+++ Newsticker zur Griechenlandkrise +++ Deutsche Urlauber meiden Griechenland

Die Banken bleiben zu, die Zukunft ist ungewiss: Nur noch wenige Touristen aus Deutschland wollen in Griechenland Urlaub machen. Die Buchungen sind zuletzt um 39 Prozent zurückgegangen. Alle Entwicklungen im Newsticker.
  • 7/6/15 6:12 PM
    Liebe Leserinnen, liebe Leser, damit verabschiede ich mich von Ihnen. Noch einmal kurz die wichtigsten Entwicklungen von heute in Kürze:
    • Die Griechen haben unerwartet deutlich gegen weitere Sparauflagen der Gläubiger votiert und ihrer Regierung den Rücken gestärkt: 61 Prozent hatten am Sonntag mit Nein gestimmt.
    • Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist zurückgetreten. Als sich das Nein bei dem Referendum abzeichnete, hätten Mitglieder der Euro-Gruppe klargemacht, dass sie sich wünschten, dass er, Varoufakis, nicht mehr am Verhandlungstisch sitze, hatte Varoufakis am Morgen auf seinem Blog geschrieben. Ohne ihn werde es für den Premierminister einfacher, eine Einigung zu erzielen.
    • Nachfolger als Finanzminister ist Euklidis Tsakalotos, der am Montag vereidigt wurde.
    • Morgen treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Euroländer. Tsipras müsse nun konkrete Vorschläge vorlegen, sagte Bundeskanzlerin Merkel nach einem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Hollande in Paris. Die Zeit dränge.
    • Die Banken in Griechenland bleiben noch bis mindestens Mittwochabend geschlossen.

    • Die EZB lässt ihre Notkredite für griechische Banken zunächst unangetastet. Ohne das Geld der EZB wären die Banken vermutlich innerhalb weniger Tage pleite.
    Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auch in der Nacht bei SPIEGEL ONLINE auf dem Laufenden.
  • 7/6/15 6:02 PM
    Nun hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) zuendegetagt. Die EZB hält die Notkredite für griechische Banken unverändert aufrecht. Dies entschied der EZB-Rat laut einer Erklärung am Montagabend in Frankfurt am Main. Mit den sogenannten ELA-Krediten sorgt die EZB seit geraumer Zeit dafür, dass die griechischen Banken zahlungsfähig bleiben.
  • 7/6/15 6:00 PM
    Es war ein kurzes Statement, das Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande am Abend in Paris abgaben. "Es gibt nicht mehr viel Zeit", betonte Hollande. Und Merkel sagte: Noch in dieser Woche müsse Tsipras einen konkreten Plan für die wirtschaftliche Zukunft seines Landes unterbreiten. "Hierbei drängt die Zeit. Wir werden darauf Wert legen, dass in dieser Woche solche Vorschläge auf den Tisch kommen müssen", so die Kanzlerin. "Wir sagen sehr deutlich, dass die Tür für Gespräche offen bleibt." Dann drehten sich die beiden auch schon wieder um und die Tür im Élysée-Palast schloss sich hinter ihnen. (Foto: AFP)
  • 7/6/15 5:13 PM
    Die USA fordern Griechenland und seine europäischen Gläubiger auf, einen Kompromiss im Schuldenstreit zu suchen, um den Verbleib des Landes in der Eurozone zu ermöglichen. Es liege auch im Interesse der USA, dass die Griechenlandkrise beigelegt werde, erklärt das Weiße Haus.
  • 7/6/15 5:11 PM
    Dieser Geldautomat in Athen sagt "Ochi" (Nein). Noch bis Mittwoch sollen die Banken geschlossen und die Limits für Barabhebungen bestehen bleiben, berichten griechische Medien. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht Kreisen zufolge davon aus, dass die griechischen Banken bis dahin noch genug Geld haben; so lange sollen die Notkredite offenbar nicht ausgeweitet werden (Foto: dpa).
  • 7/6/15 4:58 PM
    Die deutschen Urlauber meiden Griechenland zunehmend. Die Buchungen aus Deutschland sind in der vergangenen Woche - also zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli - um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Das zeigen Zahlen des IT-Unternehmens Traveltainment, dessen Software von der Mehrzahl der stationären und Online-Reisebüros in Deutschland genutzt wird. Im Vergleich zur vorangegangenen Woche dieses Jahres (22. bis 28. Juni) lag das Minus bei 25 Prozent - dass sich die Ereignisse zuletzt so zuspitzten, dürfte also Touristen zunehmend verunsichern. Die Daten von Traveltainment beziehen alle Buchungen in den genannten Zeiträumen unabhängig vom Reisedatum ein - also sowohl spontane Last-Minute-Urlaube als auch Pauschalreisen, die erst in einigen Monaten stattfinden.
  • 7/6/15 4:53 PM
    Zur Stunde berät die Europäische Zentralbank (EZB), wie sie nach dem Referendum verfahren will. Offenbar soll es erst einmal keine weiteren Notkredite geben, wie aus Kreisen verlautet. Die Banken könnten bis Mittwoch ohne zusätzliche Notfallkredite (ELA) überleben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf mit dem Vorgang vertraute Personen. In Griechenland sollen die Banken laut der griechischen Regierung bis Mittwoch geschlossen bleiben.
  • 7/6/15 4:43 PM
    Wie kommentieren die Zeitungen morgen die aktuellen Entwicklungen in Griechenland? Eine kleine Presseschau.
    Der "Tagesspiegel" schreibt: "Jetzt ist der Tag X. Der Fall Griechenland kann für eine Wende zum Guten taugen. Wenn das Signal ist: Europa ist reformfähig. Europa ist kein Moloch. Europa ist nicht die böse Fratze, die gezeichnet worden ist. Dafür sollten die Regierungen der Euro-Gruppe, die deutsche zuvorderst, aber auch die französische, jetzt noch einmal vorangehen. Alle Seiten müssen den Ton mäßigen, um Politik zu ermöglichen."
    Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" meint: "Tsipras selbst hat seine Position nur innenpolitisch gestärkt. (...) Gegenüber den Gläubigern hat er dagegen seine Vertrauenswürdigkeit endgültig verspielt, daran ändert auch die Opferung seines rüden Finanzministers nichts. (...) Tsipras wollte einen Nervenkrieg, jetzt bekommt er ihn."
    Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt: "Die eigentliche Tragödie spielt sich nun auf den Straßen in Griechenland ab - bei den Rentnern, Schwachen, Kranken. Der Absturz wird das Land in eine tiefe Misere treiben. Die EU muss die Kraft aufbringen, Griechenland jenseits des Währungskonflikts zu helfen. Dazu gehören die Garantie auf Mitgliedschaft in der EU und der Anspruch auf Strukturgelder. Das wird aber nicht reichen. Nötig wäre ein großes Reformprogramm, damit der griechische Staat die Klientelwirtschaft überwindet und moderne wirtschaftliche und politische Strukturen aufbaut. Die bittere Wahrheit ist: Dieses Programm gab es. Die Mehrheit der Griechen hat es abgelehnt."
    Die "Berliner Zeitung" kritisiert die Rolle von SPD-Chef Gabriel: "Während die großen Parteien keine Lösung für die europäische Krise gefunden haben, suchen nun manche ihrer Vertreter nach Worten, die von der AfD selber kommen könnten. Niemand hätte sich gewundert, wenn Frauke Petry die Regierung Tsipras so abgekanzelt hätte, wie Sigmar Gabriel es am Abend des griechischen Referendums tat. Und die CSU selbstverständlich auch. Bei Gabriel aber beschleicht einen dann doch der Gedanke, dass die großen Parteien noch ein wenig mehr Angst vor Petrys AfD haben als vor Luckes alter Partei. Sie sollten ihr nicht nachgeben."
  • 7/6/15 4:27 PM
    Zur Stunde beraten Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Hollande in Paris, wie es nach dem Votum der Griechen weitergehen soll. (Foto: AFP)
  • 7/6/15 4:22 PM
    Die Börse zeigt sich weiterhin relativ unbeeindruckt von der Krise in Griechenland. Der Deutsche Aktienindex Dax schloss mit 10.890,63 Punkten. Ein überschaubares Minus von 1,52 Prozent. Eine gute Nachricht aus Sicht der Börsianer war heute offenbar der Rücktritt des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 fiel etwas stärker um mehr als zwei Prozent.
  • 7/6/15 4:09 PM
    Gleich äußert sich in Paris also Bundeskanzlerin Merkel. Nach dem griechischen Referendum, schreibt der Kollege Philipp Wittrock in seiner Analyse, stehe die Kanzlerin vor der schwierigsten Aufgabe ihrer Amtszeit: "Lässt sie Griechenland aus dem Euro driften? Sie müsste mit dem historischen Makel leben, die Währungsunion nicht vor dem Bruch bewahrt zu haben - ganz zu schweigen von den unkalkulierbaren Risiken für den Rest der Eurozone. Oder bringt Merkel die Kraft auf, Griechenland noch einmal zu helfen? Um der Einheit Europas Willen." Hier lesen Sie die Analyse.
  • 7/6/15 4:03 PM
    Pressestatements von Kanzlerin #Merkel + Präs. #Hollande nach Gespräch zum griechischen Referendum, live ab ca. 19:15 bpaq.de/phlive
  • 7/6/15 4:01 PM
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble setzt darauf, dass der griechische Minister am Dienstag seinen Kollegen aus den anderen Euroländern neue Vorschläge vorlegt. Noch könne er dazu aber nichts sagen. "Wir können einen Vorschlag nicht kommentieren, den wir nicht kennen", sagte er bei einem Besuch in Warschau.
  • 7/6/15 3:58 PM
    Wie lange werden die griechischen Banken noch geschlossen bleiben? Die Nachrichtenagentur Reuters vermeldete unter Verweis auf Finanzkreise, dass die Geldinstitute noch bis mindestens Freitag geschlossen bleiben sollen. Der staatliche Rundfunk ERT nennt jetzt einen anderen Zeitplan. Demnach sind die Banken bis Mittwochabend zu. Am späten Abend soll ein Ministerialerlass veröffentlicht werden. Dann dürfte man es ganz genau wissen.
  • 7/6/15 3:54 PM
    Eine Sache immerhin verbindet den künftigen Finanzminister Euklidis Tsakalotos mit seinem schillernden Vorgänger Yanis Varoufakis: Auch Tsakalotos trägt nie eine Krawatte, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Ansonsten gebe es aber wenig Gemeinsamkeiten: Tsakalotos gilt als eher zurückhaltend, ein Provokateur wie Varoufakis ist er eher nicht.
  • 7/6/15 3:47 PM
    Jetzt ist es also offiziell: Nach dem Rücktritt des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis soll der bisherige stellvertretende Außenminister Euklidis Tsakalotos das Amt übernehmen. Der 55-jährige Syriza-Politiker werde noch am Montagabend vereidigt, teilte die griechische Präsidentschaft in Athen mit. Bei den Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über die griechischen Schulden hatte der Wirtschaftsprofessor zuletzt als "Koordinator" fungiert.
  • 7/6/15 3:42 PM
    Der britische Schatzkanzler George Osborne befürchtet, dass sich die griechische Krise rasch verschlimmern könnte, wenn die Euro-Staaten nicht zu einer Einigung kommen. "Wenn von diesen Treffen kein Signal ausgeht, dass Griechenland und die Eurozone bereit sind, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, können wir davon ausgehen, dass sich die finanzielle Situation in Griechenland rapide verschlechtern wird", sagte er mit Blick auf die morgigen Beratungen.
  • 7/6/15 3:31 PM
    Viel hängt jetzt davon ab, was die Europäische Zentralbank (EZB) tun wird. Am Abend will der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über weitere Nothilfen, sogenannte ELA-Kredite, für griechische Banken beraten. Das berichtet jetzt die Nachrichtenagentur AFP. Die Beratungen sollen demnach um 18 Uhr beginnen - also in einer knappen halben Stunde. Mit den Notfallkrediten sorgt die EZB seit geraumer Zeit dafür, dass die griechischen Banken noch zahlungsfähig bleiben. Zuletzt hatte der Zentralbankrat den Rahmen für die Kredite nicht weiter erhöht, aber unverändert aufrechterhalten.
  • 7/6/15 3:26 PM
    Premierminister Tsipras hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Die beiden Regierungschefs haben sich darauf geeinigt, dass Griechenland beim morgigen Gipfel der Euro-Gruppe neue Vorschläge zur Überwindung der Krise vorlegt. Weitere Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt.
    Am Dienstagabend wollen sich die Vertreter der Euro-Gruppe in Brüssel treffen, um über die Zukunft Griechenlands zu beraten. Tsipras hatte heute auch schon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und mit EZB-Chef Mario Draghi telefoniert.
  • 7/6/15 3:22 PM
    Großbritannien hat den Euro nicht eingeführt. Aber von der Krise in Griechenland fühlt sich auch die britische Politik betroffen. Schatzkanzler George Osborne sagte, die Situation in Griechenland drohe, sich zu verschlechtern, die Eurozone und Griechenland müssten eine nachhaltige Lösung finden. Die Risiken für Großbritannien würden steigen.
  • 7/6/15 3:18 PM
    I've invited @ECB president #Draghi & #Eurogroup president @J_Dijsselbloem to join tomorrow's #EuroSummit on #Greece. ow.ly/PekFZ
  • 7/6/15 3:13 PM
    Am Sondergipfel der Eurozone zum Thema Griechenland sollen am morgigen Dienstag auch EZB-Präsident Mario Draghi und Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem teilnehmen. Um 18 Uhr treffen sich morgen die Staats- und Regierungschefs der Euroländer. Zuvor tagen um 13.00 Uhr die Eurofinanzminister.
  • 7/6/15 2:58 PM
    Die Banken in Griechenland sind der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wohl bis mindestens Freitag geschlossen. Die Agentur beruft sich auf Quellen aus dem Bankensektor. Ohne weitere Notkredite der EZB könnten das Bargeld nach zwei oder drei Tage reichen - danach würden dann keine Euros mehr aus den Geldautomaten kommen.
  • 7/6/15 2:43 PM
    Auch Museen leiden unter der Papierknappheit, berichtet unser Mitarbeiter Giorgos Christides aus Athen. Der Mitarbeiter eines staatlichen Museums berichtete ihm, dass nicht mehr genug Papier da sei, um Ausstellungskataloge zu drucken.
  • 7/6/15 1:55 PM
    PM #Tsipras has to propose solutions to dramatic situation he himself brought #Greece into. EU will help in return for efforts. @EPPGroup
  • 7/6/15 1:52 PM
    Das Referendum in Griechenland setzt auch die US-Börse unter Druck. Die Wall Street fiel am Montag ins Minus. Investoren zeigten sich verunsichert, hofften allerdings zugleich darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die negativen Folgen der Eskalation eindämmen werde. Der Rücktritt von Finanzminister Yanis Varoufakis gilt zudem vielen als hilfreich.
    Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Minuten 0,6 Prozent auf 17.623 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 0,7 Prozent auf 2062 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,9 Prozent ein auf 4965 Punkte. Auch in Europa hielten sich die Kursverluste in Grenzen. In Frankfurt tendierte der Dax 1,6 Prozent tiefer.
  • 7/6/15 1:49 PM
    Gespanntes Warten: Die griechischen Parteichefs tagen immer noch im Präsidentenpalast in Athen. Journalisten erwarten die Politiker vor dem Eingang. (Foto: AFP)
  • 7/6/15 1:37 PM
  • 7/6/15 1:32 PM
    Die europäischen Staats- und Regierungschefs drängen zunehmend auf eine Einigung in der Griechenlandkrise. Italiens Matteo Renzi rief auf Facebook zu neuen Verhandlungen auf: "Wenn wir Gefangene von Regelungen und Bürokratie bleiben, ist Europa am Ende", schrieb er. Das Gipfeltreffen der Euroländer am Dienstag in Brüssel müsse einen endgültigen Weg aufzeigen, um den sozialen und wirtschaftlichen Notstand in Griechenland zu beenden. Sein Land werde dazu seinen Beitrag leisten.
    Renzi beriet mit seinem Finanzminister Pier Carlo Padoan über das weitere Vorgehen der Regierung. In Medienberichten hieß es, er wolle zunächst das Treffen zwischen Merkel und dem französischen Präsidenten François Hollande abwarten.
  • 7/6/15 1:25 PM
    "Für die griechische Bevölkerung wird das Leben in den nächsten Tagen noch schwieriger, als es bisher schon war", sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel in seiner Ansprache. "Nach den gestrigen Feiern auf den Straßen droht ganz schnell ein böses Erwachen.“ Der Sieg bei dem Referendum könne sich in eine Niederlage für die Menschen verwandeln. Der SPD-Chef forderte ein humanitäres Hilfsprogramm für die griechische Bevölkerung - wie schon zuvor EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.
  • 7/6/15 1:20 PM
    Die Banken in Griechenland bleiben wohl noch einige Tage geschlossen. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat Griechenland angeordnet, dass die Geldinstitute auch in den kommenden Tagen nicht geöffnet werden - eigentlich hätten sie heute den normalen Betrieb wieder aufnehmen sollen.
  • 7/6/15 1:14 PM
    Sigmar Gabriel hat in seiner Ansprache betont, dass die Menschen in Griechenland Hilfe bräuchten: "Nur weil wir unzufrieden mit dem Ausgang des griechischen Referendums sind, sollten wir den Menschen die notwendige Hilfe nicht verweigern", sagte er. Die endgültige Zahlungsunfähigkeit Griechenlands stehe unmittelbar bevor.
    Griechenland sei ein politisch zerrissenes Land und brauche einen grundlegenden Neuanfang. Er sei bereit zu neuen Gesprächen und Verhandlungen - die Rahmenbedingungen müssten von griechischer Seite dabei aber eingehalten werden. "Die griechische Regierung muss ein substanzielles Angebot machen, das über die bisherige Bereitschaft hinausgeht", forderte er. Die Vorschläge müssten auch von den anderen 18 Staaten gebilligt werden. Denn würde jeder Mitgliedstaat Sonderrechte einfordern wie Griechenland, dann würde die EU zerbrechen.
  • 7/6/15 1:11 PM
    Das könnte der neue griechische Finanzminister sein: Euklidis Tsakalotos gilt als das genaue Gegenteil von Yanis Varoufakis - ruhig, zurückhaltend, besonnen. Er wäre ein weiteres Zeichen dafür, dass Griechenland wirklich eine Übereinkunft mit den internationalen Gläubigern anstrebt. Der 55-Jährige wurde in Rotterdam geboren und ist in London aufgewachsen. (Foto: Getty Images)
  • 7/6/15 12:59 PM
    Die Agentur Reuters meldet, dass es einen Nachfolger für Finanzminister Yanis Varoufakis gibt: Euklidis Tsakalotos soll demnach der Neue an der Spitze des griechischen Finanzministeriums werden. Varoufakis selbst soll gesagt haben, er hoffe, dass Tsakalotos sein Nachfolger werde. Ob die Information stimmt, wird wohl erst am Dienstag offiziell bekannt gegeben.
  • 7/6/15 12:50 PM
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras telefonisch Hilfe bei der Überwindung seiner Probleme zugesagt. Details des Gesprächs nannte der Kreml nicht.
    Tsipras habe Putin über die Ergebnisse des griechischen Referendums informiert, hieß es. Beide hätten auch über die weitere Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit gesprochen. Die Initiative zu dem Telefonat ging dem Kreml zufolge von Tsipras aus. Beide Länder hatten vor kurzem ihre Zusammenarbeit bei der Verlängerung der geplanten Gaspipeline "Turkish Stream" durch das Schwarze Meer vereinbart.
    Bei seinem letzten Besuch in Moskau, ist der griechische Staatschef abgeblitzt. Er hatte offenbar gehofft, dass Russland griechische Staatsanleihen kaufen könnte. Das wurde aber vom Kreml eindeutig verneint.
  • 7/6/15 12:40 PM
    SPD-Chef Sigmar Gabriel äußert sich zur Griechenlandkrise. In unserem Livestream können Sie seine Rede verfolgen.
  • 7/6/15 12:19 PM
    Der slowenische Premierminister Miro Cerar will an dem morgigen Treffen der Euro-Gruppe teilnehmen. Er erhofft sich neue Reformvorschläge der griechischen Regierung, die "für Griechenland und die EU annehmbar sind und auf einem überzeugenden Plan beruhen", sagte er. Die slowenische Regierung werde keinen Experimenten zustimmen, die sich nicht ausschließlich und konstruktiv mit weiteren Hilfen für Griechenland befassten.
  • 7/6/15 12:15 PM
    So sieht es gerade vor dem Präsidentenpalast in Athen aus: Journalisten warten darauf, dass Alexis Tsipras eine Erklärung abgibt. (Foto: dpa)
  • 7/6/15 12:07 PM
    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich angesichts der wachsenden sozialen Not für ein humanitäres Hilfsprogramm für Griechenland ausgesprochen: "Das muss jetzt stattfinden", sagte er. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssten darüber reden, wenn sie am morgigen Dienstag zusammenkämen, weil die Banken sicher nicht heute oder morgen öffnen würden.
    "Das wird dazu führen, dass kleine Kinder in Kindergärten keine Schulspeisung haben oder Rentner mit kleinen Renten Medikamente nicht kaufen können", erklärte der SPD-Politiker. "Ich finde, wir sollten das griechische Volk nicht leiden lassen." Deshalb müsse ein möglichst zielgenaues Programm die unmittelbaren sozialen Härten abfedern. Die Kosten für das Hilfsprogramm seien keine Frage für Steuerzahler. "Die Frage nach humanitärer Hilfe für Kinder oder Kranke ist eine Frage der Solidarität in der EU", betonte er.
    Schulz bezeichnete den Rücktritt des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis als "Erleichterung im Dialog mit Athen". Dennoch würden die Verhandlungen nicht leichter, sagte er. Ein Erfolg weiterer Gespräche zwischen EU und Griechenland hänge nicht von einzelnen Personen ab. "Es hängt auch nicht davon ab, wer verhandelt, sondern über was verhandelt wird", sagte er. Es hätten 18 Angebote auf dem Tisch gelegen, die weitreichend gewesen seien - Griechenland habe dazu beim Referendum mit großer Mehrheit Nein gesagt.
    "Die Regierung hat sich zu Hause den Rücken gestärkt, auf europäischer Ebene möglicherweise nicht", sagte Schulz. "Sie wird jetzt Vorschläge vorlegen müssen, die die anderen überzeugen. Es werden schwierige Verhandlungen. Ich bin dafür, sie aufzunehmen."
  • 7/6/15 11:57 AM
    Die Ratingagentur "Standard & Poor's" erklärt, dass ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone jetzt wahrscheinlicher ist als ein Verbleib. Bisher sei zu erwarten, dass die Griechenlandkrise keine direkten Auswirkungen auf die Ratings südosteuropäischer Länder wie Bulgarien, Albanien oder Mazedonien habe.
    Welche unterschiedlichen Szenarien deutsche Ökonomen für Griechenland erwarten, lesen Sie hier.
  • 7/6/15 11:46 AM
    Der britische "Guardian" meldet, dass Premier Alexis Tsipras das Treffen mit den Parteichefs abkürzen will, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu telefonieren. Zuvor war der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis im Präsidentenpalast eingetroffen. Er soll enge Verbindungen zu Moskau haben.
  • 7/6/15 11:29 AM
    Das griechische Referendum hat die Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern erschwert. Dennoch hat Euro-Gruppen-Chef Jeroen Djisselbloem Hoffnungen geäußert, dass Griechenland in der Eurozone bleibt: "Das ist weiterhin ihres und mein oberstes Ziel." Ob das gelinge, werde man sehen. Griechenland müsse bereit sein, schwierige Maßnahmen zu ergreifen - "einfache Lösungen gibt es nicht."
  • 7/6/15 11:25 AM
    Trotz der Krise bleiben deutsche Urlauber Griechenland treu: Der Deutsche Reiseverband meldet, dass es keine vermehrten Hinweise auf geänderte Reisepläne gibt. Griechenland zähle in diesem Sommer erneut zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Auch wenn Griechenland eine neue Währung einführen sollte, hätte das auf bereits gebuchte Pauschalreisen keine Auswirkungen - der Euro dürfte außerdem als Zahlungsmittel weiterhin akzeptiert werden. Es wird empfohlen, genügend Bargeld mitzuführen.
  • 7/6/15 11:19 AM
    Ein Bild aus Athen zeigt die Verzweiflung der Bevölkerung: Rentner diskutieren mit Bankangestellten, während sie in der Schlange darauf warten, ihr Tagesmaximum von 60 Euro abheben zu dürfen. Die Banken bleiben in Griechenland vorerst geschlossen - vermutlich auch für die nächsten Tage. (Foto: AP/dpa)
  • 7/6/15 11:10 AM
    Die Eurogruppe und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums gegen einen Schuldenschnitt ausgesprochen. Ein Sprecher des Finanzministeriums hat mitgeteilt, dass der von Griechenland geforderte Schuldenerlass "kein Thema" sei und auch nicht Gegenstand der zuletzt abgebrochenen Verhandlungen über ein zweites Hilfspaket gewesen sei.
    Es sei zwar zutreffend, dass "wir uns mit der Schuldentragfähigkeit beschäftigen müssen", sollte Griechenland einen Antrag auf Hilfen aus dem dauerhaften Rettungsfonds ESM stellen, sagte er. Daraus sei aber nicht abzuleiten, "dass die Verhandlungen in eine bestimmte Richtung gehen müssten."
    Die Lage sei jetzt nicht vergleichbar mit dem Umfeld, in dem vor gut drei Jahren ein Schuldenschnitt zu Gunsten Griechenlands gemacht worden sei, erklärte der Sprecher: "Ich sehe keinen Anknüpfungspunkt."
    Im März 2012 waren Griechenland 53,5 Prozent der Schulden vor allem bei privaten Gläubigern wie Banken erlassen worden. Dies entsprach einer Verringerung um etwa 107 Milliarden Euro. Seitdem hat Athen Schulden vor allem gegenüber öffentlichen Geldgebern wie Staaten und internationalen Organisationen.
  • 7/6/15 10:59 AM
    Der für den Euro verantwortliche Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis hat sich in einer Pressekonferenz zur Griechenlandkrise geäußert: "Die Stabilität der Eurozone ist nicht in Frage gestellt", sagte er. Er rief die griechische Links-Rechts-Regierung auf, Reformen in die Tat umzusetzen.
  • 7/6/15 10:56 AM
    The stability of the #Eurozone is not in question - we are willing and able to ensure financial stability by all available means. #EC
  • 7/6/15 10:53 AM
    Gerade meldet Reuters, dass Tsipras wohl doch nicht mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande telefoniert hat. Das Büro von Hollande verneinte eine entsprechende Anfrage: "Es gab heute keinen Telefonkontakt mit Tsipras."
    Zuvor hatte ein Insider behauptet, die beiden Staatschefs hätten in einer Pause, während der Verhandlungen der griechischen Parteichefs, miteinander telefoniert.
  • 7/6/15 10:48 AM
    Griechenland ist heute Top-Thema, nicht nur bei uns. (Foto: Getty Images)
  • 7/6/15 10:47 AM
    Nun hat sich auch der britische Premierminister David Cameron zum Griechenland-Votum geäußert: Über seine Sprecherin ließ er mitteilen, dass Griechenland und die Eurozone eine "nachhaltige Lösung" für die griechische Schuldenkrise finden müssten. Einen "Grexit" sieht Cameron wohl nicht: Großbritannien unterstütze eine EU mit 28 Mitgliedsstaaten, sagte die Sprecherin.
  • 7/6/15 10:41 AM
    Reuters meldet, dass Premier Tsipras heute mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonieren will - den Angaben zufolge ging das Gesprächsgesuch von Putin aus.
  • 7/6/15 10:38 AM
    Unser Reporter Hasnain Kazim, der für SPIEGEL ONLINE gerade in Athen ist, hat uns berichtet, wie es derzeit vor den Geldautomaten in der griechischen Hauptstadt aussieht:
    Am Tag nach dem Referendum bilden sich wieder lange Schlangen vor den Geldautomaten. "Wir hoffen, dass da noch was drin ist", sagt Studentin Theodora, die seit einer halben Stunde darauf wartet, dass sie an der Reihe ist. Die Menschen sind aber friedlich, von Panik keine Spur. "Noch scheint das Geld zu fließen", sagt ein älterer Herr, der gerade einen Teil seiner Rente abgeholt hat. "Es kommen immer noch höchstens 60 Euro pro Tag raus, aber das reicht ja, um zu überleben." Gebannt blicken die Menschen auf das Geschehen im Präsidentenpalast, wo heute Politiker von Regierung und Opposition verhandeln. Viele hoffen, dass es eine große Koalition, ein "Bündnis der nationalen Einheit" gibt, das Griechenland geschlossen aus der Krise führt.
  • 7/6/15 10:33 AM
    Die Deutsche Presse-Agentur meldet, dass Premierminister Tsipras auch mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, telefoniert haben soll.
  • 7/6/15 10:28 AM
    Die Bundesregierung sieht nach dem Nein der Griechen derzeit keine Grundlage für Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Zur Zeit" seien die Voraussetzungen dafür nicht gegeben, sagte er. Die Bundesregierung bleibe aber gesprächsbereit, fügte er hinzu. "Die Tür für Verhandlungen ist offen."
    Mit Blick auf die Spekulationen über einen "Grexit" sagte er: "Griechenland ist in der Eurozone. Es liegt an Griechenland und seiner Regierung, so zu handeln, dass das auch so bleibt." Weiterhin stellte Seibert deutsche Unterstützung für die griechische Bevölkerung in Aussicht.
    Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums lehnte einen Schuldenschnitt für Griechenland klar ab: Dies sei kein Thema, sagte er.
    Am morgigen Dienstag wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs treffen, um über die Lage und das weitere Vorgehen in Griechenland zu beraten. Es wird erwartet, dass die griechische Regierung neue Reformvorschläge vorlegt.
  • 7/6/15 10:19 AM
    Griechische Parteichefs zu Gast beim Präsidenten Prokopis Pavlopoulos: Sie beraten über das weitere Vorgehen. (Foto: dpa)
  • 7/6/15 10:14 AM
    Die Agentur Reuters meldet, dass Premierminister Tsipras gerade während einer Pause des Treffens der Regierung und der Opposition mit dem französischen Präsident François Hollande telefoniert hat. Um was es ging, ist unklar.
    Am Abend will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris mit dem französischen Präsidenten treffen, um über die Griechenlandkrise zu sprechen.
    Unsere Kollegen in Griechenland melden, dass die Gespräche der Parteichefs in Athen länger dauern, als geplant - es werden schon Sandwiches für die Journalisten verteilt.
  • 7/6/15 10:04 AM
    Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist zurückgetreten. Er liebt es, sich in Szene zu setzen: So fuhr er jeden Morgen mit seinem Motorrad vor dem Finanzministerium vor. (Foto: dpa)
  • 7/6/15 10:02 AM
    Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos zeigte sich - anders als die Bundesregierung - sofort bereit, über ein drittes Rettungspaket zu verhandeln. Athen habe das Recht, ein solches zu beantragen, sagte de Guindos. Griechenland solle in der Eurozone bleiben, Reformauflagen seien dabei aber "unvermeidbar". Die Regeln für den Euro seien die gleichen, wie vor zwei Tagen.
  • 7/6/15 9:55 AM
    Tuesday's #Eurogroup to start at 13:00; ministers expect new proposals from the Greek authorities. ow.ly/PdAaB #Greece
  • 7/6/15 9:44 AM
    Mehr als 61 Prozent der Griechen haben beim Referendum über die Sparforderungen der Gläubiger mit Nein gestimmt. Am Tag danach treffen sich die Akteure in Europa, um zu beraten, wie es weitergehen soll. In Athen hat Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos die Vorsitzenden aller Parteien für 9 Uhr MEZ zusammengerufen.
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und EZB-Präsident Mario Draghi werden in einer Telefonkonferenz über die nächsten Schritte beraten und der EZB-Rat wird über die Fortsetzung der ELA-Notkredite für die griechischen Notkredite beraten.
  • 7/6/15 9:38 AM
    Russland hat sich bisher mit Kommentaren zum "Greferendum" zurückgehalten, jetzt hat ein Kreml-Sprecher laut Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Moskau hoffe auf eine baldige Lösung im Schuldenstreit Griechenlands. Die Frage der Finanzhilfen sei Sache der griechischen Regierung. "Wir wollen, dass Griechenland sich schnell mit seinen Gläubigern einigt, damit das Land schnell zu ökonomischer und sozialer Stabilität zurückkehren kann", sagte der Sprecher.
    Voraussichtlich Ende der Woche soll es einen Gipfel der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) geben - wahrscheinlich steht dabei auch die Griechenlandkrise auf der Agenda, meldet der britische "Guardian".
  • 7/6/15 9:24 AM
    Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat nach dem Nein der Griechen zum Sparprogramm der internationalen Gläubiger vor neuen Zugeständnissen gewarnt: "Europa darf sich nicht erpressen lassen. Es wäre ein riesiger Fehler, jetzt neue Zugeständnisse zu machen", sagte die CSU-Politikerin. Auch zum Rücktritt von Finanzminister Varoufakis nahm sie Stellung: "Bei mir überwiegt das Entsetzen darüber, dass die griechische Bevölkerung und die gesamte EU die Folgen seines Versagens tragen müssen, während er sich einfach aus dem Staub macht."
  • 7/6/15 9:18 AM
    Starting time additional #eurogroup Tuesday 7 July at 1pm #Greece
  • 7/6/15 9:18 AM
    Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat auf Twitter bekanntgegeben, dass sich die Eurogruppe am morgigen Dienstag um 13 Uhr trifft, um über die Lage in Griechenland zu beraten.
  • 7/6/15 9:15 AM
  • 7/6/15 9:14 AM
    Der französische Notenbankchef Christian Noyer hat klar gestellt, dass die EZB die griechischen Schulden nicht umschichten darf - dies wäre verbotene Staatsfinanzierung. Der EZB-Rat will sich in einer Telefonschalte am späten Nachmittag mit der Lage in Griechenland befassen. Ob es im Anschluss eine Stellungnahme geben wird, ist noch unklar.
  • 7/6/15 9:04 AM
    Der Dax ist nach dem griechischen Nein zwar eingebrochen - das Minus fiel aber geringer aus, als befürchtet. Der Leitindex sackte in den ersten Handelsminuten um 1,6 Prozent auf 10.877 Punkte ab. Lesen Sie die ausführliche Analyse hier.
  • 7/6/15 8:57 AM
  • 7/6/15 8:51 AM
    Die Deutsche Presse-Agentur meldet, dass die EU-Spitzenvertreter in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Nein-Votum beraten haben. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach mit EU-Gipfelchef Donald Tusk, Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, heißt es unter Berufung auf EU-Kreise. Was bei den Gesprächen herausgekommen ist, ist bisher noch nicht bekannt.
  • 7/6/15 8:40 AM
    Der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, will um 12 Uhr eine Pressekonferenz geben. Damit ist er der erste hochrangige Vertreter der Brüsseler Behörde, der sich nach dem Referendum in Griechenland äußert.
  • 7/6/15 8:26 AM
    Unser griechischer SPIEGEL-ONLINE-Mitarbeiter Giorgos Christides berichtet aus Athen, dass jetzt viel an Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos hängt - nur er kann die griechischen Parteien jetzt zusammenbringen. Und er hat versprochen, alles zu tun, um Griechenland in der Eurozone zu halten. Premier Tsipras werde seinen Triumph nicht voll auskosten, vor allem um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Die Opposition reagiert laut Christides positiv auf die Kontaktaufnahme durch Tsipras und den Rücktritt von Varoufakis. Ein schlechter Kompromiss mit den Gläubigern sei besser als gar keine Einigung.
  • 7/6/15 7:54 AM
    Der finnische Finanzminister Alex Stubb - der sich in den Verhandlungen als harter Griechenland-Kritiker profiliert hat - warnt auf seiner Internetseite schon: Die Verhandlungen könnten nur wiederaufgenommen werden, wenn die griechische Regierung dazu bereit ist, Strukturreformen umzusetzen. Und er belebt ein totgeglaubtes Sprachbild der vergangenen Wochen wieder: "Der Ball ist im griechischen Feld".
  • 7/6/15 7:47 AM
    Die französische Regierung - die während der letzten Wochen stets das größte Maß an Verständnis für die Regierung in Athen gezeigt hat - signalisiert auch am Montag Bereitschaft, über eine Verminderung der griechischen Schuldenlast zu verhandeln. "Es ist jetzt an der griechischen Regierung, Vorschläge zu machen", sagte Frankreichs Finanzminister Michel Sapin dem französischen Sender Europe 1. Die legitime und demokratische Abstimmung müsse respektiert werden, "aber es ist schwierig, den Sinn zu verstehen".
  • 7/6/15 7:43 AM
    Noch am Vormittag wird sich der EZB-Rat in einer Telefonkonferenz mit der Lage in Griechenland nach der dortigen Volksabstimmung befassen. Beobachter rechnen damit, dass die EZB die ELA-Notkredite für Griechenlands Banken aufrechterhalten wird, solange auf politischer Ebene weiter verhandelt wird.
  • 7/6/15 7:39 AM
    Europas Börsen reagieren gelassen auf das griechische Nein: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholt sich schon wieder leicht von seinen anfänglichen Verlusten: Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn lag er 1,3 Prozent im Minus. In Paris ging es für den CAC-40-Index um 1,1 Prozent runter. Der FTSE 100 an der Londoner Börse lag weniger als ein halbes Prozent im Minus.
  • 7/6/15 7:20 AM
    Die Linke hat dagegen umgehend neue Verhandlungen mit der Regierung in Athen gefordert. "Jetzt muss in den nächsten 48 Stunden ein Verhandlungsergebnis her", sagte Parteichef Bernd Riexinger der "Stuttgarter Zeitung". Fraktionschef Gregor Gysi forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Handeln auf. "Frau Merkel muss unverzüglich die Gespräche mit Griechenland wieder aufnehmen und eine Lösung finden", sagte Gysi der Zeitschrift "Super Illu".
    Riexinger forderte Gespräche über einen Schuldenerlass für Griechenland. Die Regierung in Athen müsse auch die Aussicht auf eine Schuldenregelung bekommen. "Die Deutschen müssen viel mehr zahlen, wenn es jetzt zum Grexit und zur Staatspleite kommt", sagte Riexinger. "Das wäre die teuerste Lösung sowohl für die Griechen als auch für die Steuerzahler hierzulande."
  • 7/6/15 7:12 AM
    Der Deutsche Aktienindex Dax hat nach dem Referendums-Wochenende gut zwei Prozent im Minus eröffnet, allerdings zeigte die Kurve am frühen Vormittag nach oben. Um 9.10 stand der Dax noch gut 1,5 Prozent niedriger als am Freitag.
  • 7/6/15 7:07 AM
    Die deutsche Industrie kritisiert das Ergebnis der Volksabstimmung sogar als "Schlag ins Gesicht aller Europäer", wie der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte. "Das griechische Volk hat sich selbst in eine äußerst schwierige Lage manövriert, die Regierung in Athen trägt die Verantwortung dafür." Die Situation für Griechenland sei damit nun "noch dramatischer geworden".
  • 7/6/15 7:05 AM
    Von deutschen Konservativen kommen vor dem Euro-Gruppen-Treffen und dem Eurozonen-Gipfel in Brüssel am Dienstag warnende und ablehnende Äußerungen: Der Obmann der Unionsfraktion im Bundestags-Finanzausschuss, Hans Michelbach (CSU), hat sich gegen weitere Hilfen für Griechenland ausgesprochen. "Griechenland kann nicht um jeden Preis in der Eurozone gehalten werden", sagte Michelbach, "wir sollten alles tun, um jetzt keine faulen Kompromisse einzugehen." Unterstützung bekam der CSU-Politiker von seinem Parteikollegen, dem Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber: "Die ausgestreckte Hand der Europäer war da", sagte Weber im ZDF-Morgenmagazin. "Deswegen wird es verdammt schwer werden, in den nächsten Tagen zum Kompromiss zu kommen." .
  • 7/6/15 6:58 AM
    Die griechische Regierung wird nach ihrem Treffen mit den Vorsitzenden aller im Parlament vertretenen politischen Parteien bekanntgeben, wer neuer Finanzminister wird. Als besonders aussichtsreich gelten Gianis Dragasakis, derzeit Stellvertreter von Ministerpräsident Alexis Tsipras und mit der Aufsicht über Wirtschaft und Finanzen betraut und Euklidis Tsakalotos, stellvertretender Außenminister und vor allem Chef-Unterhändler bei den Verhandlungen mit den Gläubigern. Auch Giorgios Stathakis wird als möglicher Nachfolger gehandelt. Der Syriza-Ökonom versteht sich besonders gut mit der griechischem Opposition - ein Konsens wäre mit ihm vielleicht einfacher zu finden.
  • 7/6/15 6:40 AM
    Das Nein der Griechen hat den Eurokurs zunächst absacken lassen. Die zwischenzeitlich deutlichen Verluste wurden aber noch am frühen Montagmorgen schnell und fast vollständig wettgemacht – parallel zur Rücktrittsankündigung des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1055 US-Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel bis auf 1,0970 Dollar abgerutscht war. Am Freitagmittag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,1096 Dollar festgesetzt. „Der Devisenmarkt gewöhnt sich an Griechenland-Schocks“, hieß es lakonisch von einem Währungsexperten der Commerzbank.
  • 7/6/15 6:31 AM
    Die Grünen in Deutschland rufen die Regierungen in Athen und anderen europäischen Hauptstädten zu Zugeständnissen auf. Mit dem Referendum im Rücken müsse der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras nun zunächst mal einen Vorschlag machen, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Zugleich müsse das Land stabilisiert werden, damit der Staat nicht zahlungsunfähig werde. Gegebenenfalls brauche es humanitäre Hilfe und längerfristig wohl auch eine Umschuldung, "damit erst einmal ein paar Jahre wieder Ruhe ist, und die Griechen wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen".
  • 7/6/15 6:16 AM
    Yanis Varoufakis hat umgehend den Status in seinem Twitter-Profil aktualisiert: Jetzt ist er nur noch "Wirtschaftsprofessor, der jahrelang friedlich obskure akademische Texte schrieb, bis er in die Öffentlichkeit geworfen wurde, durch Europas dummen Umgang mit einer unvermeidlichen Krise".
  • 7/6/15 6:03 AM
    Der Eurokurs gab in den ersten Handelsstunden der Woche nur leicht nach. Auch an den europäischen Aktienmärkten dürfte es nach unten gehen, allerdings wird kein Kurseinbruch erwartet - der Dax wird zur Börsenöffnung knapp 3 Prozent niedriger erwartet.
  • 7/6/15 6:01 AM
    Die Finanzmärkte zeigen sich am Montagmorgen nach dem Referendums-Nein nervös: Die Stimmung am Ölmarkt sei spürbar belastet, heißt es bei Händlern. Es herrsche die Sorge vor, dass das Wirtschaftswachstum Europas und damit auch die künftige Ölnachfrage belastet werden könnte. Aus Ungewissheit über den Fortgang der Griechenlandkrise zögen sich Investoren zudem aus riskanteren Anlageklassen wie Rohstoffen zurück.
  • 7/6/15 5:58 AM
    Die ersten Vermutungen lauten bereits: Varoufakis ist das Bauernopfer, das Tsipras den Gläubigern bringt - damit doch noch eine schnelle Einigung über ein neues Hilfsprogramm erzielt werden kann.
  • 7/6/15 5:56 AM
    Auch in seinem Rücktritts-Post geht es nicht ohne Pathos: "Ich werde die Verachtung der Gläubiger mit Stolz tragen", schreibt Varoufakis.
  • 7/6/15 5:47 AM
  • 7/6/15 5:41 AM
    Per Twitter teilte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis seinen Rücktritt mit. "Minister No More!" schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst. In seinem Blog erklärt er warum: Als sich das Nein bei dem Referendum abzeichnete, hätten Mitglieder der Euro-Gruppe klargemacht, dass sie sich wünschten, dass er, Varoufakis, nicht mehr am Verhandlungstisch sitze. Ohne ihn werde es für den Premierminister einfacher, eine Einigung zu erzielen. Deshalb verlasse er noch heute sein Amt, werde aber die Regierung und seinen Nachfolger unterstützen.
  • 7/6/15 5:27 AM
    Viele Kommentatoren in griechischen Medien sehen die Regierung durch das Ergebnis der Volksabstimmung gestärkt: Premierminister Tsipras gilt jetzt quasi als Alleinherrscher im Land. Das Ja-Lager, zu dem viele Medien, vor allem aber frühere Regierungschefs und fast die gesamte Opposition gehört, hat die Griechen nicht überzeugen können.
  • 7/6/15 5:21 AM
    "61 Prozent gegen Sparpolitik" schreibt die Zeitung "Avgi", die als Sprachrohr der Regierungspartei Syriza gilt. "Eine überwältigende Antwort des Volkes auf Erpressung und Panikmache".
  • 7/6/15 5:18 AM
    Die meistverkaufte Tageszeitung "Ta Nea" titelt: "Reformen oder Grexit - Das ist das Dilemma auf dem Gipfel der Agonie". Die Regierung sitze in der Klemme, heißt es auf der Titelseite: "Die Regierung steht vor der Wahl zwischen einem Reformprogramm oder einem Austritt aus dem Euro. Der Euro-Gipfel am Dienstag wird darüber entscheiden.
  • 7/6/15 5:14 AM
    Die konservative Tageszeitung "Kathimerini", die für ein Ja geworben hatten, fragt am Montagmorgen auf ihrer Titelseite: "Einigung oder Grexit?". Im Leitartikel heißt es: "Es ist klar, dass der Premierminister jetzt allmächtig ist. Er kann seinen Sieg auf zwei Arten nutzen: Eine schnelle Einigung mit den Gläubigern erzielen und das Land zur Stabilität führen - das wird nicht einfach, weil die Brücken zu Europa eingerissen sind. Oder er setzt seinen Konfrontationskurs fort, der sehr schnell zur Wiedereinführung der Drachme führt.
  • 7/6/15 5:09 AM
    Die Zeitung "EtS" zeigt auf ihrer Titelseite einen erschrockenen Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und das Ergebnis der Volksabstimmung: 61,3 Prozent Nein, 38,7 Prozent Ja.
  • 7/6/15 5:07 AM
    Die griechischen Medien feiern den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und seine Partei Syriza für das Referendums-Ergebnis. Die Regierung hatte für ein Nein geworben.
  • 7/6/15 4:55 AM
    Die griechischen Banken sind seit Tagen geschlossen, für Abhebungen an Geldautomaten gilt ein Limit von 60 Euro und die Geldinstitute erwägen, es auf 20 Euro herabzusetzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nun entscheiden, ob sie weiterhin sogenannte Ela-Kredite auf dem aktuellen Niveau von rund 89 Milliarden Euro gewähren wird. Der EZB-Rat wird darüber in einer Telefonkonferenz entscheiden.
  • 7/6/15 4:46 AM
    Die asiatischen Börsen reagierten verhalten auf die Nachrichten aus Athen: Der japanische Leitindex Nikkei fiel um 1,6 Prozent, ebenso wie der koreanische Kospi. In Shanghai legten die Börsen dagegen zu - dort waren die Kurse in der vergangenen Woche allerdings auch deutlich eingebrochen.
  • 7/6/15 4:43 AM
    Die Reaktionen zeigten tiefe Enttäuschung - und Härte. Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte, dass Ergebnis sei "äußerst bedauerlich für Griechenlands Zukunft", jetzt werde die Eurozone auf Initiativen der griechischen Regierung warten.
  • 7/6/15 4:40 AM
    Hier ein kurzer Überblick über die Geschehnisse der Nacht: Die Griechen haben unerwartet deutlich gegen weitere Sparauflagen der Gläubiger votiert und ihrer Regierung den Rücken gestärkt: 61 Prozent haben mit Nein gestimmt. Bis in die Nacht haben sie in Athen gefeiert, hier der Bericht unserer Reporter aus der Stadt.
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