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IG-Metall-Chef über Job-Gefahr in der Autoindustrie "Wir wollen den Umbau"

Jörg Hofmann erklärt, warum sich Autogipfel, Klimaschutz und die Tarifrunde in der Metallindustrie nicht voneinander trennen lassen.
Ein Interview von Markus Dettmer
aus DER SPIEGEL 3/2020
IG-Metall-Chef Hofmann: "Rosinenpickerei bringt uns nicht weiter"

IG-Metall-Chef Hofmann: "Rosinenpickerei bringt uns nicht weiter"

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GENE GLOVER FÜR MANAGER MAGAZIN

SPIEGEL: Herr Hofmann, am kommenden Mittwoch findet der nächste Autogipfel im Bundeskanzleramt statt. Was erwarten Sie von dem Treffen?

Hofmann: Ich erwarte, dass wir vor allem darüber reden, wie trotz Mobilitätswende Sicherheit für die Beschäftigten ermöglicht wird und für sie Perspektiven entstehen.

SPIEGEL: Was verlangen Sie von der Bundesregierung?

Hofmann: Sie muss endlich die notwendigen Instrumente zur Verfügung stellen: Sie muss den Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtern, damit statt Entlassung Brücken in die Automobilproduktion von morgen gebaut werden können. Unternehmen müssen bei den Kosten, die durch Kurzarbeit entstehen, entlastet werden, vor allem wenn sie die Beschäftigten qualifizieren. Dort, wo Arbeitsplatzverlust droht, muss das Transferkurzarbeitergeld von 12 auf 24 Monate verlängert werden für die Qualifizierung auf neue Jobs.

SPIEGEL: Arbeitsminister Hubertus Heil hat doch bereits einen Referentenentwurf für ein entsprechendendes Gesetz vorgelegt. Reicht Ihnen das nicht?

Hofmann: Vor allem ist Handeln angesagt. Das Thema darf nicht im Koalitions-Mikado stecken bleiben und über Monate vertagt werden. Daran hängen Hunderttausende Beschäftigte. Darum gehört das Thema ins Kanzleramt.

SPIEGEL: Glauben Sie, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel noch die Kraft hat, sich in den eigenen Reihen durchzusetzen?

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