Proteste in Griechenland Athen droht die Bauern-Blockade

Griechische Landwirte wollen ihren wochenlangen Protest gegen eine geplante Rentenreform und Steueranhebungen offenbar verschärfen. Ende der Woche soll das Zentrum Athens lahmgelegt werden.
Straßenblockade bei Korinthos (Archivbild): Ausweitung der Proteste

Straßenblockade bei Korinthos (Archivbild): Ausweitung der Proteste

Foto: Vasilis Psomas/ dpa

68 Blockaden haben griechische Landwirte in den vergangenen Wochen an wichtigen Verbindungsstraßen im ganzen Land errichtet. Sie wehren sich damit gegen die geplanten Steueranhebungen und die Rentenreform der Regierung. Nun wollen sie ihren Protest ausweiten: Laut Medienberichten wollen sie stellenweise das Schienennetz lahmlegen und das Zentrum Athens blockieren.

Ab Freitag soll inmitten der griechischen Hauptstadt mindestens zwei Tage lang nichts mehr gehen. "Die Landwirte ziehen die Schlinge um die Regierung zu", kommentiert der griechische Sender Skai.

Die Stimmung zwischen Regierung und Landwirten ist seit Wochen angespannt. Immer wieder blockierten die Landwirte mit Traktoren Haupt- und Fernstraßen. In der vergangenen Woche beteiligten sich die Landwirte an einem Mega-Streik der Gewerkschaften.

Die Reform der Rentenkasse ist eine Bedingung der internationalen Gläubiger, damit Griechenland weiterhin finanzielle Unterstützung erhält. Die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras sehen unter anderem Rentenkürzungen um durchschnittlich 15 Prozent vor. Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Ingenieure und Landwirte sind von der Rentenreform und den geplanten Steuererhöhungen der griechischen Regierung besonders betroffen.

brk/dpa
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