+++Newsticker zur Griechenlandkrise+++ Viele Ökonomen rechnen mit griechischem Euro-Aus

Stunde der Pessimisten: Laut einer Umfrage erwartet eine Mehrheit der Ökonomen einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Entwicklungen im Newsticker.
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    Ökonomen werden pessimistischer: In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 57 Ökonomen erklären rund 55 Prozent, dass sie mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone rechnen. Es ist das erste Mal, dass eine Mehrheit in diesen Reuters-Umfragen von einem solchen Schritt ausgeht.
  • 7/8/15 3:08 PM
    Liebe Leser, der Newsblog schließt für heute. Die Kollegen aus dem Politik- und aus dem Wirtschaftsressort versorgen Sie weiter mit Nachrichten, Analysen und Hintergründen. Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Abend.
  • 7/8/15 2:53 PM
  • 7/8/15 2:46 PM
    Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls sagt, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wäre ein Zeichen der Machtlosigkeit. Frankreich weigere sich, das zu akzeptieren. Griechenland brauche Klarheit, wie mit seinen Schulden umgegangen wird.
  • 7/8/15 2:24 PM
    Die Bundesregierung erklärte sich erneut im Grundsatz zu humanitären Hilfsleistungen für Griechenland bereit. "Wir werden sehen, an welchen Stellen Hilfe gebraucht wird", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Wirtz. Die Bundesregierung werde die Entwicklung der humanitären Lage in Griechenland "sorgfältig beobachten". Konkrete Hilfsprogramme, etwa zur Versorgung von Griechen mit Medikamenten, seien aber bislang nicht bekannt.
    Das Auswärtige Amt wies darauf hin, dass bei humanitären Hilfen für Griechenland "Europa als Ganzes" gefordert wäre. Deutschland würde dann seinen Anteil leisten. "Derzeit steht das für uns noch nicht auf der Tagesordnung", sagte eine Sprecherin aber weiter.
  • 7/8/15 2:22 PM
    Bester BPK-Clip ever:
    Die Bundesregierung erklärt "europäische Solidarität" am Beispiel von @JungNaiv in der BPK youtube.com/watch?v=1RnXEP…
  • 7/8/15 2:15 PM
    .@schneidercar: „Stehen bereit, #Griechenland im #Euro zu halten, aber Bedingungen nun deutlich verschlechtert." spdfraktion.de/themen/tsipras… #ESM
  • 7/8/15 1:56 PM
    Die jüngsten Ereignisse im Überblick:
    - Die griechische Regierung hat einen Antrag für ein drittes Hilfspaket beim Euro-Rettungsfonds ESM gestellt. Dieses soll nach Angaben aus EU-Kreisen über drei Jahre laufen. Konkrete Vorschläge will Athen am Donnerstag unterbreiten.
    - Ob es zu einem dritten Hilfspaket kommt, soll bis zu einem Sondergipfel am Sonntag entschieden werden. Bis Donnerstagabend muss Athen zunächst eine umfangreiche Reformliste einreichen, die dann von den Geldgebern geprüft wird.
    - Ein Sprecher von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem teilte mit, der Hilfsantrag werde noch am Mittwoch durch die Arbeitsgruppe der Eurostaaten geprüft. Eine zunächst geplante Telefonkonferenz der Eurofinanzminister werde es nicht geben.
  • 7/8/15 1:51 PM
  • 7/8/15 1:50 PM
    Diese Weltkarte der Kollegen aus dem Wirtschaftsressort gibt eine Übersicht, welche Staaten seit 1800 pleitegegangen sind.
  • 7/8/15 1:22 PM
    US-Finanzminister Jack Lew fordert Griechenland und Europa zu einer Lösung im Schuldenstreit auf. Eine Einigung wäre wichtig für die wirtschaftliche und politische Stabilität in Europa, sagte Lew. Die griechische Schuldenlast sei nicht tragbar.
  • 7/8/15 1:22 PM
    Laut dem Verband der griechischen Pharmagroßhändler gibt es bisher noch keine nennenswerten Engpässe in der Versorgung mit Medikamenten. Das bestätigte auch der Präsident des Apothekerverbandes, Kostas Lourantos, der Zeitung "Kathimerini".
    Noch sei die Lage normal, sagte einer der größten griechischen Pharmagroßhändler der dpa. Dies könne sich aber "schnell ändern". Zu Engpässen könnte es demnach kommen, wenn der zuständige Kontrollausschuss des Finanzministeriums kein grünes Licht für Medikamentenimporte gebe.
  • 7/8/15 12:55 PM
    Touristen in Athen: Last-Minute-Buchungen sind eingebrochen. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 12:52 PM
    Die Zahl der Last-Minute-Buchungen von Reisen nach Griechenland ist dramatisch eingebrochen. Sie sei seit der Ankündigung des inzwischen abgehaltenen Referendums vor anderthalb Wochen um 30 Prozent zurückgegangen, sagte der Chef des griechischen Tourismusverbands, Alexander Lamnidis, der Nachrichtenagentur AFP. Für gewöhnlich handelt es sich bei etwa jeder fünften Urlaubsreise nach Griechenland um eine Last-Minute-Reise.
    Die Tourismusbranche ist für die griechische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Im vergangenen Jahr machten laut griechischem Tourismusverband 24 Millionen Menschen Urlaub in Griechenland und gaben dafür 13,5 Milliarden Euro aus. Die Branche hofft für dieses Jahr auf 25 Millionen Reisende.
  • 7/8/15 12:44 PM
    Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat Deutschland angesichts der "dramatischen" Lage von Flüchtlingen in Griechenland zum Handeln aufgefordert. "Wir sehen hungernde Flüchtlinge", berichtete Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt der Nachrichtenagentur AFP von der griechischen Insel Kos.
    Die vor allem aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammenden Flüchtlinge würden von den Behörden weder mit Wasser noch mit Nahrung versorgt, weil der griechische Staat kein Geld mehr habe. "Ähnliches hören wir von der Insel Lesbos."
  • 7/8/15 12:41 PM
    Shops in Athen: Händler verkaufen T-Shirts mit dem Aufdruck: "Eat more feta to reduce Greek debt". (Foto: AP)
  • 7/8/15 12:39 PM
    Markt in Athen: Die Auszahlung an den Geldautomaten bleibt auf 60 Euro begrenzt, die Banken bleiben auch am Donnerstag geschlossen. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 12:32 PM
    Das war's dann wohl vorerst mit der Hoffnung auf russische Hilfe: Der Chef der russischen VTB-Bank Andrey Kostin hat sich gegen die Unterstützung des überschuldeten Griechenlands ausgesprochen. "Das ist das Problem von Europa", sagte der Chef des zweitgrößten russischen Geldinstituts der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Russland sei nicht in der Position, in die Krise einzugreifen.
  • 7/8/15 11:47 AM
    Die Bundesregierung fordert eine Lösung des Schuldenstreits bis Sonntag. Der Antrag müsse eine "genaue Darstellung dessen, was Griechenland an Reformvorhaben auf den Weg bringen wird" enthalten, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. "Dieser Antrag muss umfassend sein. Es wird nicht langen, einen Brief zu schreiben und dort mitzuteilen, dass Griechenland ein ESM-Programm wünscht."
    Andernfalls müsse man über andere Möglichkeiten nachdenken. Die Bundesregierung sei auf alle denkbaren Entwicklungen vorbereitet, fügte der Sprecher mit Blick auf einen Grexit hinzu.
  • 7/8/15 11:44 AM
    Aus dem Hilfsantrag der griechischen Regierung geht hervor, dass Griechenland bereit ist, im Gegenzug für weitere Hilfen womöglich bereits in der kommenden Woche Maßnahmen für eine Renten- und Steuerreform durchzuführen.
  • 7/8/15 11:35 AM
  • 7/8/15 11:30 AM
    #Tsipras - In den letzten 5 Monaten haben wir mehr verhandelt als regiert.
    Es ist unsere gemeinsame Pflicht, #Griechenland zu verändern
  • 7/8/15 11:23 AM
    Tsipras: "Es geht um die Zukunft der Eurozone." (Foto: dpa)
  • 7/8/15 11:20 AM
    Tsipras für Abschaffung von sehr frühem Ruhestand: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras spricht sich im EU-Parlament dafür aus, die Möglichkeit abzuschaffen, sehr früh in den Ruhestand zu gehen. Für Donnerstag kündigte er "sehr konkrete" Vorschläge zur Lösung der Krise an.
  • 7/8/15 11:19 AM
    #Tsipras: Es geht nicht um die Zukunft von #Griechenland, sondern um die Zukunft der #Eurozone. #Greece twitter.com/Mich_ka/status…
  • 7/8/15 11:18 AM
    Da gibt es einmal ein überragendes Interesse an Debatten des EU-Parlaments und die Server sind prompt überlastet. Seit Stunden kein Livestream aus Straßburg. Schon bitter.
  • 7/8/15 10:58 AM
    Bundestagssondersitzung schon Freitag nötig? Unterschiedliche Einschätzungen in Berlin. Nächste Woche? Spätestens. (Falls Tsipras liefert)
  • 7/8/15 10:51 AM
    Geldautomat in Athen: Auch in dieser Woche bleiben die Banken in Griechenland geschlossen und die Auszahlungen begrenzt. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 10:36 AM
  • 7/8/15 10:33 AM
    Die CSU-Spitze ist uneins, wie es mit Griechenland weitergeht: Parteichef Horst Seehofer hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Ich glaube, wenn man die Gesamtverantwortung sieht, ist es immer gut, wenn man versucht, noch eine Lösung zu finden."
    Finanzminister Markus Söder rechnet dagegen mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone: "Es ist keiner ein Fan von einem Grexit, weil das ja mit erheblichen Risiken für alle verbunden ist. Aber ich glaube, am Ende wird es sehr, sehr schwer werden, eine andere Alternative zu finden."
  • 7/8/15 10:23 AM
    Ist das ein Hoffnungszeichen für Griechenland? Das EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco sagte nun, die Europäische Zentralbank sei bereit, alle verfügbaren Mittel für das überschuldete Land einzusetzen.
  • 7/8/15 10:12 AM
    Die "New York Times" wagt einen historischen Vergleich - und greift damit die Politik von Kanzlerin Angela Merkel an. Die Bundesrepublik hatte 1953 auf der Londoner Schuldenkonferenz den Erlass eines Großteils ihrer enormen Schulden durchgesetzt. Die US-Zeitung zeigt das Foto der Vertragsunterzeichnung durch den damaligen deutschen Unterhändler Hermann Josef Abs - und diskutiert die Parallelen zu den aktuellen Verhandlungen mit der griechischen Regierung, angeführt von einem wirtschaftlich erstarkten Deutschland: “Die Deutschen haben beim griechischen Schuldenerlass die Nachkriegsgeschichte vergessen”, schreibt Kolumnist Eduardo Porter. Auch andere US-Medien schießen sich auf Merkel ein: Das Finanzblog "Zero Hedge" kritisiert Merkels Kompromisslosigkeit, die "Washington Post" bezeichnet ihren Finanzminister Wolfgang Schäuble als "Hardliner".
  • 7/8/15 9:13 AM
    "Wir wollen keine Konfrontation mit Europa": Eine Zusammenfassung der Tsipras-Rede in Straßburg finden Sie nun hier. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 9:09 AM
    Falls Sie dem Geschehen in Straßburg im Livestream folgen wollen: Die Server dort sind derzeit offenbar überlastet. Einen Audio-Stream aus dem EU-Parlament finden Sie hier.
  • 7/8/15 8:50 AM
    Im EU-Parlament sprechen nun die Vertreter der einzelnen Fraktionen, die Debatte ist mitunter hitzig. Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei EVP, Manfred Weber, sagte in Richtung Tsipras: "Sie stehen nicht für Hoffnung!"
  • 7/8/15 8:49 AM
    Previous governments created clientelistic state, furthered corruption & strengthened ties to economic elite. #Greece #EPlenary #Eurosummit
  • 7/8/15 8:45 AM
    Tsipras hat sich dennoch äußerst optimistisch gegeben: "Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden zwei oder drei Tagen in der Lage sein werden, den Verpflichtungen im besten Interesse Griechenlands und auch der Eurozone nachzukommen." Er sagte aber auch: "Arbeitnehmer und Rentner können keine zusätzlichen Lasten akzeptieren."
  • 7/8/15 8:41 AM
    Das ist überraschend deutlich: Tsipras räumt in Straßburg ein, nicht Ausländer, sondern griechische Regierungen hätten über Jahre hinweg die Probleme seiner überschuldeten Heimat geschaffen. Nun wolle er gegen Oligarchen und Interessenskartelle vorgehen. Die griechische Steuereintreibung sei zusammengebrochen. Und: "Wir haben heute eine Mitteilung an den ESM vorgelegt" - die Regierung hat also einen neuen Antrag auf Rettungsmilliarden vom Eurorettungsschirm eingereicht.
  • 7/8/15 8:39 AM
    In Straßburg hat sich nun auch Alexis Tsipras vor dem EU-Parlament geäußert - und in seiner Rede Reformvorschläge für die nächsten Tage angekündigt. Der Premier wurde im Paparlament mit stürmischem Beifall seiner Anhänger, aber auch mit Protesten empfangen. Einige Parlamentarier hielten Schilder mit dem Aufschrift "No" in die Höhe. "Wir befinden uns an einem Scheideweg für Europa", sagte Tsipras. "Ich kann Ihnen versichern, dass sich das griechische Volk bemüht hat, sich den Anforderungen anzupassen, aber jetzt sind wir am Ende der Belastbarkeit angelangt." Nirgendwo seien die Sparprogramme so lang und streng gewesen wie in Griechenland: "Ich denke es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass mein Heimatland zum Versuchslabor für die Sparpolitik in letzten fünfeinhalb Jahren geworden ist", so Tsipras. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 8:35 AM
    Wäre ein Grexit für die restliche Wirtschaft in der Europäischen Union verkraftbar? EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht nur sehr geringe Auswirkungen der Diskussion um Griechenland auf die Finanzstabilität im übrigen Europa.
  • 7/8/15 8:29 AM
    Eindringliche Warnung aus Frankreich: Die griechische Wirtschaft steht nach Einschätzung des französischen Notenbankchefs Christian Noyer "am Rande einer Katastrophe". Falls es bis Sonntag keine Einigung im Schuldenstreit gebe, könnte die Ökonomie des Landes kollabieren, sagte das EZB-Ratsmitglied dem französischen Radiosender Europe 1. Noyer warnte die griechische Regierung, dass die Europäische Zentralbank die Nothilfen für die griechischen Banken unverzüglich beenden müsse, falls es keine Perspektive für einen Deal gebe: "Unsere Regeln zwingen uns dazu, an dem Punkt sofort aufzuhören, wenn es keine Aussicht auf eine politische Einigung für ein Programm gibt oder wenn das griechische Bankensystem bröckelt - was passieren würde, wenn es zu einem allgemeinen Zahlungsausfall auf alle Schulden kommt." Die jüngste Verzögerung im Verhandlungsprozess müsse die letzte sein, verlangte Noyer.
  • 7/8/15 8:15 AM
    Im EU-Parlament läuft nun die Debatte über die Griechenlandkrise, an der auch der griechische Premier Tsipras teilnimmt. EU-Ratspräsident Donald Tusk warnt vor einer Pleite Griechenlands, falls es zu keiner Einigung mit Gläubigern komme. Um dieses Szenario zu verhindern, müssten sich die EU-Staaten rasch einigen, sagte Tusk in Straßburg: "Ich rufe alle Verantwortlichen auf, einen Konsens zu finden."
  • 7/8/15 8:12 AM
    Dieses Foto wurde zum Sinnbild der Krise: Ein weinender Rentner vor einer Bank in Thessaloniki. Jetzt findet die Geschichte offenbar ein Happy End. Als James Koufos, ein in Australien geborener Geschäftsmann griechischer Abstammung, das Foto des 77-jährigen Giorgos Chatzifotiadis sah, beschloss er zu helfen. Der alte Mann habe wie "ein Freund meines Vaters" ausgesehen, sagte Koufos. Der 41-Jährige kontaktierte daraufhin seine Mutter in Griechenland, die ihm bestätigt habe, dass es sich bei Chatzifotiadis um einen alten Freund seines verstorbenen Vaters handele. Daraufhin habe er seine Mutter gebeten, dem Mann etwas Bargeld "Soforthilfe" zu geben und startete auf Facebook einen Hilfsappell. Am Samstag will der Australier nach Athen fliegen, um Chatzifotiadis in Thessaloniki zu treffen - und ihm einen "ordentlichen Geldbetrag" zu geben. (Foto: AFP)
  • 7/8/15 7:51 AM
    Offenbar bahnt sich im Laufe des Tages eine wichtige Entscheidung in Frankfurt an: Die Europäische Zentralbank wird Insidern zufolge noch am Mittwoch über weitere Nothilfen für griechische Banken beraten, meldet die Agentur Reuters. Den Instituten droht das Bargeld auszugehen.
  • 7/8/15 7:48 AM
  • 7/8/15 7:42 AM
    Die Situation in Griechenland spitzt sich weiter zu: Flugtickets können nur noch gegen Barzahlung oder Zahlung mit einer nicht in Griechenland ausgegebenen Kreditkarte gekauft werden. Mehr als 35 Fluggesellschaften haben die griechischen Reiseagenturen benachrichtigt, dass sie deren Buchungen nicht mehr akzeptieren, meldet unser Mitarbeiter Giorgos Christides aus Athen. Die Kunden müssen stattdessen direkt am Flughafenschalter zahlen. Das bestätigte die griechische Reiseagentur Thisseas auch der Nachrichtenagentur dpa: "Es ist leider wahr. Für uns ist es schlimm. Die Reisenden müssen in bar oder mit nicht in Griechenland ausgegebene Kreditkarten zahlen", sagte demnach eine Sprecherin.
  • 7/8/15 7:39 AM
    Das griechische Finanzministerium dementiert einen Bericht über die angeblich geplante Ausgabe von Schuldscheinen zur Bezahlung von Renten und Löhnen der Staatsbediensteten. Die griechische Tageszeitung "Kathimerini" hatte am Morgen gemeldet, der Oberste Rechnungshof des Landes wolle sich mit dieser Maßnahme darauf vorbereiten, womöglich schon am Ende des Monats die Pensionen nicht mehr auszahlen zu können.
  • 7/8/15 7:36 AM
    "Sie wollen eine bedingungslose Kapitulation": Die griechische Presse reagiert auf die Entwicklung der Schuldenkrise mitunter panisch. Hier haben wir die Einschätzungen der führenden Zeitungen des Landes zusammengestellt.
  • 7/8/15 7:34 AM
  • 7/8/15 7:34 AM
    Die deutsche Börse lässt sich von der Griechenlandkrise derzeit kaum beeindrucken: Wieder aufgekeimte Hoffnungen auf den Verbleib des Krisenlands in der Eurozone haben für einen freundlichen Start am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Handel bleibe aber sehr nervös, sagten Händler am Morgen - dafür verantwortlich ist aber vor allem der Börsenabsturz in China.
  • 7/8/15 7:28 AM
    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici betont in der britischen BBC die besondere Rolle Deutschlands und Frankreichs in der Griechenlandkrise. Es sei sehr wichtig, dass die beiden Länder gemeinsam vorgingen. Sie müssten den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras davon überzeugen, dass seine Regierung nun liefern müsse. (Foto: AFP)
  • 7/8/15 7:20 AM
    Die Kapitalverkehrskontrollen führen in Griechenland zunehmend zum Zusammenbruch der nationalen Logistik, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die Transportunternehmen können demnach ihre Lastwagen nicht betanken, weil die Besitzer täglich nur 60 Euro von ihren Konten abheben können. Hunderte griechische Lastwagenfahrer im In- und Ausland hätten keine Möglichkeit, die Treibstoffe zu bezahlen. "Ein Lastwagenfahrer braucht 4000 Euro, um aus Deutschland nach Griechenland zu kommen", sagte Petros Skoulikidis, Präsident der Transportunternehmen Griechenlands (PSXEM) im griechischen Fernsehen. Die griechischen Kreditkarten werden im Ausland nicht mehr akzeptiert, und auch im Inland gebe es große Probleme: Lieferungen auf die Inseln sind nur gegen Barzahlung möglich. Dort könne es bald zu Versorgungsengpässen kommen, sagten übereinstimmend Bürgermeister im griechischen Fernsehen.
  • 7/8/15 7:15 AM
    Die pessimistischen Einschätzungen für das unter der Schuldenlast ächzende Griechenland mehren sich. So sagt etwa der Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier: "Selbst wenn der Grexit letztlich vermieden werden kann, sehen wir für Griechenland dennoch den Rückfall in eine schwere Rezession." Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich um zwei Prozent zurückgehen. "Die politischen und finanziellen Turbulenzen werden auf die Ausgabebereitschaft von Unternehmen und privaten Haushalten voll durchschlagen", sagte Bielmeier. "Hinzu kommt, dass der griechische Staat faktisch insolvent ist, sodass auch der Staatsverbrauch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage bremsen wird." Die Arbeitslosenquote, mit rund 26 Prozent ohnehin die höchste in der EU, werde weiter steigen. Komme es zum Grexit, "könnte der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr bei über drei Prozent und im kommenden Jahr bei über acht Prozent liegen", so Bielmeier.
  • 7/8/15 7:05 AM
    Ca. 9.40 Uhr wird #EPlenum über #Griechenland & aktuelle Situation der #Eurozone diskutieren. Mit @atsipras, @JunckerEU + @eucopresident.
  • 7/8/15 7:05 AM
    Die Griechenlandkrise bringt so einige Kalender von Spitzenpolitikern im politischen Berlin durcheinander: Ein für heute geplantes Gespräch zwischen dem SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider und Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem ist geplatzt. "Aufgrund aktueller Entwicklungen bezüglich Griechenland" entfalle ein geplantes Pressegespräch der beiden Politiker, hieß es aus der SPD-Pressestelle. Die simple Erklärung: Dijsselbloem musste nach dem gestrigen Krisengipfel in Brüssel bleiben.
  • 7/8/15 6:59 AM
    Der Finanzexperte der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Sven Giegold, setzt sich für den griechischen Wunsch nach einer Umschuldung ein: Dieses Thema werde unter anderem von der Bundeskanzlerin zu Unrecht als Thema „für die lange Frist“ abgetan, sagte er im SWR. Tatsache sei, dass ohne Umschuldung schon heute keine Investitionen in Griechenland zu erwarten seien. Potenzielle Investoren würden abgeschreckt, wenn sie befürchten müssten, „dass das ganze Theater in Kürze wieder losgeht“.
  • 7/8/15 6:52 AM
    Luxemburger MP Bettel will Reformliste von #Griechenland bis morgen und keinen Grexit
  • 7/8/15 6:49 AM
    Das Bargeld wird knapp, doch die Griechen wissen sich zu helfen: Viele decken sich derzeit mit Luxusgütern ein, berichtet unser Mitarbeiter Giorgos Christides aus Athen. Der Kauf wertvoller Waren sei die letzte Chance, ihr Bargeld sinnvoll einzusetzen, sagen demnach viele. Vor allem Luxusgüter, Autos und Elektrogeräte seien derzeit äußerst gefragt, während die Nachfrage nach andere Waren stark zurückgehe. Christides hält es übrigens selbst nicht anders, wie er schreibt: "Ich kaufe mir heute Morgen einen neuen Laptop."
  • 7/8/15 6:38 AM
    Der Vizepräsident der EU-Kommission hat Griechenland aufgefordert, schnell neue Reformvorschläge vorzulegen. "Wir müssen jetzt wirklich bald eine Lösung finden und von Griechenland ein umfassendes und glaubwürdiges Reformprogramm bekommen", sagte Valdis Dombrovskis im ZDF-"Morgenmagazin". Bis Ende der Woche sei Zeit, um über ein drittes Hilfsprogramm zu entscheiden. Dafür seien aber zunächst die Reformvorschläge der griechischen Regierung notwendig. Es gehe jetzt nicht um die Frage, welchen Maßnahmen Athen im Einzelnen zustimme, sondern um ein "umfassendes Programm, wie finanzielle Stabilität und Wirtschaftswachstum in Griechenland gesichert werden" könnten, so der EU-Kommissionsvize.
  • 7/8/15 6:20 AM
  • 7/8/15 6:19 AM
    Die deutschsprachige Presse ist sich weitgehend darin einig, dass die Griechenlandkrise auf ihren vorläufigen Höhepunkt zusteuert, Die "Neue Zürcher Zeitung" etwa kommentiert: "Das Handeln der griechischen Regierung war bisher mit ökonomischer Logik nur schwer zu erfassen. Es ist deshalb auch durchaus damit zu rechnen, dass Tsipras sein Land in einen ungeordneten, chaotischen und damit noch schmerzhafteren Grexit schlittern lässt, der sich über längere Zeit hinzieht. Sicher ist jetzt nur, dass Griechenland und die EU an einer wichtigen Wegscheide angekommen sind."
  • 7/8/15 6:12 AM
    Heute in Griechenland: Tusk & Juncker sprechen in Anwesenheit v. Tsipras im EU-Parlament. Athen will neue ESM-Hilfen beantragen. (kry)
  • 7/8/15 6:06 AM
    "Ich denke nicht, dass wir uns jetzt noch einmal Feilschen und Streiten aufhalten können": Der finnische Finanzminister Alexander Stubb mahnt in der Schuldenkrise zur Eile. "Wir sind am Ende eines Weges angelangt, in dem Sinne, dass wir eine Einigung brauchen, und zwar wirklich schnell", sagte er der "Deutschen Welle" - und gab sich trotzdem optimistisch: "Wir werfen Griechenland nicht raus. Wir wollen keinen Grexit, aber es ist klar, dass jeder sich auf alle möglichen Optionen vorbereiten muss. Die Zeit läuft ganz einfach davon."
  • 7/8/15 6:01 AM
    Noch eine kritische Stimme aus der Union: Der Chef der CDU-Mittelstandsvereinigung Carsten Linnemann fordert grundlegende Veränderungen als Bedingung für weitere Griechenland-Hilfen. "Ohne einen Strategiewechsel hin zu einer Staateninsolvenzordnung kann ich weiteren Hilfen nicht zustimmen", sagte er der "Rheinischen Post". Solange es keine politische Union gebe, brauche Europa eine Insolvenzordnung, in der es entweder um die Sanierung zahlungsunfähiger Staaten oder um deren Austritt aus der Währungsunion gehe. "In der jetzigen Konstruktion hat die Währungsunion keine Zukunft mehr", kritisierte Linnemann. Die Rettungsschirmstrategie habe die griechische Regierung selbst "endgültig ad absurdum geführt".
  • 7/8/15 5:59 AM
    Griechenlands Regierung ist eine Beleidigung linker Werte. m.spiegel.de/politik/auslan… via @SPIEGELONLINE
  • 7/8/15 5:59 AM
    Jetzt ist die Fünf-Tages-Frist ganz offiziell: Bis Sonntag müsse eine Vereinbarung zur Griechenlandkrise gefunden sein, sagte jetzt EU-Währungskommissar Pierre Moscovici. Deutschland und Frankreich verfolgen demnach denselben Ansatz.
  • 7/8/15 5:56 AM
    Die griechischen Zeitungen geben sich heute Morgen einigermaßen fatalistisch - eine Presseschau:
    - "Euro oder Drachme bis Sonntag", titelt die Traditionszeitung "Kathimerini". Ministerpräsident Tsipras und sein Ex-Finanzminister Varoufakis hätten mit dem Schicksal des Landes gespielt und verloren. Jetzt müsse Tsipras seine Partei ignorieren und seine "patriotische Pflicht" erfüllen, das Land im Euroland zu halten.
    - Die linke Zeitung "Efimerída ton Syntaktón" schreibt über die Kreditgeber: "Sie wollen eine bedingungslose Kapitulation". Die Gläubiger forderten mit einem neuen Ultimatum harte Sparmaßnahmen.
    - Das Boulevardblatt "Ethnos" sieht nur noch zwei Möglichkeiten: "Abkommen oder Grexit". Bis Freitag müsse Athen antworten. Danach werde ein EU-Gipfel über den Verbleib mit einem harten Sparprogramm oder einen Austritt aus der Eurozone mit humanitärer Hilfe entscheiden, berichtet die Zeitung.
    - Die konservative Zeitung "Eleftheros Typos" titelt: "Hellas SOS. Sparprogramm für den Verbleib in der EU oder Drachme und ein Griechenland der Ditten Welt". Dramatisch seien die Stunden nach dem Ultimatum der Eurozone. Tsipras habe mit "verbrecherischen politischen Aktionen das Land einen Schritt vor den Abgrund manövriert", so das Blatt.
    - Die Traditionszeitung der politischen Mitte "Ta Nea" meint, die Regierung und die Partner würden sich am Ende einigen. Die Regierung unter Alexis Tsipras bewege sich in die Richtung eines Abkommens, der den Verbleib in der Eurozone sichert. Der Preis dafür werde ein noch härteres Sparprogramm sein.
  • 7/8/15 5:50 AM
    Der stellvertretende CSU-Chef Peter Ramsauer hat Griechenland zum Verlassen der Eurozone aufgefordert. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bundestages warf der griechischen Regierung im ZDF eine "schmutzige Tour" vor. Diese führe ihre Partner "wie Tanzbären durch die Manege". Wenn dem Land immer wieder eine "letzte Frist" gesetzt werde, um Vorschläge für eine Lösung des Streits mit den Geldgebern zu präsentieren, könne das keiner mehr nachvollziehen. "Aus ökonomischer Sicht gibt es nur einen Weg: mit einer eigenen Währung sich die Wettbewerbsfähigkeit, die Konkurrenzfähigkeit wieder zurückerarbeiten." Dann könnte Griechenland nach "vier, fünf Jahren" gegebenenfalls in die Eurozone zurückkehren. Ramsauer kritisierte, dass Staats- und Regierungschefs der Eurozone in der Nacht zum Mittwoch Griechenland erneut eine Frist bis Freitagmorgen gaben, sich mit neuen Vorschlägen zu äußern. Mit immer neuen Fristen machten sie sich am Ende selbst unglaubwürdig, so Ramsauer: "Es kann so nicht weitergehen." (Foto: dpa)
  • 7/8/15 5:45 AM
    Griechenland muss offenbar keinen Arzneimittel-Engpass fürchten: Die Armee ist bereit, im Notfall selbst Medikamente herzustellen, meldet unser Mitarbeiter Giorgos Christides aus Athen. Zudem würde etwa ein amerikanischer Pharamakonzern weiterhin den griechischen Markt beliefern. Deutsche Medikamentenhersteller hatten der Agentur Reuters ebenfalls vor einigen Tagen berichtet, Griechenland weiterhin zu beliefern - lediglich Fresenius hatte seine Exporte begrenzt. Besonders teuer sind Medikamente für schwere Erkrankungen wie Hepatitis C oder Krebs.
  • 7/8/15 5:36 AM
    Die griechische Tageszeitung "Kathimerini" meldet, dass der Oberste Rechnungshof des Landes bereits plant, Schuldscheine als Ersatz für mangelndes Euro-Bargeld zu drucken. Damit sollen demnach am Ende des Monats Pensionen bezahlt werden, sollte es bis dahin keine Einigung mit den Gläubigern geben. Vize-Finanzminister Dimitris Mardas zufolge sind die benötigten 300 Millionen Euro für die anstehende Auszahlung von Renten und Löhnen verfügbar - nicht jedoch die zwei Milliarden Euro, die in drei Wochen für den öffentlichen Dienst und Pensionäre benötigt werden.
  • 7/8/15 5:27 AM
    In der Union wächst der Widerstand gegen ein weiteres Hilfspaket für Griechenland. "Die Griechen haben das Recht, Nein zu sagen, und jetzt haben wir das Recht, ebenfalls Nein zu sagen", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Hans-Peter Friedrich (CSU) der "Rheinischen Post". Er kenne keinen einzigen Kollegen in seiner Fraktion, der eine Basis für ein drittes Hilfspaket sehe, sagte Friedrich. Ähnlich hatten sich zuvor schon andere Politiker aus seiner Partei geäußert. (Foto: dpa)
  • 7/8/15 5:20 AM
    Jetzt appellieren führende Ökonomen direkt an die Kanzlerin: Wirtschaftsexperten haben Angela Merkel in einem offenen Brief aufgerufen, einem Schuldenschnitt für Griechenland zuzustimmen, um eine Existenzkrise der gesamten EU zu verhindern. Die Sparauflagen, die Griechenland in den vergangenen Jahren von seinen internationalen Gläubigern gemacht worden seien, hätten das Land nur weiter in eine wirtschaftliche Depression getrieben, kritisierten die Unterzeichner. Zu ihnen gehören Thomas Piketty, Jeffrey Sachs, der frühere Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Heiner Flassbeck und zwei weitere Wirtschaftswissenschaftler in dem Schreiben, das das Magazin "The Nation" im Internet veröffentlicht hat (hier geht's zum englischsprachigen Original). "Die verschriebene Medizin hat den Patienten ausbluten lassen, aber nicht von der Krankheit geheilt", bilanzierten Piketty und seine Kollegen. "Unsere Botschaft an Kanzlerin Merkel ist klar: Wir rufen dazu auf, diese entscheidende Führungsentscheidung für Griechenland und Deutschland und auch für die Welt zu übernehmen", und weiter: "Die Geschichte wird Sie für Ihre Taten in dieser Woche in Erinnerung behalten."
  • 7/8/15 5:12 AM
    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl machte sich für einen Schuldenschnitt für Athen stark, um einen Grexit zu erleichtern: "Griechenland muss raus aus dem Euro", sagte Uhl der "Bild"-Zeitung. "Mit allem anderen tun wir den Griechen keinen Gefallen. Allein zu diesem Zweck ist ein teilweiser Schuldenschnitt denkbar", so der CSU-Politiker. Er habe "erhebliche Zweifel, dass die Griechen ihre Schulden jemals zurückzahlen können oder wollen". Ein Schuldenerlass könne deshalb nur mit einem Grexit passieren.
  • 7/8/15 5:06 AM
    Gleich und gleich gesellt sich ungern: Wundert es Sie bisweilen, dass der Sozialdemokrat Sigmar Gabriel nicht die Nähe zum Sozialisten Tsipras sucht? Das ist jedenfalls ein Vorwurf, den Linke und SPD-Anhänger dem Vizekanzler machen. Kollege Alexander Neubacher meint: Der SPD-Chef tut gut daran, sich fern zu halten vom griechischen Premier und den Seinen - denn deren Freibiersozialismus habe nichts mit der Sozialdemokratie zu tun. Hier lesen Sie seinen Kommentar.
  • 7/8/15 5:01 AM
    Stehen die Griechen schon übermorgen vor leeren Geldautomaten? Den griechischen Banken könnte in den nächsten zwei bis drei Tagen das Geld ausgehen, meldet die Agentur Reuters unter Berufung auf Insider. Ein Banker schätzte, dass noch für zwei bis drei Tage Bargeld im System sei. Derzeit erhalten die Griechen maximal 60 Euro pro Tag an Geldautomaten, Überweisungen ins Ausland sind nicht möglich. Diese Begrenzung habe das Problem hinausgeschoben, aber "Bargeld wird morgen an den Geldautomaten ein echtes Problem werden", sagte der Informant. (Foto: Reuters)
  • 7/8/15 4:53 AM
    Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Welche Entscheidungen in der Schuldenkrise stehen in den nächsten Tagen an?
    Heute: In Straßburg sprechen EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker vor dem EU-Parlament zum Thema Griechenland, auch Griechenlands Premier Tsipras wird erwartet. Athen will einen Antrag auf neue Hilfen aus dem Eurorettungsschirm ESM stellen, über den die Eurofinanzminister in einer Telefonkonferenz beraten könnten.
    Morgen: Die Europartner erwarten laut Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die griechische Regierung bis Donnerstag detaillierte Vorschläge macht, wie ein Hilfsprogramm des Euro-Rettungsschirms ESM aussehen könne.
    Übermorgen: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von zwei Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.
    Sonntag: Die 28 EU-Staaten wollen bei einem Sondergipfel über die Griechenlandkrise beraten.
    Montag: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.
  • 7/8/15 4:45 AM
    Das Schuldendrama in Europa hat auch Auswirkungen im fernen Osten: An der Börse in Tokio hat der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Mittwoch bis zur Handelsmitte 309 Punkte verloren - das entspricht mehr als anderthalb Prozentpunkten. Schuld daran sind allerdings auch starke Verluste an den Aktienmärkten in China.
  • 7/8/15 4:39 AM
    Noch sind die griechischen Banken geschlossen, doch diesem Mann zufolge könnte sich das schon bald ändern: Die Regierung in Athen will am heutigen Mittwoch über eine mögliche schrittweise Öffnung der griechischen Banken entscheiden, sagte der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas dem griechischen Staatssender ERT. Dann werde ein Dekret zur weiteren Handhabung des Kapitalverkehrs erlassen. "Das Ziel ist, schrittweise alle Banken wieder zu öffnen, sodass die Lage sich normalisiert", sagte Mardas. Das Vorgehen sei abhängig von Vorschlägen der griechischen Zentralbank, der griechischen Bankenunion und den "Marktkonditionen". In Griechenland gelten seit Montag vergangener Woche Kapitalverkehrskontrollen: Alle Banken sind geschlossen und die Griechen dürfen täglich jeweils nur 60 Euro abheben. (Foto: dpa)
  • 7/8/15 4:30 AM
    Was genau ist Stand der Dinge, welche Szenarien drohen als Nächstes? Der Überblick:
    - Die Geldgeber haben Griechenland eine Frist bis Sonntag gesetzt, um doch noch zu einer Einigung im Schuldenstreit zu kommen - andernfalls wäre der Grexit nicht mehr zu verhindern.
    - Sollte auch diese Verhandlungsrunde scheitern, würde Griechenland wohl auch eine humanitäre Krise drohen - Politiker und Hilfsorganisationen spielen bereits erste Szenarien durch.
    - Auf politischer Ebene ist die Rhetorik inzwischen eskaliert: Viele Abgeordnete fallen vor allem mit extremen Positionen und Polemik auf.
  • 7/8/15 4:22 AM
    Gibt es doch noch einen Durchbruch? Griechenlands Premier Alexis Tsipras hat wie von den Europartnern verlangt ein Reformpaket angekündigt. "Die Vorschläge enthalten glaubwürdige Reformen, die sozial gerecht sind", sagte Tsipras in der vergangenen Nacht in Brüssel. Im Gegenzug werde Griechenland Unterstützung bekommen, um seinen mittelfristigen Finanzbedarf zu decken. Es sei auch ein Investitionspaket im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit vorgesehen sowie Gespräche über eine Umschuldung. "Das Ziel ist eine sozial gerechte und wirtschaftlich machbare Vereinbarung für Griechenland und für Europa", so Tsipras.
  • 7/8/15 4:20 AM
    EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bei einem Staatsbankrott Griechenlands vor Folgen für ganz Europa gewarnt. Ohne Einigung drohe ein "Worst-Case-Szenario, bei dem wir alle verlieren", sagte Tusk nach dem Sondergipfel der Eurozone am Dienstagabend. Es könne "zum Bankrott Griechenlands und der Zahlungsunfähigkeit seines Bankensystems" führen. Auch wenn die Griechen am stärksten getroffen würden, werde dies auch Folgen "im geopolitischen Sinn" für ganz Europa haben. Wer dies bestreite, sei "naiv". (Foto: AFP)
  • 7/8/15 4:11 AM
    Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! In der Griechenlandkrise läuft alles auf eine Entscheidung innerhalb der nächsten fünf Tage heraus - bis Sonntag muss eine Einigung stehen, um den Grexit noch zu verhindern. In diesem Newsblog halten wir Sie heute über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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