Pofalla-Posten Grube will Aufsichtsrat bis Ende März einen Vorschlag machen

Die Deutsche Bahn bezieht im Streit über die Personalie Pofalla erstmals offiziell Stellung: Vorstand und Aufsichtsrat deuten eine Berufung des Ex-Kanzleramtschefs in den Vorstand an. Konzernchef Rüdiger Grube soll bis März einen Vorschlag machen.

DB-Logo am Bahnhof: Der Aufsichtsrat tagt Ende Januar
REUTERS

DB-Logo am Bahnhof: Der Aufsichtsrat tagt Ende Januar


Berlin - In der Diskussion über einen möglichen Wechsel von Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand der Deutschen Bahn haben sich Vorstand und Aufsichtsrat offiziell zu Wort gemeldet - ohne allerdings den Namen Pofalla zu nennen. Der gemeinsamen Erklärung zufolge beauftragte der Aufsichtsrat den Bahn-Chef Rüdiger Grube "im Herbst" damit, bis Ende März 2014 eine Nachfolgeregelung für den Bereich "Wirtschaft, Politik und Regulierung" vorzuschlagen. Grube soll demnach "ein Konzept und einen Personalvorschlag unterbreiten". Bislang ist für diesen Bereich Georg Brunnhuber zuständig, der aber altersbedingt ausscheide, wie die Bahn mitteilte.

Der Aufsichtsrat soll in seiner regulären Sitzung Ende März über den Vorschlag Grubes beraten, wie Grube und der Vorsitzende des Gremiums, Utz-Hellmuth Felcht, gemeinsam mitteilten. Noch am Sonntag hatte Felcht erklärt, der Aufsichtsrat habe "keine Kenntnis von Überlegungen zur Erweiterung des DB-Vorstands beziehungsweise zur Bildung neuer Vorstandsressorts". Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sagten, sie rechneten nicht mit einer Entscheidung vor März. Der Aufsichtsrat der Bahn kommt bereits vorher zusammen, zu einer Sondersitzung Ende Januar.

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hattenBahn-Vorstand und Bundesregierung zudem zu einer raschen Klarstellung aufgefordert, ob Pofalla in den Vorstand wechseln soll. Es sei ein Unding, den Aufsichtsrat so lange im Ungewissen zu lassen, kritisierten sie.

cte/AFP

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epic_fail 07.01.2014
1.
Zitat von sysopREUTERSDie Deutsche Bahn bezieht im Streit über die Personalie Pofalla erstmals offizielle Stellung: Vorstand und Aufsichtsrat deuten eine Berufung des Ex-Kanzleramtschefs in den Vorstand an. Konzernchef Rüdiger Grube soll bis März einen Vorschlag machen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grube-will-aufsichtsrat-bis-ende-maerz-einen-vorschlag-machen-a-942284.html
Keinen Plan von irgendwas, aber sofort in den Bahnvorstand? Jau, so kennen wir Deutschlands Führungskräfte und Entscheider. Vielleicht rufe ich mal besser den Herrn Pofalla an und lasse mir Tipps geben, wie man als Dilettant Millionen scheffeln kann.
vogelsteller 07.01.2014
2. elende Kungelei
Na, da hat doch sicherlich unsere Kanzlerin von ihrem Bett aus ein mächtiges Machtwort gesprochen. Nun kriechen sie alle zu Kreuze und der Herr "Kannnichts" bekommt seine Stellung.
erich21 07.01.2014
3. Boycott?
Hat es Sinn zum Boycott dieses Unternehmens in Haenden der Politmafia auf zu rufen?
frenjes 07.01.2014
4. Wer jetzt noch Zweifel hat
Zitat von epic_failKeinen Plan von irgendwas, aber sofort in den Bahnvorstand? Jau, so kennen wir Deutschlands Führungskräfte und Entscheider. Vielleicht rufe ich mal besser den Herrn Pofalla an und lasse mir Tipps geben, wie man als Dilettant Millionen scheffeln kann.
wird eines besseren belehrt warum Dinge bei der Bahn nicht so Laufen wie sie sollten, wenn jeder Pofalla Sinn befreit auf einen Millionen Posten gehoben wird, und dafür muß ich auch noch horrende (im Vergleich) Ticketpreise zahlen... bei meiner nächsten Bewerbung werde ich auch Anführen das ich perfekt Ärsche küssen kann aber über sonst keine Fähigkeiten verfüge, mal sehen ob man mich eintellt scheint bei der DB eine totsichere Strategie zu sein.
curti 07.01.2014
5. Ääätsch, da......
Zitat von epic_failKeinen Plan von irgendwas, aber sofort in den Bahnvorstand? Jau, so kennen wir Deutschlands Führungskräfte und Entscheider. Vielleicht rufe ich mal besser den Herrn Pofalla an und lasse mir Tipps geben, wie man als Dilettant Millionen scheffeln kann.
....hat die politische "Elite" innerhalb ihres Netzwerks mal wieder vorgeführt, wie man seinesgleichen zu um-/versorgen pflegt und als was man gleichsam den "übergeordneten" Souverän empfindet. Bleibt nur zu hoffen das dem Wahlvolk weitere Offenbarungen zukommen. Indes - ob es hilft darf deutlich in Zweifel gezogen werden!
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