Eckpunktepapier IG Metall und Umweltverbände schließen sich bei Klimaschutz zusammen

Es ist eine ungewöhnliche Allianz: IG Metall, BUND und Nabu fordern in einer gemeinsamen Initiative eine klimafreundliche und schnelle Energie- und Verkehrswende.

Im brandenburgischen Klettwitz wird ein Windrad zusammengebaut (Archiv)
DPA

Im brandenburgischen Klettwitz wird ein Windrad zusammengebaut (Archiv)


Häufig vertreten Metallarbeiter und Umweltverbände unterschiedliche Interessen - nun haben sie ein gemeinsames Eckpunktepapier veröffentlicht. Darin pochen die Industriegewerkschaft IG Metall, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf einen schnelleren, klimafreundlichen und sozialen Umbau der Energiewirtschaft und des Verkehrs.

"Mit (...) unseren vielen Millionen Mitgliedern erheben wir unsere Stimme für eine ökologische, soziale und demokratische Transformation", heißt es in dem Papier. "Nach Jahren des Zögerns und Zauderns müssen wir jetzt das Tempo deutlich erhöhen." Der Aufbruch müsse sozial und mit den Menschen im Land gestaltet werden - sonst überlasse man "das Feld populistischen Scharlatanen", die mit Parolen vorgaukelten, "es könne alles so bleiben, wie es ist".

"Klimaschutz kann nur gelingen, wenn die Energie- und Verkehrswende ernsthaft angegangen werden", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Es brauche konkrete Maßnahmen der Bundesregierung, auch die Unternehmen seien in der Verantwortung. "Aber wir sagen auch klipp und klar: Klimaschutz und Beschäftigung gehören zusammen."

Konkret dringen die Umweltverbände und die Gewerkschaft unter anderem darauf, dass die Bundesregierung sich von der "schwarzen Null", also einem ausgeglichenen Haushalt, verabschiedet, um die notwendigen Investitionen zu stemmen.

"Auch wenn wir nicht in allen aktuellen Fragen der Klimapolitik übereinstimmen, uns eint eine gemeinsame Vision", heißt es im Papier. "Wir hinterlassen unseren Kindern eine lebenswerte Welt. Wir schaffen eine gerechte Gesellschaft mit sicheren und nachhaltigen Arbeitsplätzen. Wir ermöglichen jeder und jedem ein selbstbestimmtes Leben."

kko/dpa



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