Kreditrate Griechenland bekommt neue Milliardenhilfen

Griechenland ist wieder flüssig. Das Krisenland bekommt eine neue Kreditrate der internationalen Geldgeber in Höhe von 6,3 Milliarden Euro ausgezahlt. Zwei weitere Tranchen sollen folgen - unter strengen Auflagen.
Parlamentsgebäude in Athen: "Wir haben sehr hart gearbeitet"

Parlamentsgebäude in Athen: "Wir haben sehr hart gearbeitet"

Foto: YORGOS KARAHALIS/ REUTERS

Athen - Die Euro-Finanzminister geben neue Rettungshilfen von insgesamt mehr als 8,3 Milliarden Euro an Griechenland frei. Das Geld solle in drei Raten ausgezahlt werden, sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Dienstag nach Beratungen in Athen. 6,3 Milliarden Euro sollen bereits Ende des Monats fließen, die restlichen zwei Milliarden Euro in zwei Raten unter bestimmten Bedingungen bis Ende Juli.

Die Hilfsmilliarden waren aufgrund schleppender Reformanstrengungen der Regierung in Athen seit Monaten blockiert. Die internationale Geldgebertroika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterbrach ihre Prüfmission zwischenzeitlich, die Ungeduld der Euro-Gruppe nahm vernehmbar zu. "Wir haben sehr hart gearbeitet, um diese letzte Überprüfung abzuschließen", sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn in Athen.

Es ist das erste Mal seit Griechenland im Jahr 2010 zur Abwendung eines Staatsbankrotts ein internationales Hilfspaket beantragen musste, dass die europäischen Finanzminister in dem Land tagen. Die Regierung in Athen hat in diesem Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft inne und richtet einige der Treffen in Griechenland aus.

Im Anschluss an das Treffen der Euro-Gruppe kommen die Finanzminister aller 28 EU-Staaten zusammen. Hauptthema ihrer Beratungen ist eine Diskussion um den Aufbau der europäischen Bankenunion am Mittwoch.

yes/AFP/dpa
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