Privatisierung Griechenland verkauft Hafen Piräus an chinesische Reederei

Der Vertrag ist unterzeichnet: Der größte griechische Hafen Piräus gehört nun mehrheitlich der chinesischen Großreederei Cosco. Der Verkauf von Staatseigentum war eine Bedingung der Euro-Geldgeber.
Hafen von Piräus

Hafen von Piräus

Foto: © John Kolesidis / Reuters/ REUTERS

Der größte Hafen Griechenlands ist künftig mehrheitlich in chinesischer Hand, neuer Besitzer von Piräus ist die chinesische Großreederei Cosco. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, Cosco-Chairman Xu Lirong und der Chef der griechischen Privatisierungsbehörde unterzeichneten am Freitag den Vertrag.

Für 280,5 Millionen Euro haben die Chinesen einen Anteil von 51 Prozent am Hafen gekauft. Weitere 16 Prozent wandern nach fünf Jahren für 88 Millionen Euro in die Hände des Konzerns, wenn dieser die vereinbarten Investitionen erbracht hat. Zuvor hatten Hafenarbeiter in Piräus gegen den Verkauf protestiert.

Fortschritte bei den Privatisierungen sind eine wichtige Bedingung für das dritte Griechenland-Hilfspaket in Höhe von 86 Milliarden Euro, das die Regierung in Athen mit den internationalen Geldgebern ausgehandelt hat. Durch den Verkauf von Staatseigentum soll Athen 50 Milliarden Euro einnehmen, bislang haben die Privatisierungen aber nur Einnahmen von 3,5 Milliarden Euro gebracht. Im Dezember hatte der Flughafenbetreiber Fraport Verträge zum Betrieb von 14 Regionalflughäfen in Griechenland unterzeichnet.

kpa/Reuters