Gefeuerte Sekretärin Kündigung im Frikadellen-Fall zurückgezogen

Ihr Rauswurf machte Schlagzeilen - jetzt darf die wegen einer Frikadelle gefeuerte Sekretärin offenbar wieder arbeiten. Der Arbeitgeber soll die Kündigung zurückgezogen haben.
Frikadelle: Kündigung wieder kassiert

Frikadelle: Kündigung wieder kassiert

Foto: Corbis

Hamburg - Magdalene H. kämpfte um ihren Job - offenbar mit Erfolg. Die Sekretärin war 34 Jahre lang für den Bauverband Westfalen in Dortmund tätig, plötzlich erhielt sie die Kündigung. Weil sie eine Frikadelle vom Chef-Buffett gegessen hatte.

Jetzt hat der Arbeitgeber die Kündigung offenbar wieder zurückgezogen. Das wurde am Rande der Sendung "Anne Will" zum Thema "Wegen Frikadelle gefeuert - gnadenlose Arbeitswelt?" bekannt. Einzelheiten zu der Kehrtwende wurden nicht genannt.

Der Vorfall, der sich bereits im Juli ereignet hatte, hatte bundesweit für Furore gesorgt. "Wie herzlos kann ein Chef sein?", fragte die "Bild"-Zeitung. Mit dem Fall beschäftigte sich auch das Arbeitsgericht Dortmund.

Es war nicht das erste Mal, dass ein Arbeitnehmer wegen einer Bagatelle in Konflikt mit seinem Arbeitgeber geriet. Für Aufsehen sorgte vor allem der Fall "Emmely". Die Supermarkt-Kassiererin hatte zwei Pfandbons über 48 und 82 Cent unterschlagen und war daraufhin fristlos entlassen worden. Wenig später wurde der Fall einer Bäckerei-Verkäuferin in Friedrichshafen am Bodensee bekannt. Sie wurde entlassen, weil 1,36 Euro in der Kasse fehlten.

suc
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