Warnung vor Wucherpreisen Hausärzte fordern Festpreise für OP- und FFP2-Masken

Um Wucherpreisen entgegenzuwirken, fordern die Hausärzte festgelegte Preise für die medizinischen Masken, die jetzt im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen vorgeschrieben sind.
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Friso Gentsch / dpa

Der Deutsche Hausärzteverband hat vor überhöhten Preisen für OP- und FFP2-Masken im Onlinehandel gewarnt und Festpreise gefordert. »Sinnvoll wäre, sicherzustellen, dass die Masken zu fairen Preisen verkauft werden«, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Es müsse verhindert werden, dass es – wie beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr bei Schutzmasken, Desinfektionsmitteln und Toilettenpapier – zu Wucherpreisen komme. »Hierzu könnte beispielsweise ein Festpreis festgelegt werden, der nicht überschritten werden darf«, sagte Weigeldt.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass in Bussen, Bahnen und Geschäften künftig Masken getragen werden müssen, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben.

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Drohen jetzt neue Engpässe?

Durch Einführung der seit Montag geltenden FFP2-Maskenpflicht in Bayern kam es dort zeitweise zu einem Ansturm auf diese Schutzmasken. Insbesondere in Apotheken wurden die Masken zeitweise knapp. Zudem erhöhten einige Anbieter ihre Preise, allerdings längst nicht alle. Die Preisspanne ist auffallend hoch. Im stationären Einzelhandel oder Apotheken werden schon mal fünf bis sieben Euro pro Stück verlangt; im Onlinehandel gibt es für Endverbraucher Angebote für 1,50 Euro oder weniger. Beim Kauf sollte man auf das CE-Kennzeichen achten – und auf die vierstellige Nummer dahinter, die das jeweilige Prüfinstitut angibt.

caw/dpa-AFX
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