Handelsstreit China halbiert einige Strafzölle auf US-Importe

Halten die USA und China sich an ihr vereinbartes Teilabkommen im Handelsstreit? Die Zeichen stehen gut: China hat angekündigt, Einfuhrzölle zu reduzieren.
Ein Vorarbeiter steht neben einem Containerschiff im Hafen von Qingdao im Nordosten Chinas

Ein Vorarbeiter steht neben einem Containerschiff im Hafen von Qingdao im Nordosten Chinas

Foto: STRINGER/ REUTERS

China hat angekündigt, seine Sonderzölle auf Importe US-amerikanischer Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar zu halbieren. Die Sonderabgaben sollen von zehn auf fünf Prozent sinken, teilte das Finanzministerium in Peking mit.

Damit will die Volksrepublik einen Schritt des mit den USA vereinbarten Teilabkommens umsetzen, das den Handelsstreit der beiden Länder eindämmen soll. China hatte die Sonderabgaben seit September 2019 erhoben. Die Zollsenkung soll zum 14. Februar erfolgen, zeitgleich mit einer Verringerung amerikanischer Strafzölle auf Importe aus China.

"Gesunde und stabile Entwicklung" der Handelsbeziehungen

Die beiden größten Volkswirtschaften hatten Mitte Januar eine teilweise Vereinbarung über die erste Phase in ihrem seit fast zwei Jahren laufenden Handelskrieg geschlossen. Das Teilabkommen sieht die Verringerung der Zölle vor, berührt aber den Großteil der seit 2018 geltenden Sonderabgaben nicht. Vor allem versprachen die USA, angedrohte weitere Strafzölle nicht mehr zu verhängen.

China verpflichtete sich in dem Abkommen, seine Importe aus den USA innerhalb von zwei Jahren um 200 Milliarden Dollar zu erhöhen. Zudem soll der Vertrag Probleme beim Schutz von geistigem Eigentum und den von China erzwungenen Technologietransfers lösen. Auch bekommen US-Finanzdienstleister besseren Zugang zu Chinas Markt.

Das chinesische Finanzministerium äußerte die Hoffnung, dass sich beide Seiten an das Handelsabkommen hielten, um die Zuversicht am Markt, die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und das Wachstum der Weltwirtschaft zu verbessern. Die Zollsenkung solle "die gesunde und stabile Entwicklung" der Handelsbeziehungen fördern, hieß es weiter in der Mitteilung. Andere Strafzölle blieben allerdings vorerst unverändert.

kko/dpa
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