Demo im Hambacher Forst Lokführer verhinderte Katastrophe

Während der Demonstrationen im Hambacher Forst wäre es beinahe zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein Triebwagen kam nur zehn Meter vor einer Gruppe angeketteter Aktivisten zum Stehen.

Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" auf den Gleisen der Kohlebahn
DPA

Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" auf den Gleisen der Kohlebahn


Am Rande der Proteste im rheinischen Braunkohlerevier hat ein Zugführer am Sonntag in letzter Sekunde einen schweren Unfall verhindert. Sein Triebwagen hätte nahe dem Hambacher Forst beinahe zwei Demonstranten überrollt, die sich an Gleisen festgekettet hatten, wie eine Sprecherin der Polizei am Montagmorgen berichtete. Der Lokführer habe eine Notbremsung eingeleitet. Der Triebwagen sei zehn Meter vor den Angeketteten zum Stehen gekommen, die sich gegen Einbruch der Dunkelheit dort postiert hatten. Der Lokführer erlitt einen Schock.

Das vom Tagebaubetreiber RWE gemietete Schienenfahrzeug hatte rund 40 Menschen transportiert, die die Polizei nach der Gleisbesetzung der Hambachbahn in Gewahrsam genommen hatte. Sie blieben unverletzt. Wie viele Menschen bei den Protesten festgenommen oder in Gewahrsam genommen wurden, konnte die Polizei am Montagmorgen noch nicht sagen.

mik/dpa



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