Deutsche Industrie Zahl der Beschäftigten auf Rekordniveau

In der deutschen Industrie arbeiten derzeit rund 5,7 Millionen Menschen. Experten rechnen aber damit, dass der Aufschwung bald an Fahrt einbüßen wird.

Angestellter im Maschinenbau
Getty Images

Angestellter im Maschinenbau


Trotz schwächelnder Konjunktur ist die Zahl der Beschäftigten in der Industrie zum Ende des Jahres auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen. Rund 5,7 Millionen Menschen arbeiteten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober in der Industrie, 153.000 mehr als im Vorjahr. "Damit wurde ein erneuter Höchststand seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2005 erreicht", hieß es von der Behörde.

Mit 3,9 Prozent stieg die Zahl der Angestellten etwa im Maschinenbau besonders stark. Fast ebenso kräftig wuchsen die Belegschaften bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten und von elektronischen und optischen Erzeugnissen. Die Fahrzeugindustrie legte mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent dagegen nur leicht zu. Die Löhne der Beschäftigten stiegen über alle Branchen hinweg um 5,6 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

Experten prognostizieren jedoch ein baldiges Ende des Booms. Handelskonflikte, der Brexit und die Krise wichtiger Schwellenländer wie der Türkei drücken die Nachfrage nach deutschen Waren.

Dementsprechend reduzierten auch Bundesbank und Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognosen. Im kommenden Jahr soll das Wachstum Schätzungen zufolge nur noch 1,1 Prozent betragen - halb so viel wie 2017. Insgesamt hält die Bundesbank den seit Jahren anhaltenden Aufschwung der deutschen Wirtschaft aber weiterhin für robust und gibt sich optimistisch: "Nach dem deutlichen Dämpfer im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft im Jahresschlussquartal 2018 wieder merklich expandieren", hieß es im jüngsten Monatsbericht.

fek/rts



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.