Gesetzentwurf Regierung rüstet sich gegen Immobilienblase

Die Bundesregierung sorgt für den Notfall vor. Ein Gesetzentwurf listet verschiedene Maßnahmen auf, mit denen der Staat auf eine Überhitzung des deutschen Immobilienmarkts reagieren könnte.
Neubaugebiet in Nordrhein-Westfalen

Neubaugebiet in Nordrhein-Westfalen

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Das Bundesfinanzministerium will zusätzliche Instrumente schaffen, um Preisblasen auf dem deutschen Immobilienmarkt zu vermeiden. Dazu soll noch in dieser Wahlperiode ein Gesetz verabschiedet werden, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Kreise im Ministerium.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei einer Marktüberhitzung eine Obergrenze für den Fremdfinanzierungsanteil bei einem Immobilienkauf festgelegt werden kann. Außerdem soll ein Zeitraum fixiert werden können, in dem ein gewisser Anteil eines Kredites zurückgezahlt werden müsste.

Auch eine Grenze für die Schuldentragfähigkeit eines Kreditnehmers bezogen auf sein Einkommen könnte definiert werden. Möglich wäre zudem, dass eine Mindestrückzahlung vereinbart werden müsste - tilgungsfreie Kredite wären dann nicht mehr möglich.

Mit dem Gesetzentwurf sollten entsprechende Empfehlungen des deutschen Ausschusses für Finanzstabilität aus dem vergangenen Jahr umgesetzt werden. Zurzeit sei eine Immobilienblase nicht in Sicht, es sei aber richtig, Vorsorge für den Fall zu schaffen, dass es zu Fehlentwicklungen komme.

asa/dpa/Reuters
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