenden Land schaffen zu können. Kritiker befürchten allerdings eine Aufweichung von Arbeitnehmerrechten.

Gewerkschaften haben für kommende Woche zum nächsten Aktionstag aufgerufen. Hollande will ungeachtet der Proteste an dem Gesetz festhalten.

brt/dpa/AFP

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