Regierungsbeschluss Hartz-IV-Empfänger bekommen acht Euro mehr

Ab dem kommenden Jahr wird der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger angehoben, auf 432 Euro für alleinstehende Erwachsene. Die Erhöhung liegt deutlich unter der Steigerungsrate der Nettolöhne.

Jobcenter in Schwerin
DPA

Jobcenter in Schwerin


Knapp 5,6 Millionen Hartz-IV-Empfänger erhalten ab Januar nächsten Jahres mehr Geld. Die monatlichen Zahlungen für den Lebensunterhalt steigen um acht Euro auf 432 Euro für Erwachsene, die allein leben. Das Kabinett billigte eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Das entspricht einer Erhöhung um knapp 1,9 Prozent. Für Erwachsene, die mit Partnern zusammenleben, steigt der sogenannte Regelsatz um sieben Euro auf 389 Euro. Kinder erhalten, je nach Altersstufe, vom 1. Januar an zwischen 250 Euro und 328 Euro monatlich.

Die jährliche Hartz-IV-Erhöhung kostet dem Verordnungsentwurf zufolge rund 450 Millionen Euro. Davon entfallen 430 Millionen auf den Bund und 20 Millionen Euro auf die Kommunen. Die Mehrausgaben seien im Haushaltsentwurf für 2020 bereits berücksichtigt.

Die Erhöhung der Regelsätze orientiert sich an der Preis- und Lohnentwicklung. Das Ministerium legte dabei eine Preissteigerung von 1,3 Prozent und eine Nettolohnsteigerung von 3,22 Prozent zugrunde. Laut der Anpassungsformel ergibt sich für die Hartz-IV-Erhöhung damit ein Prozentsatz von 1,88 Prozent.

mamk/Reuters



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