Stadt und Land Immobilienpreise ziehen weiter an

Selbst in ländlichen Regionen hält der Boom an: Wohnimmobilien werden bundesweit immer teurer. Besonders drastisch bleibt die Entwicklung in Großstädten.

Altbauten in Düsseldorf
imago images / Schöning

Altbauten in Düsseldorf


Häuser und Wohnungen in Deutschland werden immer teurer - sowohl in den Ballungsräumen als auch auf dem Land. Im zweiten Quartal 2019 lagen die Preise für Wohnimmobilien durchschnittlich um 5,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Besonders kräftig zogen die Preise in den sieben größten Städten der Republik an. In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser binnen Jahresfrist um zehn Prozent, für Eigentumswohnungen mussten Käufer 8,6 Prozent mehr zahlen.

Aber auch in dünner besiedelten ländlichen Kreisen zogen die Immobilienpreise an: Dort wurden Eigentumswohnungen und Häuser im Durchschnitt um jeweils 4,2 Prozent teurer.

Historisch niedrige Zinsen befeuern seit geraumer Zeit die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen. Das treibt die Preise in die Höhe. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, weil die Europäische Zentralbank wegen der voraussichtlich anhaltend schwachen Wirtschaftslage an ihren Minuszinsen festhält.

beb/dpa



insgesamt 84 Beiträge
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KlausRutschki 24.09.2019
1. Sinnvoller Invest?
Ich bin zwigespalten. Einerseits halte ich Wohnungen in der aktuellen Lage für das einzig sinnvolle und sichere Investment, andererseits wird man als Vermieter vom Staat gegängelt und von Teilen der Bevölkerung verachtet. Bringt mehr Ärger ein als alles andere, wird aber eben überstehen, wenn der Euro kracht
magic88wand 24.09.2019
2. Es ist schon bedenklich ...
... wenn in Gegenden, wo es keine Jobs gibt, die Immobilienpreise anziehen. Das werden dann die ersten sein, die einbrechen, wenn die Rallye vorbei ist.
Europa! 24.09.2019
3. Arisierung reloaded
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass gerade eine große deutsche Immobilien-AG die ADO-Group übernehmen will, die in Berlin ein paar tausend Wohnungen besitzt. Offenbar ist den in Israel ansässigen ADO-Eignern der Berliner Mix aus arabischer Zuwanderung, Mietendeckel, Enteignungsinitiativen und zunehmender AfD-Wählerschaft nicht geheuer. Kann man irgendwie verstehen.
freigeistiger 24.09.2019
4. EZB schadet der Gesamt-Allgemeinwirtschaft
Dass die niedrigen Zinsen die Konjunktur beflügelt, dafür fehlen die Belege. Das entspringt Wirtschaftslehren, Doktrinen. Zentralbänker kommen vornehmlich aus der Finanzwirtschaft. Deren Ansichten sind dort in der Echokammer geprägt. Die Politik hat das Primat. Sie muss die Regeln aufstellen für die demokratische Allgemeinwohlwirtschaft mit der sozialen (fairen) Marktwirtschaft. Finanzbänkern darf nicht die Gesellschaft überlassen werden.
echobravo 24.09.2019
5.
Zitat von KlausRutschkiIch bin zwigespalten. Einerseits halte ich Wohnungen in der aktuellen Lage für das einzig sinnvolle und sichere Investment, andererseits wird man als Vermieter vom Staat gegängelt und von Teilen der Bevölkerung verachtet. Bringt mehr Ärger ein als alles andere, wird aber eben überstehen, wenn der Euro kracht
Hallo Klaus, natürlich ist es sinnvoll, in Wohnungen zu investieren. Gerade ein Zuwanderungsland wie Deutschland benötigt ständig neuen und mehr Wohnraum. Hier lässt sich gutes Geld verdienen. Und den Teilen der Bevölkerung, die einen dann als Großgrundbesitzer verachten, erzählt man, dass der Benz vor der Tür eh nur geleast ist.
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