Ifo-Umfrage Fast alle Firmen wollen Mitarbeiter einstellen

Gute Aussichten für den Arbeitsmarkt: 87 Prozent der Unternehmen wollen laut einer Studie des Ifo-Instituts in den kommenden zwölf Monaten neue Stellen schaffen - allerdings vor allem befristete.
Arbeitsvertrag: Personalchefs setzten auf zeitlich befriste Beschäftigungsverhältnisse

Arbeitsvertrag: Personalchefs setzten auf zeitlich befriste Beschäftigungsverhältnisse

Foto: DPA

Hamburg/München - Rund ein Viertel der Firmen, die Neueinstellungen planen, geben an, dass bei den genannten Neueinstellungen Befristungen eine größere Rolle spielen werden als bisher.

Dagegen planen nur vier Prozent, seltener auf Befristungen zurückzugreifen. 62,6 Prozent erwarten keine Änderung ihrer bisherigen Befristungsstrategie. Die Verhältnisse ähneln sich in praktisch allen Branchen.

Die Experten des Ifo-Instituts erkundigten sich bei rund tausend deutschen Personalchefs, ob und in welcher Weise sie in den kommenden zwölf Monaten Neueinstellungen planen. Die Befragung war Teil des Randstad-Ifo-Flexindex, den das Ifo vierteljährlich erhebt, um die Bedeutung verschiedener Flexibilisierungsmaßnahmen im Arbeiteinsatz deutscher Unternehmen zu erforschen. Dazu gehören unter anderem Überstunden, Arbeitszeitkonten oder Zeitarbeit.

Dieser Index ist in der Befragung zum dritten Quartal um 3,4 Prozentpunkte auf den Wert 7,4 angestiegen. Einzig im verarbeitenden Gewerbe hat sich die Bedeutung von Flexibilisierungsinstrumenten verringert. Den Anstieg bei Handel und Dienstleistungen sehen die Ifo-Forscher im Zusammenhang mit der ohnehin optimistischen Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Wenn die Auftragslage schnell zunimmt, sind die Unternehmen gezwungen, für mehr Personalkapazitäten zu sorgen, ohne so schnell neue Arbeitskräfte einstellen zu können. Dazu passt, dass als wichtigste Instrumente derzeit Arbeitszeitkonten und Überstunden genannt werden.

Der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe spiegelt die Erwartung vieler Unternehmen wider, dass der Produktionsanstieg sich im kommenden Halbjahr verlangsamen wird.

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