Handelskrieg mit den USA China will Soja und Schweinefleisch von Strafzöllen ausnehmen

China und die USA sind im anhaltenden Handelskrieg zuletzt wieder aufeinander zugegangen. Nun will die Volksrepublik offenbar auf Strafabgaben für wichtige Lebens- und Futtermittel verzichten.

Schweinefarm in China
AP

Schweinefarm in China


Im Handelsstreit zwischen China und den USA deutet sich eine weitere Entspannung an. Nachdem die USA neue Zölle verschoben hatten, will China nun Soja und Schweinefleisch von Strafzöllen ausnehmen. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Zudem sollen chinesische Unternehmen ermutigt werden, landwirtschaftliche Produkte aus den USA zu kaufen. Der anhaltende Handelsstreit führt in Chinas Regierung offenbar zu Befürchtungen, dass es zu Lebensmittelknappheit kommen könnte. Gerade vor den Feiern zum 70. Jahrestag der Staatsgründung am 1. Oktober will Peking Preiserhöhungen aufgrund von Engpässen vermeiden.

Der jüngste Schritt wäre ein weiterer, den die beiden größten Volkswirtschaften der Welt aufeinander zugehen. In den vergangenen Tagen hatten die USA neue Strafzölle zeitlich etwas nach hinten verschoben, während China einige Produkte von neuen Strafzöllen ausgenommen hatte.

Demnächst sollen in Washington neue Gespräche auf hochrangiger Ebene stattfinden, um den Handelsstreit zwischen den beiden Ländern zu entschärfen.

Handelskrieg belastet die Weltwirtschaft

Der Handelsstreit zwischen den USA und China läuft seit Monaten und belastet zunehmend die globale Wirtschaft. Beide Seiten überziehen einander schrittweise mit immer neuen Strafzöllen.

Bereits seit Längerem sind Importe aus China in die USA im Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen von 25 Prozent belegt. Sie sollten ursprünglich ab 1. Oktober auf 30 Prozent erhöht werden. Dies soll nun erst zum 15. Oktober passieren.

Auslöser des seit mehr als einem Jahr andauernden Handelskonflikts war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten und den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

Der Handelskrieg führt in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und bremst auch die Weltkonjunktur. Viele Analysten warnen, der Konflikt könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittern lassen.

brt/dpa/Reuters

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frenchie3 13.09.2019
1. Och je, man gibt nach
Man reiche mir die Kneifzange, ich will mir die Hose anziehen. Aber ein heißer Trick: offiziell guten Willen für Verhandlungen zeigen indem man nicht mehr selber die Strafe von den eigenen Leuten in die eigene Tasche zahlen läßt. Donnie wird nach dem Wirtschaftsnobelpreis rufen.
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