Energiegespräche mit Griechenland Gazprom-Chef reist nach Athen

Bekommt Griechenland eine Milliarden-Finanzspritze aus Russland? Zuletzt hatten Gespräche über eine geplante Gaspipeline für Aufsehen gesorgt. Nun trifft sich Gazprom-Chef Miller mit dem griechischen Premier Tsipras.
Tsipras und Putin (Anfang April in Moskau): Neue Energiegespräche

Tsipras und Putin (Anfang April in Moskau): Neue Energiegespräche

Foto: ALEXANDER ZEMLIANICHENKO/ AFP

Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, reist am Dienstag zu Gesprächen nach Athen. Eine entsprechende Ankündigung des griechischen Energieministeriums wurde von einem Gazprom-Sprecher bestätigt.

Thema des Gesprächs mit Ministerpräsident Alexis Tsipras und Energieminister Panagiotis Lafazanis seien "gegenwärtig anstehende Energiefragen", teilte das Ministerium weiter mit. Der Gazprom-Sprecher bezeichnete das Treffen als einen "Arbeitsbesuch", ohne weitere Details zu nennen.

Das Treffen dürfte Spekulationen über eine Milliardenspritze Russlands für das klamme Euroland neu beflügeln. Aus griechischen Regierungskreisen verlautbarte, dass über eine Beteiligung Griechenlands an einer geplanten russischen Erdgaspipeline gesprochen werden soll. Eine offizielle Bestätigung hierzu gab es aber bislang nicht.

Die griechische Regierung rechnet jedenfalls weiter damit, dass sie in Kürze mehrere Milliarden Euro aus Moskau erhalten wird. Das bestätigte zuletzt ein hochrangiger Vertreter der griechischen Regierungspartei Syriza SPIEGEL ONLINE: Griechenland und Russland würden demnach in dieser Woche die Verträge zum Pipeline-Projekt "Turkish Stream" unterzeichnen. Die Pipeline soll ab 2019 russisches Erdgas über Griechenland nach Europa bringen.

beb/bos/gec/Reuters
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