Neue Pannen Hauptstadtflughafen wird frühestens 2018 eröffnet

Jetzt ist es offiziell: Der Hauptstadtflughafen BER kann entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr in diesem Jahr eröffnet werden. Grund sind Probleme beim Brandschutz.

DPA

Gerüchte gab es schon länger, nun gibt es eine offizielle Bestätigung: Nach Angaben von Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld kann der Hauptstadtflughafen BER definitiv nicht mehr in diesem Jahr eröffnet werden.

"Nach den neuen Erkenntnissen, über die ich Ende vergangener Woche Vertreter der Anteilseigner informiert habe, ist das damit verbundene Risiko für eine Eröffnung des BER in diesem Jahr zu hoch", sagte Mühlenfeld.

Zweifel, ob der Termin zu halten ist, hatte es schon seit Längerem gegeben. So gibt es offenbar Schwierigkeiten mit der Sprinkleranlage und der Steuerung von mehr als tausend Türen im Hauptterminal.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht die Geschäftsführung in der Pflicht, die Konsequenzen darzulegen, die sich aus den jüngst bekannt gewordenen Problemen mit 1200 Türen ergeben.

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BER: Die peinlichsten Pannen

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa müssen im BER viele Türen neu verkabelt werden. Denn wenn sie im Brandfall nicht ordnungsgemäß schließen, ist eine planmäßige Entrauchung nicht möglich. An der Sprinkleranlage müssen offenbar Rohre ausgetauscht werden. Das hätte langwierige Arbeiten in den Deckenhohlräumen über den Terminalgängen zur Folge.

ssu/dpa



insgesamt 93 Beiträge
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SanchosPanza 21.01.2017
1. BER ist Deutschland
BER zeigt im Brennglas des Berliner Mikrokosmos, wo Deutschlands große Probleme liegen.
Herbert Diess VW 21.01.2017
2. Staat selbst Schuld
Wenn Bauaufträge immer nur an den BILLIGSTEN Anbieter vergeben werden, statt mal auf Fachkompetenz, Reputationen etc. zu schauen. Ebenso findet keine Kontrolle statt.
bürgerundwähler 21.01.2017
3. Ist irgendjemand etwa überrascht?!
Was für ein Desaster. Mal schauen, welchen Grund es in 2018 gibt, die Eröffnung zu verschieben. Wie teuer wäre eigentlich ein Abriss und Neuplanung? Hier wäre ich für entsprechende Informationen dankbar, liebe Verantwortliche...
wecan 21.01.2017
4.
Ich sehe das mittlerweile positiv: Je mehr Geld im BER versenkt wird, desto weniger Geld ist übrig für Projekte, die uns weit mehr schaden als ein unfertiger Flughafen.
wll 21.01.2017
5. Kein Titel
Dieses Trauerspiel wird ja allmählich zu einer Tradition. Frei nach Dinner for One, "Same procedure as last year?" - "Same procedure as every year!". So allmählich denke ich, die Experten, die einen Abriss und kompletten Neubau als schneller, einfacher und billiger bezeichnet haben, könnten tatsächlich recht haben. Da die Anforderungen in den Schulen und Hochschulen zugunsten des immer wieder gerne propagierten Studiums für alle und einer vorgeblichen Chancengleichheit ja immer weiter heruntergeschraubt werden, können wir solche Armutszeugnisse in Zukunft wohl häufiger "bewundern" - Bologna sei Dank. Und trotz überquellender Steuertöpfe scheint es in unserem Land ja offenbar nicht möglich zu sein, in Bildung zu investieren, wo auch immer das ganze Geld landet. Schöne neue Welt...
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