Spanien und Griechenland Südeuropa hat die höchste Arbeitslosenquote der Welt

Es ist ein trauriger Weltrekord: Nirgendwo gibt es so viele Arbeitslose wie in Spanien und Griechenland. Fast jeder Vierte ist dort derzeit ohne Job. Laut Uno-Experten ist auch keine Besserung in Sicht.
Immer weniger Jobs: Mit 24,5 Prozent hat Spanien die höchste Arbeitslosenquote der Welt.

Immer weniger Jobs: Mit 24,5 Prozent hat Spanien die höchste Arbeitslosenquote der Welt.

Foto: © Vincent West / Reuters/ Reuters

Hamburg - In Spanien ist die Arbeitslosigkeit schon länger auf einem Rekordhoch, jetzt hat das Land zusammen mit Griechenland die höchste Erwerbslosenquote der Welt erreicht. Das ergab eine Länderanalyse der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) für die "Financial Times Deutschland".

Demnach sind 24,5 Prozent der Spanier und 22,3 Prozent der Griechen ohne Job. Damit ist die Arbeitslosenquote dort höher als in allen anderen Ländern, für die international vergleichbare Daten vorliegen, so die Analyse.

Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit liegen die Südeuropäer weit vorn, wie ebenfalls eine ILO-Studie   Anfang September ergab. In Griechenland sind 55 Prozent der unter 24-Jährigen derzeit ohne Job, bei den Spaniern sind es rund 53 Prozent.

Für die Analyse hat die Uno-Organisation Jobzahlen aus 178 Staaten erhoben. In etwa 50 davon wurde zudem die Bevölkerung befragt, um die Ergebnisse international vergleichbar zu machen. Für die afrikanischen, karibischen und lateinamerikanischen Staaten gebe es nur Schätzungen. Darunter seien nur wenige Länder, in denen prozentual mehr Menschen ohne Job seien als in Griechenland oder Spanien, hieß es in dem Bericht weiter. Dies sei beispielsweise in Namibia der Fall.

Entwarnung für die Zukunft kann die ILO der "FTD" zufolge nicht geben. Die Arbeitslosenquoten in Südeuropa werden weiter hoch bleiben: "Selbst wenn die Euro-Krise in den kommenden Monaten nicht eskaliert, wird die Arbeitslosigkeit in den Euro-Südländern in den nächsten Jahren nur sehr langsam sinken", sagte Ekkehart Ernst, Chef der ILO-Prognosabteilung, der "FTD". Die Organisation geht davon aus, dass im Jahr 2015 immer noch 20,3 Prozent der Griechen und 23,4 Prozent der Spanier arbeitslos sein werden.

mia/afp
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