Coronaprävention Heil will zurück zur Homeoffice-Pflicht

Mit steigenden Coronazahlen könnte das Arbeiten von zu Hause aus bald wieder wichtiger werden. Bundesarbeitsminister Heil lässt eine entsprechende Pflicht für Arbeitgeber vorbereiten – sie soll ab Oktober gelten.
Frau mit Kind im Homeoffice (2021): Zurück nach Hause ab Oktober?

Frau mit Kind im Homeoffice (2021): Zurück nach Hause ab Oktober?

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Das Bundesarbeitsministerium plant eine grundsätzliche Rückkehr zur Homeoffice-Angebots-Pflicht. Arbeitgeber sollen wieder verpflichtet werden, Beschäftigten zum Schutz vor Coronainfektionen anzubieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei soll es allerdings Ausnahmen geben.

Das geht aus dem Referentenentwurf für eine SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung aus dem Haus von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hervor, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Zuvor hatte das Nachrichtenportal »The Pioneer« berichtet. Die Regelung soll zum 1. Oktober in Kraft treten und bis zum 7. April 2023 gelten.

Eine Homeoffice-Angebots-Pflicht war im März ausgelaufen. Nun seien erneut steigende Infektionszahlen zu erwarten, heißt es im Entwurf. Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, ein Hygienekonzept mit bewährten Schutzmaßnahmen zu erstellen. Dazu zähle unter anderem eine »Verminderung betrieblicher Personenkontakte, zum Beispiel durch die Reduzierung der gleichzeitigen Nutzung von Räumen und durch das Angebot an die Beschäftigten, im Homeoffice zu arbeiten«.

Der Arbeitgeber soll den Beschäftigten anbieten, »geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen«. Außerdem sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, allen Beschäftigten, die weiter in Präsenz arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Coronatest anzubieten.

dab/dpa
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