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15. Mai 2017, 11:54 Uhr

Sechsmonatsbilanz

Griechenlands Wirtschaft rutscht in die Rezession

Gerade erst erzielte Griechenland mit seinen Gläubigern Einigkeit über ein neues Sparpaket. Nun wird bekannt: Die Wirtschaft des Landes ist in den vergangenen zwei Quartalen geschrumpft.

Rückschlag für die griechische Regierung: Die Wirtschaft des Landes ist in die Rezession zurückgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat in einer ersten Schätzung mitteilte.

Im vierten Quartal 2016 war das Bruttoinlandsprodukt von Europas Sorgenkind sogar um 1,2 Prozent zurückgegangen. Ökonomen sprechen bei zwei aufeinanderfolgenden Minus-Quartalen von einer Rezession.

Die EU-Kommission hat erste vorige Woche ihre Wachstumsprognose 2017 für das Land auf 2,1 von zuvor 2,7 Prozent gesenkt. Sie begründete dies unter anderem mit der Unsicherheit rund um das Reformpaket, mit dem die internationalen Gläubiger das Land wettbewerbsfähiger machen wollen. Die griechische Regierung geht bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen davon aus, die Wachstumsprognose der EU-Kommission zu übertreffen.

Nach sechsmonatigen Gesprächen wurde vorige Woche eine Einigung erzielt über die Reformen, die Athen in den kommenden Jahren umsetzen soll, um weiterhin frisches Geld zu bekommen. Die Euro-Finanzminister beraten am 22. Mai darüber, ob die aktuelle Reformüberprüfung abgeschlossen werden kann und Griechenland damit weitere Gelder aus dem Hilfspaket erhält.

man/Reuters

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