Gesundheitssystem Krankenkassen fordern zum Sparen auf

Die Krankenkassen drängen angesichts der Wirtschaftskrise zu radikalen Kürzungen. Es gebe noch immer zu viele Ärzte und Krankenhäuser, warnt der Ersatzkassenverband VDEK. Außerdem seien viele Patienten überversorgt.

Patient im Krankenhaus: "Noch immer zu viele Pflegetage"
Corbis

Patient im Krankenhaus: "Noch immer zu viele Pflegetage"


Hannover - Die Krise erfordert auch im Gesundheitssystem ein Umdenken: Angesichts der schlechten Wirtschaftslage hat der Ersatzkassenverband VDEK neue Einsparungen im Gesundheitssystem gefordert. "Wir stehen, gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise und der daraus entstandenen schweren wirtschaftlichen Lage, vor einer Zeit der Bescheidenheit. Wir müssen dringend neue Sparanstrengungen unternehmen, um die Ausgabensteigerungen zu begrenzen", sagte VDEK-Vorstandschef Thomas Ballast der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse".

Neue Mehrausgaben für Ärzte oder Krankenhäuser lehnte Ballast daher ab. "Wir haben immer noch zu viele Ärzte, zu viele Krankenhäuser und enorm viele Apotheken. Anders als oft von den Leistungserbringern behauptet, haben wir eine zunehmende Überversorgung - gemessen an den Bedarfsplanungen und auch verglichen mit internationalen Maßstäben", sagte der VDEK-Chef. In Deutschland gebe es zu viele Krankenhausbetten und zu viele Pflegetage pro Behandlungsfall.

fro/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.