Prognose Forscher rechnen mit mehr Wachstum in Deutschland

Das Ifo-Institut sieht Deutschlands Lage trotz Euro-Krise positiv. In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent wachsen, heißt es in einer aktuellen Prognose. Im Winter waren die Forscher noch pessimistischer.


Berlin - Das Münchner Ifo-Institut traut der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr mehr Wachstum zu. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 0,7 Prozent zulegen, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Prognose. Im Dezember hatte die Prognose noch plus 0,4 Prozent betragen. 2013 soll das Wachstum dann bei 1,3 Prozent.

"Die Prognoseunsicherheit ist derzeit extrem hoch", räumen die Forscher mit Blick auf die Schuldenkrise ein. "Die Konjunktur hängt insbesondere erheblich stärker als üblich von politischen Entscheidungen ab, die nur schwer vorhersagbar sind."

Das Ifo-Institut erwartet bis zum Sommer eine schwache Entwicklung. "Die anhaltende Unsicherheit über den Fortgang der Schuldenkrise, das Auf und Ab an den Finanzmärkten sowie die Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung bei wichtigen Handelspartnern dämpfen die realwirtschaftliche Entwicklung." Erst am Jahresende dürfte die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnen. "Denn nach wie vor sind die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft günstig: So wirkt die Geldpolitik der EZB im Inland weiter anregend."

Die Präferenz internationaler Investoren für Kapitalanlagen in Deutschland dürfte zudem das Zinsniveau für private und öffentliche Kreditnehmer niedrig halten. Die Abwertung des Euro sei günstig für Exporte außerhalb der Währungsunion.

cte/Reuters



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
janne2109 28.06.2012
1.
gestern weniger Wachstum, heute mehr Wachstum, was ist Morgen?? Spon- es macht wenig Freude jeden Tag zum gleichen Thema etwas anderes zu lesen. Recherchieren Sie lieber in dieser Zeit Ihre anderen Artikel gründlicher, damit ist uns Lesers mehr gedient. Sie machen mit Ihrer Berichterstattung den Bürger völlig bekloppt, und bitte nicht vergessen- der Bürger ist auch ein Wähler der am Ende des Tages gar nicht mehr weiß was er wählen sollte.
nixkapital 28.06.2012
2. ...sinnfrei...
Zitat von sysopDas Ifo-Institut sieht Deutschlands Lage trotz Euro-Krise positiv. In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent wachsen, heißt es in einer aktuellen Prognose. Im Winter waren die Forscher noch pessimistischer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,841398,00.html
...na ja Sinns IFO. Das sagt ja alles. Meine Vorhersage: Morgen ist auch Wetter. Irgendwie.
zudummzumzum 28.06.2012
3. Die Skala hat sich verschoben ...
Zitat von janne2109gestern weniger Wachstum, heute mehr Wachstum, was ist Morgen?? Spon- es macht wenig Freude jeden Tag zum gleichen Thema etwas anderes zu lesen. Recherchieren Sie lieber in dieser Zeit Ihre anderen Artikel gründlicher, damit ist uns Lesers mehr gedient. Sie machen mit Ihrer Berichterstattung den Bürger völlig bekloppt, und bitte nicht vergessen- der Bürger ist auch ein Wähler der am Ende des Tages gar nicht mehr weiß was er wählen sollte.
Noch vor ein paar Jahren wäre ein reales Wachstum von unter 2% Anlass zur Sorge gewesen, weil der durchschnittliche Produktivitätsfortschritt ungefähr 3% der Arbeitsplätze zu vernichten droht. "Nur" 0,7 % Wachstum hätte also einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um ein paar Hunderttausend Köpfe bewirkt. Heute, wo für zwei aus Altersgründen Ausscheidende nur ein Junger in den Arbeitsmarkt drängt, sieht die Sache anders aus. Wie gerade die Problematik der EU-Südschiene zeigt, ist ohne funktionierende Wirtschaft alles nichts, ein gewisses Wachstum ist zwingend erforderlich, um hieraus politische Gestaltungsspeilräume schöpfen zu können. Aber genau das unterlässt die Bundesregierung: sie lehnt sich selbstgefällig zurück und streicht die Renditen der Hartz-Reformen ein, statt ihrerseits dafür zu sorgen dass Saatgut für eine gedeihliche Entwicklung in den Jahren 2015 bis 2025 zu legen. Jetzt käme es daruaf an, das Wachstum endlich "gerecht" zu verteilen, indem wieder die Chancengerechtigkeit hergestellt wird. Also nicht Hartz-IV zu erhöhen, sondern überlegen, wie es überwunden werden kann. Einfache Frage: Was gedenkt die Bundesregierung dafür zu tun, dass diese 0,7% Wachstum nicht nur bei den Banken und Dividenden, und auch nicht nur bei den aktiv Beschäftigten, sondern ausdrücklich auch bei den 20% der Bevölkerung im Dunstkreis von Hartz-IV ankommen? Weil in diesen Personen auch das Potenzial für weiteres Wirtschaftswachstum steckt. Die ganz oben haben doch alles, und noch so viel mehr, dass sie aus schierer Verzweiflung mit ihrem Geld schon nixhts anderes als sparen machen können.
eggshen 28.06.2012
4. Nun...
seid doch nicht so streng! Die Prognoseunsicherheit ist derzeit eben extrem hoch...wobei man es in Anbetracht dessen auch durchaus mal mit Dieter Nuhr halten könnte.
MütterchenMüh 28.06.2012
5. 0,4 oder 0,7
Zitat von sysopDas Ifo-Institut sieht Deutschlands Lage trotz Euro-Krise positiv. In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent wachsen, heißt es in einer aktuellen Prognose. Im Winter waren die Forscher noch pessimistischer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,841398,00.html
...................toll diese Vorhersage. Die Tendenz ist ja schon ganz schön gewagt. Nächste Woche hat man dann die neuesten Arbeitsmarktdaten mit eingepreist und dann geht es wieder 0,3 runter. Wetten?
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