Fachkräftemangel Mehr als eine Million Stellen bleiben unbesetzt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Doch immer häufiger finden Unternehmen nicht die gesuchten Fachkräfte, mehr als eine Million Stellen blieben Ende 2013 offen. In Ostdeutschland gibt es so viele Vakanzen wie seit Jahren nicht mehr.
Schweißer in Industriebetrieb: Zahl der offenen Stellen überspringt Millionengrenze

Schweißer in Industriebetrieb: Zahl der offenen Stellen überspringt Millionengrenze

Foto: Daniel Bockwoldt/ picture alliance / dpa

Nürnberg - Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in Deutschland weiterhin hoch - so hoch, dass viele Unternehmen ihre freien Stellen nicht mehr besetzen können. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres gab es auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt bundesweit rund 1,06 Millionen offene Stellen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte.

Dies seien 20.000 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der erste Arbeitsmarkt betrifft die freien Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse ohne Zuschüsse oder andere aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.

Vor allem in Ostdeutschland erhole sich der Arbeitsmarkt weiter. Mit 187.900 offenen Stellen wurde hier laut IAB der höchste Stand seit sechs Jahren erreicht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der offenen Stellen bundesweit um mehr als 20 Prozent, im Baugewerbe sogar um mehr als 50 Prozent. In der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen ging das Stellenangebot dagegen um mehr als ein Drittel zurück.

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit erfasst mit einer repräsentativen Betriebsbefragung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot - also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden.

ade/dpa