Steigende Immobilienpreise Wohnungen und Häuser werden bis 2030 deutlich teurer

Die Coronakrise kann dem Wohnungsmarkt wenig anhaben: In den kommenden zehn Jahren steigt der Wert von Immobilien vielerorts an. Spitzenreiter sind die Landkreise rund um München - billiger wird es im Osten.
Knappes Angebot, hohe Preise: Häuser im Hamburger Stadtteil Blankenese

Knappes Angebot, hohe Preise: Häuser im Hamburger Stadtteil Blankenese

Foto: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Laut einer Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) steigen die Preise für Immobilien auch in den kommenden Jahren vielerorts weiter an. "In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte können Wohnungsbesitzer damit rechnen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt", heißt es in einer Mitteilung der Postbank, die die Studie in Auftrag gegeben hatte. Zuerst berichtete die "Welt am Sonntag".

Am stärksten würden die Preise in bayerischen Landkreisen rund um München anziehen, darunter Ebersberg, Landsberg am Lech, Erding, Dachau und Starnberg. Auch in München selbst soll es noch um 1,7 Prozent pro Jahr noch oben gehen. In vielen ländlichen Regionen im Osten dagegen stehen die Preise still oder gehen sogar zurück.

Weil Metropolen wachsen, bleibt die Nachfrage hoch

"Außerhalb Bayerns weist der Landkreis Cloppenburg kräftige jährliche Steigerungsraten von plus zwei Prozent auf", heißt es in der Analyse. Jährliche Preissteigerungen von mehr als einem Prozent seien auch in den Großstädten Heilbronn, Potsdam, Leipzig, Freiburg im Breisgau, Münster, Dresden, Ingolstadt und Mainz zu erwarten.

Die größeren Metropolen und Ballungsräume würden auch weiterhin wachsen, die Nachfrage nach Wohnraum dort deshalb hoch bleiben. In Düsseldorf liege das durchschnittliche jährliche Preiswachstum voraussichtlich bei 1,2 Prozent, in Köln bei 1,1 Prozent. Für Berlin und Hamburg werden jeweils rund ein Prozent erwartet, für Frankfurt nur noch 0,8 Prozent.

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Das HWWI legte für die Analyse die demografische Entwicklung und wichtige Wirtschaftsdaten zugrunde. Die Daten für die Berechnungen wurden vor der Corona-Pandemie erhoben. "Die Prognose dürfte aber weitgehend stabil sein", schreibt die Postbank.

rai/afp
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