Griechenland, Italien und Co. Europas Sorgenstaaten kämpfen gegen den Krisensog

Die Euro-Krise schwelt, ein Ende ist nicht in Sicht. Nach Griechenland, Irland und Portugal gerät nun Italien an den Finanzmärkten unter Druck. Auch Spanien hat Probleme. Dabei kämpfen Europas Sorgenkinder mit Hochdruck gegen den Absturz - und erzielen erste Erfolge.

Von Carlo Angerer, und


Proteste in Spanien: Investoren knöpfen sich die PIIGS-Gruppe vor
REUTERS

Proteste in Spanien: Investoren knöpfen sich die PIIGS-Gruppe vor

Hamburg - Die Euro-Zone bangt um ihre schwächsten Mitglieder - trotz zahlreicher Finanzspritzen und Rettungspakete. Die Zukunft der gemeinsamen Währung steht auf dem Spiel. Irland und Portugal werden bereits mit Milliarden gestützt, für Griechenland ist sogar der zweite Rettungsschirm in Vorbereitung. Und gerade als sich Europas Politiker in die Sommerpause verabschieden wollten, gerät mit dem hochverschuldeten Italien nun das nächste Land unter Druck der Finanzmärkte.

Es sieht fast so aus, als würden Spekulanten langsam jene Liste europäischer Staaten abarbeiten, die unter der unrühmlichen Abkürzung PIIGS bekannt wurden und zu denen auch Spanien gezählt wird. Sicher ist: Solange nur kurzfristige Lösungen für die Euro-Krise gefunden werden, stehen alle fünf Länder unter verschärfter Beobachtung.

Doch der Eindruck einer einzigen, großen Schuldenkrise in Europa täuscht. Zum einen unterscheiden sich die Probleme der PIIGS-Länder sehr voneinander, ihre Lage ist deshalb auch unterschiedlich bedrohlich. Zum anderen kämpfen die Staaten schon länger gegen den Absturz und haben dabei zum Teil erhebliche Erfolge vorzuweisen.

Wie kam es zu den Problemen in Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien? Wie gehen die Länder dagegen vor - und mit welchem Ergebnis? Eine Übersicht zeigt den Krisenkampf von Europas Sorgenstaaten.

Krisenländer im Vergleich


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DasReptil 13.07.2011
1. ......
Zitat von sysopDie Euro-Krise schwelt, ein Ende ist nicht Sicht. Nach Griechenland, Irland und Portugal gerät nun Italien an den Finanzmärkten unter Druck. Auch Spanien wankt. Dabei kämpfen Europas Sorgenkinder mit Hochdruck gegen den Absturz - und erzielen erste Erfolge. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773982,00.html
Welche Erfolge sind gemeint? 32 % weniger Steuereinnahmen in Spanien? http://derstandard.at/1308186529591/Haushalt-Steuereinnahmen-in-Spanien-brechen-ein
Wolf_68, 13.07.2011
2. Schwachsinn.
Zitat von sysopDie Euro-Krise schwelt, ein Ende ist nicht Sicht. Nach Griechenland, Irland und Portugal gerät nun Italien an den Finanzmärkten unter Druck. Auch Spanien wankt. Dabei kämpfen Europas Sorgenkinder mit Hochdruck gegen den Absturz - und erzielen erste Erfolge. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773982,00.html
Was für Erfolge sollen das genau sein?
farview 13.07.2011
3. Euro
Ich bin gegen den Euro. Dieses schleichende Elend, diese Flickschusterei, dieser Wandel hin zur dauerhaften Transferunion, die unseren Lebensstandard schrumpfen lassen muss, das alles geht mir gehörig auf die Nerven. Ich hoffe sogar, dass der Euro scheitert und Deutschland sich mit ökonomisch und sozial vergleichbaren Ländern wie Österreich, Niederlande, Luxemburg und Teilen der skandinavischen Ländern zu der schon von Hans Olaf Henkel vorgeschlagenen NordEuro-Union zusammen schließt. Ich muss die DM gar nicht wiederhaben, aber ich habe dieses Elend und diese dauernden Geldtransfers einfach satt und hoffe, dass dieses System in der jetzigen Form den Bach runter geht. Klingt hart, ist aber besser für alle Beteiligten, vor Allem für die auf Weichwährungen angewiesenen PIIGS.
marc8 13.07.2011
4. Fehlkonstruktion
Solange sich an dieser Fehlkonstruktion ("Totgeburt") von Euro nichts ändert, wird es nicht mehr lange dauern, bis der Währungsraum zusammenbricht. Es werden völlig falsche Anreize gesetzt: Jeder darf bis zum bitteren Ende Schulden machen und im schlimmsten Fall erält man von anderen Ländern Geld. Da fällt es natürlich schwer zu wiederstehen. Können dann Schulden nicht zurückbezahlt werden, geht das ganze wieder von vorne los. Prima! Man braucht Instrumente, angefangen bei der Ausweisung von Defizitländern (wozu auch wir gehören),bis hin zur Haushaltskontrolle ansonsten hat das Ganze keinen Wert.
Europa! 13.07.2011
5. "Krisensog" - das ist neu
Also nach der "Ansteckungsgefahr" durch die "schwelende Schuldenkrise" kommt jetzt der "Krisensog". Wir werden also mit hohem Fieber und angesengten Klamotten im tiefen Meer untergehen. Wer's glaubt ... Panikhennen vereinigt euch!
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