GroKo-Kompromiss Wer von der Grundrente profitieren wird - und wer nicht

Wer lange eingezahlt hat und trotzdem wenig bekommt, soll mehr Geld erhalten - dafür soll die Grundrente der GroKo sorgen. Doch wem würde das konkret nutzen? Vier Rechenbeispiele.

Aufschläge für langjährige Versicherte mit niedrigen Renten - aber was heißt das konkret?
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Aufschläge für langjährige Versicherte mit niedrigen Renten - aber was heißt das konkret?

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Am Ende wurde der monatelange Streit zur existenzbedrohenden Belastungsprobe für die Koalition. Doch nun steht der Kompromiss zur Grundrente. Ein Kompromiss, der zwar von den meisten Politikern der Regierungsparteien mit Wohlwollen aufgenommen wurde - aber auch Kritik provozierte.

Die Grundrentenpläne gingen nicht weit genug, bemängelt etwa die Opposition aus der Linkspartei und den Grünen. Auf der anderen Seite kritisieren Wirtschaftsverbände und auch Teile der Union, das Konzept würde einen Systembruch in der Rentenversicherung darstellen und das eherne Prinzip verletzen, dass die Auszahlungen sich nach der Höhe der Einzahlungen richten müssen. Und einig sind sich viele Kritiker darin, dass die Grundrente nicht reichen werde, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen.

Wie aber würde die nun geplante Grundrente tatsächlich wirken? Hier kann es helfen, konkrete Beispiele zu betrachten.

Die Regelungen

Die Grundrente soll vereinfacht so funktionieren: In voller Höhe bekommen sollen sie nur die Rentner, die mindestens 35 Beitragsjahre angesammelt haben. Rentner mit etwas kürzeren Beitragsjahren müssen mit Abschlägen rechnen.

Für jedes Beitragsjahr gibt es eine bestimmte Zahl von Entgeltpunkten - je nach Einkommenshöhe. Wer in seinem Arbeitsleben genau so viel verdient wie der Durchschnittsverdiener, sammelt in einem Jahr genau einen Entgeltpunkt an - bei einem höheren Verdienst entsprechend mehr, bei einem niedrigeren Verdienst entsprechend weniger. Wer zum Beispiel einen Lohn von 75 Prozent des Durchschnittsverdiensts hatte, sammelte in einem Jahr 0,75 Entgeltpunkte an.

Die Rentenversicherung prüft automatisch, wie viele Entgeltpunkte im Durchschnitt gesammelt wurden. Wenn es weniger als 0,8 Entgeltpunkte pro Jahr waren, prüft die Rentenversicherung im nächsten Schritt das zu versteuernde Einkommen: Liegt es bei Alleinstehenden über 1250 Euro und bei Paaren über 1950 Euro, gibt es die Grundrente nicht mehr in voller Höhe, sondern nur noch mit Abschlägen - und ab einer bestimmten Einkommensgrenze gar nicht mehr. Wie hoch diese Grenze liegen wird und wie hoch die Abschläge sein werden, ist noch unklar.

Wenn ein Anspruch auf die volle Grundrente besteht, werden die Entgeltpunkte verdoppelt - allerdings nur für 35 Beitragsjahre und höchstens auf 0,8 Entgeltpunkte. Anschließend werden von diesem Zuschlag 12,5 Prozent abgezogen. Im Höchstfall kann der Zuschlag derzeit 404,86 Euro im Westen und 390,65 Euro im Osten erreichen.

Währung der Rentner

Kommen Grundrenten-Empfänger trotz dieses Zuschlags nicht über das Niveau der Grundsicherung, sollen sie ein verbessertes Wohngeld und - als letzte Rückfalllösung - einen Freibetrag in der Grundsicherung erhalten. Damit ist gesichert, dass sie in jedem Fall mehr Geld zur Verfügung haben als jemand, der nie gearbeitet hat. (Eine ausführliche Erklärung des Modells finden Sie hier.)

Die Entgeltpunkte sind quasi die Währung der gesetzlichen Rente: Ein Durchschnittsverdiener sammelt im Jahr genau einen Entgeltpunkt auf seinem Rentenkonto an. Für jeden Entgeltpunkt gibt es später einen gewissen Betrag, der jährlich angepasst wird. Derzeit sind das 33,05 Euro im Westen und 31,89 Euro im Osten.

Doch was bedeutet die neue Grundrente nun konkret für die Menschen? Auch wenn einige Details noch nicht geklärt sind - etwa die Anrechnung von Riester-Renten oder die Gleitzonen bei Beitragsjahren und Einkommen - lässt sich bereits sagen: Der Effekt der Grundrente fällt je nach Lebenssituation sehr unterschiedlich aus.

Vier fiktive Rechenbeispiele:


Beispiel 1
Altenpflegerin und Altenpfleger, 71 und 73 Jahre, 36 Renten-Beitragsjahre,
zwei Kinder, verheiratet
Wohnort: Aurich


Die Rentnerin ist mit einem früheren Arbeitskollegen verheiratet. Sie hat 31 Jahre in Vollzeit zu einem niedrigen Lohn gearbeitet, fünf weitere Beitragsjahre werden ihr für die beiden vor 1992 geborenen Kinder angerechnet. Ihr Ehemann hat etwas mehr als 34 Jahre ebenfalls in Vollzeit zu niedrigem Lohn als Altenpfleger gearbeitet, wurde dann arbeitslos bis zur Rente. Auch er hat 36 Beitragsjahre.

Im Durchschnitt haben beide Eheleute je 0,6 Entgeltpunkte pro Versicherungsjahr angesammelt. Das ergibt eine Monatsrente von derzeit je 713,88 Euro. Gemeinsam haben sie also Renteneinnahmen von brutto 1427,76 Euro, nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung netto 1272,85 Euro.

Die Rentnerin hatte ihr Geburtshaus sowie eine Eigentumswohnung geerbt. Im Haus wohnt das Ehepaar selbst, die Eigentumswohnung ist vermietet. Dadurch hat das Ehepaar Mieteinnahmen von 370 Euro.

Ihr gesamtes Nettoeinkommen liegt also bei 1642,85 Euro. Die eigenen Wohnkosten betragen inklusive Heizung 480 Euro. Nach deren Abzug haben sie im Monat 1162,85 Euro zur Verfügung.

Veränderung durch die Grundrente:
Beide Ehepartner haben vollen Anspruch - das Vermögen in Form des eigenen Hauses und der Eigentumswohnung wird dabei nicht berücksichtigt, und das Einkommen liegt unter der Grenze von 1950 Euro für Paare. Die Rentner bekommen jeweils für 35 Beitragsjahre im ersten Schritt einen Zuschlag von je 0,2 Entgeltpunkten - also jeder insgesamt 7 Entgeltpunkte. Das entspricht 231,35 Euro. Von diesem Zuschlag werden im zweiten Schritt 12,5 Prozent abgezogen, er beträgt also am Ende für jeden Ehepartner 202,43 Euro. Insgesamt bekommt das Paar nun also 1832,62 Euro Rente. Davon müssen sie noch 198,94 Euro Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen, ihnen bleiben 1633,78 Euro netto. Mitsamt der Mieteinnahmen und nach Abzug der Wohnkosten haben sie also nun 1523,78 Euro zur Verfügung.

Haushaltseinkommen (nach Wohnkosten):
vor Grundrente: 1163 Euro
nach Grundrente: 1524 Euro


Beispiel 2
Arzthelfer, 68 Jahre, 35 Renten-Beitragsjahre, zwei Kinder, verheiratet
Wohnort: München


Der Rentner ist mit einer Radiologin verheiratet, die ihn 30 Jahre lang in Teilzeit in ihrer Praxis angestellt hatte - für 15 Stunden in der Woche. Fünf weitere Beitragsjahre werden dem Mann für die beiden vor 1992 geborenen Kinder angerechnet.

Im Durchschnitt hat der Rentner 0,4 Entgeltpunkte pro Versicherungsjahr angesammelt. Das ergibt eine Monatsrente von derzeit 462,70 Euro. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern bleiben davon rund 300 Euro netto.

Seine (steuerlich mit ihm gemeinsam veranlagte) Ehefrau erhält aus dem Versorgungswerk der Ärzte und einer privaten Rentenversicherung monatlich netto 4500 Euro. Das Paar wohnt in einer abbezahlten Eigentumswohnung im Wert von 1,2 Millionen Euro, die monatlichen Wohnkosten betragen 485 Euro.

Veränderung durch die Grundrente:
Keine
. Da das Paar sehr deutlich über dem Einkommensfreibetrag von 1950 Euro im Monat liegt, besteht kein Anspruch auf Grundrente - obwohl der Mann ausreichend Beitragsjahre angesammelt hat und selbst eine stark unterdurchschnittliche Rente bezieht. Ohne die Einkommensprüfung hätte der Mann den maximal möglichen Zuschlag von rund 405 Euro im Monat erhalten.

Haushaltseinkommen (nach Wohnkosten):
vor Grundrente: 4315 Euro
nach Grundrente: 4315 Euro


Beispiel 3
Verkäufer, 71 Jahre, alleinstehend, 29 Renten-Beitragsjahre
Wohnort: München


Der Rentner ist derzeit auf die Grundsicherung im Alter angewiesen. Sein Anspruch daraus summiert sich auf 945 Euro im Monat (455 Euro Kaltmiete + 65 Euro Heizkosten + 424 Euro Regelsatz).

Er hat nach einigen Jahren der Selbständigkeit etwas mehr als 27 Jahre in Vollzeit gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt, wurde dann arbeitslos, rutschte anschließend bis zur Altersrente in Hartz IV.

Im Durchschnitt hat der Rentner 0,7 Entgeltpunkte pro Versicherungsjahr angesammelt. Das ergibt eine Monatsrente von derzeit 670,92 Euro, die voll von seiner Grundsicherung abgezogen wird.

Veränderung durch die Grundrente:
wahrscheinlich keine. Die Voraussetzung von 35 Beitragsjahren für den Bezug der vollen Grundrente ist auf jeden Fall nicht erfüllt. Auch für eine Grundrente mit Abschlägen dürften die 29 Beitragsjahre aller Wahrscheinlichkeit nicht reichen - allerdings ist dieses Detail der Grundrente bisher nicht entschieden.

Verfügbares Haushaltseinkommen (nach Wohnkosten):
vor Grundrente: 424 Euro
nach Grundrente: 424 Euro


Beispiel 4
Arzthelferin, 78 Jahre, zwei Kinder, alleinerziehend, 42 Renten-Beitragsjahre
Wohnort: Emden


Die Rentnerin ist derzeit auf die Grundsicherung im Alter angewiesen. Ihr Anspruch daraus summiert sich auf 739 Euro im Monat (270 Euro Kaltmiete + 45 Euro Heizkosten + 424 Euro Regelsatz).

Sie hat insgesamt fünf Jahre Vollzeit gearbeitet. Fünf weitere Beitragsjahre werden ihr für ihre vor 1992 geborenen Kinder angerechnet. Die restlichen 32 Beitragsjahre ergeben sich aus einer Teilzeit-Anstellung über 20 Stunden in der Woche.

Im Durchschnitt hat die Rentnerin 0,47 Entgeltpunkte pro Versicherungsjahr angesammelt. Das ergibt eine Monatsrente von derzeit 652,41 Euro, die voll von ihrer Grundsicherung abgezogen wird.

Veränderung durch die Grundrente:
Für 35 Beitragsjahre bekommt die Rentnerin im ersten Schritt einen Zuschlag von je 0,33 Entgeltpunkten - also insgesamt 11,55 Entgeltpunkte. Das entspricht 381,73 Euro. Von diesem Zuschlag werden im zweiten Schritt 12,5 Prozent abgezogen, er beträgt also am Ende 334,01 Euro. Insgesamt bekommt sie nun also 986,42 Euro Rente. Davon muss sie noch 107,03 Euro Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen, ihr bleiben also 879,39 Euro netto. Nach Abzug der Wohnkosten blieben ihr noch 564 Euro zur Verfügung - 140 Euro mehr als die 424 Euro Regelsatz, mit denen sie bislang auskommen musste. Dennoch ist das nicht die Variante, die der Rentnerin das meiste Geld sichert.

Veränderung durch den Freibetrag in der Grundsicherung:
Noch besser stellen würde sich die Rentnerin, wenn sie weiter die Grundsicherung im Alter beantragen würde - auch wenn sie dafür regelmäßig ihr Einkommen und Vermögen lückenlos offenlegen muss. Denn der neugeschaffene Freibetrag für Renten langjährig Versicherter sieht vor, dass sie zusätzlich zur Grundsicherung die ersten 100 Euro ihrer Rente voll behalten darf und von jedem weiteren Euro ihrer Rente 30 Cent - bis zu einem Deckel, der bei der Hälfte des Regelsatzes (aktuell: 424 Euro) liegt. Derzeit dürfte die Rentnerin also 212 Euro ihrer Rente zusätzlich zum Regelsatz behalten und hätte damit 636 Euro zur Verfügung - 72 Euro mehr als allein mit der Grundrente.

Verfügbares Haushaltseinkommen (nach Wohnkosten):
vor Grundrente: 424 Euro
mit Grundrente: 564 Euro
mit Freibetrag in der Grundsicherung: 636 Euro


Fazit:
Die Beispiele machen deutlich, welch unterschiedlichen Effekt die Grundrente haben dürfte, wie sie die Große Koalition nun beschlossen hat. Sie kann die Situation langjähriger Beitragszahler spürbar verbessern, die derzeit nur knapp über die Runden kommen - etwa das Altenpfleger-Ehepaar aus Aurich.
Durch die Zusatzregelung zum Freibetrag in der Grundsicherung kann sogar eine Situation entstehen, in der Betroffene sich entscheiden müssen, ob sie fortan unbehelligt vom Amt allein mit der Grundrente leben wollen - oder in der Grundsicherung bleiben und sich rein materiell sogar noch besser stellen.
Die Zugangsbeschränkungen schließen zwar ohnehin gut situierte Senioren von der Grundrente aus - führen aber wohl auch dazu, dass der Verkäufer selbst nach 29 Beitragsjahren im Alter weiter auf Hartz-IV-Niveau leben wird.

Wie funktioniert die Civey-Methodik?
Das Meinungsforschungsinstitut Civey arbeitet mit einem mehrstufigen vollautomatisierten Verfahren. Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt ("Riversampling"), es werden also nicht nur Nutzer von SPIEGEL ONLINE befragt. Jeder kann online an den Befragungen teilnehmen und wird mit seinen Antworten im repräsentativen Ergebnis berücksichtigt, sofern er sich registriert hat. Aus diesen Nutzern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse schließlich nach weiteren soziodemografischen Faktoren und Wertehaltungen der Abstimmenden gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den Civey FAQ.
Warum ist eine Registrierung nötig?
Die Registrierung hilft dabei, die Antworten zu gewichten, und ermöglicht so ein Ergebnis für die Umfragen, das für die Wahlbevölkerung in Deutschland repräsentativ ist. Jeder Teilnehmer wird dabei nach seinem Geschlecht, Geburtsjahr und Wohnort gefragt. Danach kann jeder seine Meinung auch in weiteren Umfragen zu unterschiedlichen Themen abgeben.
Wie werden die Ergebnisse repräsentativ?
Die Antwort jedes Teilnehmers wird so gewichtet, dass das Resultat einer Umfrage für die Grundgesamtheit repräsentativ ist. Bei der Sonntagsfrage und beim Regierungsmonitor umfasst diese Grundgesamtheit die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Die Gewichtung geschieht vollautomatisiert auf Basis der persönlichen Angaben bei der Registrierung sowie der Historie früherer Antworten eines Nutzers. Weitere Details zur Methodik stehen im Civey-Whitepaper.
Erreicht man online überhaupt genügend Teilnehmer?
Meinungsumfragen werden in der Regel telefonisch oder online durchgeführt. Für die Aussagekraft der Ergebnisse ist entscheidend, wie viele Menschen erreicht werden können und wie viele sich tatsächlich an einer Umfrage beteiligen, wenn sie angesprochen werden. Internetanschlüsse und Festnetzanschlüsse sind in Deutschland derzeit etwa gleich weit verbreitet - bei jeweils rund 90 Prozent der Haushalte, Mobiltelefone bei sogar 95 Prozent. Die Teilnahmebereitschaft liegt bei allen Methoden im einstelligen Prozentbereich, besonders niedrig schätzen Experten sie für Telefonumfragen ein.
Es gibt also bei beiden Methoden eine Gruppe von Personen, die nicht erreicht werden kann, weil sie entweder keinen Anschluss an das jeweilige Netz hat oder sich nicht an der Umfrage beteiligen möchte. Deshalb müssen für ein aussagekräftiges Ergebnis immer sehr viele Menschen angesprochen werden. Civey-Umfragen sind derzeit neben SPIEGEL ONLINE in mehr als 20.000 andere Webseiten eingebunden, darunter auch unterschiedliche Medien. So wird gewährleistet, dass möglichst alle Bevölkerungsgruppen gut erreicht werden können.
Woran erkenne ich die Güte eines Ergebnisses?
Bis das Ergebnis einer Umfrage repräsentativ wird, müssen ausreichend viele unterschiedliche Menschen daran teilnehmen. Ob das bereits gelungen ist, macht Civey transparent, indem zu jedem Umfrageergebnis eine statistische Fehlerwahrscheinlichkeit angegeben wird. Auch die Zahl der Teilnehmer und die Befragungszeit werden für jede Umfrage veröffentlicht.
Was bedeutet es, wenn sich die farbigen Bereiche in den Grafiken überschneiden?
In unseren Grafiken ist der statistische Fehler als farbiges Intervall dargestellt. Dieses Intervall zeigt jeweils, mit welcher Unsicherheit ein Umfragewert verbunden ist. Zum Beispiel kann man bei der Sonntagsfrage nicht exakt sagen, wie viel Prozent eine Partei bei einer Wahl bekommen würde, jedoch aber ein Intervall angeben, in dem das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird. Überschneiden sich die Intervalle von zwei Umfragewerten, dann können streng genommen keine Aussagen über die Differenz getroffen werden. Bei der Sonntagsfrage heißt das: Liegen die Umfragewerte zweier Parteien so nah beieinander, dass sich ihre Fehlerintervalle überlappen, lässt sich daraus nicht ableiten, welche von beiden aktuell bei der Wahl besser abschneiden würde.
Was passiert mit meinen Daten?
Die persönlichen Daten der Nutzer werden verschlüsselt auf deutschen Servern gespeichert und bleiben geheim. Mitarbeiter von Civey arbeiten für die Auswertungen lediglich mit User-IDs und können die Nutzer nicht mit ihrer Abstimmung in Verbindung bringen. Die persönlichen Angaben der Nutzer dienen vor allem dazu, die Antworten zu gewichten und sicherzustellen, dass die Umfragen nicht manipuliert werden. Um dies zu verhindern, nutzt Civey statistische wie auch technische Methoden. Darüber hinaus arbeitet Civey mit externen Partnern zusammen, die Zielgruppen für Werbetreibende erstellen. Nur wenn Nutzer die Datenschutzerklärung sowohl von Civey als auch von einem externen Partner akzeptiert haben, dürfen Ihre Antworten vom Partner zur Modellierung dieser Zielgruppen genutzt werden. Ein Partner erhält aber keine Informationen zu Ihren politischen und religiösen Einstellungen sowie solche, mit denen Sie identifiziert werden können. Civey-Nutzer werden auch nicht auf Basis ihrer Antworten mit Werbung bespielt. Der Weitergabe an Partner können Sie als eingeloggter Nutzer jederzeit hier widersprechen. Mehr Informationen zum Datenschutz bei Civey finden Sie hier.
Wer steckt hinter Civey-Umfragen?
An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Zur Erhebung seiner repräsentativen Umfragen schaltet die Software des 2015 gegründeten Unternehmens Websites zu einem deutschlandweiten Umfragenetzwerk zusammen. Neben SPIEGEL ONLINE gehören unter anderem auch der "Tagesspiegel", "Welt", "Wirtschaftswoche" und "Rheinische Post" dazu. Civey wurde durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.
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Seite 1
Herbert Bonanza 12.11.2019
1. Klarer Fall....
...von den 360 Mrd. EURO des Bundeshaushaltes werden laut Kuban bereits 100 Mrd. EURO für die Rente verwendet, ein Drittel unseres BIP wird in "Soziales" investiert. Wer von der Grundrente NICHT profitiert, sollte damit eigentlich klar sein. Ein Blick auf die Auswanderungszahlen und dann noch eine kleine Analyse im Hinblick auf die Qualifikation der Auswanderer schafft dann endgültige Gewissheit.
Sensør 12.11.2019
2. Die Länge dieses Artikels sagt schon alles
Man kann es auch so sagen: sehr viele bekommen nichts und müssen weiter an den Fingernägeln kauen, obwohl sie ein hartes Leben hatten. Und das schimpft sich Gerechtigkeit. Dem Grundgesetzt nach sollte die Würde des Menschen immer unantastbar sein. Nur das mit der Unantastbarkeit verstehen unser Regierungen seit Jahrzehnten nicht mehr. Hier würde sich ein Blick in umliegende EU-Länder lohnen: Holland - Mindestrente 1200€, Dänemark 1400€ — finanziell gut zu wuppen und keiner regt sich künstlich auf, weil er sich benachteiligt fühlt. Dort wird die Bevölkerung auch zu Respekt und Nächstenliebe erzogen.
MatthiasPetersbach 12.11.2019
3. das eherne Prinzip....
.....dass die Auszahlungen sich nach der Höhe der Einzahlungen richten müssen, ist völliger Quark. Das heißt ja nur, daß der, der schon im Berufsleben privilegiert -also überbezahlt- war, davon auch im Alter profitoiert. Einigermaßen vertretbar wäre das tatsächlich nur, wenn auch richtige Löhne entsprechend der Leistung gezahlt werden - und nicht nach Marktwert. Jemand, der ein Leben lang engagiert Fleischereifachverkäufer war, hat nicht weniger geleistet als ein Autolackierer beim Daimler oder ein Sachbearbeiter in der Versicherung. UND hat sogar den Vorteil, daß wir den Menschen, der Wurst runterschneidet, tatsächlich auch BRAUCHEN - im Gegensatz zu ganz vielen anderen. Nöh, die Löhne sind schon falsch - da kann ein Rentensystem auch nur falsch sein. Wenn es auch noch so - unnötig - kompliziert daherkommt. In anderen Ländern der EU ist das besser geregelt.
muelklau 12.11.2019
4. Irgendwo ist leider immer eine Grenze
Ansonsten müsste man über ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle sprechen. Zumindest dürfte es hierfür zur Zeit keine Mehrheiten geben, wäre allenfalls miT rotrotgrün machbar
raoul2 12.11.2019
5. Tatsächlich?
Zitat: "Eine ausführliche Erklärung des Modells finden Sie hier! Mir ist die "Kurzfassung" schon kaum nachvollziehbar. Eine noch umfangreichere Darstellung würde ich nicht überleben ... Trotzdem Dank.
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