Sorge um G20-Gipfel Merkel schickt Chefunterhändler nach Washington

Falls die USA aus weiteren internationalen Vereinbarungen aussteigen, steht auch der G20-Gipfel in Hamburg vor dem Scheitern. Nach SPIEGEL-Informationen schickt Angela Merkel deshalb ihren Chefunterhändler Röller nach Washington.

Donald Trump
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Um den G20-Gipfel in Hamburg vor einem Scheitern zu bewahren, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, ihren Wirtschaftsberater und G20-Chefunterhändler Lars-Hendrik Röller nach Washington geschickt. Dort soll der Spitzenbeamte ausloten, ob die USA noch zu Kompromissen für das Treffen der Staats- und Regierungschefs nächste Woche in Hamburg bereit sind.

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Heft 27/2017
Globalisierung außer Kontrolle: Radikal denken, entschlossen handeln - nur so ist die Welt noch zu retten

Nach Informationen des SPIEGEL blockiert die amerikanische Regierung nicht nur die Zusammenarbeit in der Klimapolitik und in Handelsfragen. Die Bundesregierung hat dem Bericht zufolge auch Hinweise darauf, dass die Administration von Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit im Kampf gegen Steueroasen und Steuerdumping aufkündigen sowie aus den Vereinbarungen zur besseren Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte aussteigen könnte. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Zugleich haben die USA nach SPIEGEL-Informationen einen neuen Konflikt um den Export amerikanischen Hormonfleisches nach Europa ausgelöst. Bisher sind derartige Lieferungen aus Gesundheitsgründen verboten. Doch nun fordert die US-Regierung, dass Europa seine Märkte öffnet. Lenke Brüssel nicht ein, habe Washington gedroht, bei über 70 Produktgruppen Strafzölle zu verhängen oder auf mehr als hundert Prozent zu erhöhen.

Im seit Monaten schwelenden Streit um Billigstahlexporte in die USA verschärft Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries den Ton. "Die EU wird angemessen reagieren, falls die USA Handelsbeschränkungen gegen deutsche oder europäische Stahlunternehmen einführen", sagte sie dem SPIEGEL. Es gebe "viele Stellschrauben, die gedreht werden könnten".

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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