Inflation in Deutschland Preise steigen im Mai deutlich langsamer

Energie wird immer teurer in Deutschland - doch in vielen anderen Sektoren steigen die Preise deutlich langsamer als erwartet.

Supermarkt in Bayern
DPA

Supermarkt in Bayern


Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Monat Mai deutlich verlangsamt. Die Jahresteuerungsrate sank auf 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte.

Im April hatte die Inflationsrate noch bei zwei Prozent gelegen. Dazu hatten neben höheren Energiekosten vor allem gestiegene Preise für Pauschalreisen im Osterreisemonat beigetragen. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 0,2 Prozent.

Energie war im Mai um 4,2 Prozent teurer als vor Jahresfrist, allerdings ist auch hier das Preisplus deutlich geringer als noch im April (4,6 Prozent). Gedämpft wurde die Inflation zudem von Dienstleistungen, die 1,2 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor.

beb/dpa/Reuters



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spon_7302413 31.05.2019
1. Volksverdummung durch Statistik
Für wen sind die Preisentwicklungen für Artikel, die im persönlichen Warenkorb nie vorkommen, interessant? Was interessiert die Preisentwicklung für Kosmetikarikel, Flugreisen, Reparaturkosten für KFZ, Smartphones, Internet-Flatrates usw. den nichtfliegenden Rentner, der kein Mobiltelefon hat, kein eigenes Auto mehr hält? Für die meisten Menschen wäre es interessant, einen viel spezifischeren Warenkorb vergleichen zu können, der der eigenen Lebenswirklichkeit enstpricht. Das ist nichts neues, und doch umso erstaunlicher, dass am alten System, das so schon verwässert, was wirklich ist, festgehalten wird. Wer von denen, die sich damit befassen, das zu referieren und publizieren, weiss den, dass der Salat in diesem Jahr Ende Mai sogar beim Discounter bei fast einem Euro liegt. Für einen Salat! Das sind rund 50% mehr als es um diese Jahreszeit sein sollte - und im letzten Jahr auch war. Und wir hatten keinen langen strengen Winter in ganz Europa. Die Kartoffeln sind aufgrund der letztjährigen Trockenheit und Ernteausfälle auch 10-20% teurer, dito Brot und andere Produkte, die Weizenmehl enthalten. Die Liste des realen Preissteigerungen, die alle, die gerade so über die Runden kommen, täglich benötigen, ist lang. Der Einkaufsbon wir kürzer, darauf enthaltene Einkäufe teurer, es gibt weniger Dinge des täglichen Bedarfs fürs gleiche Geld. Und das merken alle, die mit kleinen Einkommen und Renten zurecht kommen müssen. Da ist Inflation real und macht sich im Kühlschrank bemerkbar. Gibt es denn ein Interesse, das zu erfassen? Oder nicht,? Falls nein, warum eigentlich? Die aktuellen Statistiken der tatsächlichen Lebenshaltungskosten sind irreführend, weil zu viele Bereiche, die eigentlich nicht zusammen gehören, und deshalb auch getrennt sein sollten, durchmischt werden und sich dadurch ein nivellierender Effekt ergibt, auch wenn sie nicht wirklich für alle relevant sind. Ein Schelm, der sich dabei denkt, das könnte Absicht sein... Doch es gibt Bereiche, die für alle relevant sind. Lebensmittel, Kleidung, Wohnung, Energie, Wasser... wären hier zu nennen. Die gehören in einen Grundwarenkorb. Alles andere sind nur die Extras, ein vom individuellen Lebensstil abhängiger Warenkorb, der die Menschen auch voneinander trennen. Wenn ich heute billiger fliegen kann, aber gar nicht fliege... was nützt mir diese Information? Inwieweit ist die Preisentwicklung von Nischenprodukten und Lifestyleartikeln interessant für den Einzelnen? Sollte eine aussagekräftige Statistik über die tatsächlich Preisentwicklung das nicht ausdifferenziert berücksichtigen? Die Statistik sollte in erster Linie die Entwicklung der tatsächlichen Kaufkraftentwicklung der Grundversorgung wider spiegeln. Es wäre an der Zeit, dass das wiederkäuen der irreführenden Zahlen, die auf der Basis abwegiger und die waren Sachverhalte eher verschleiernder Warenkörbe basieren, zu hinterfragen und auf neue, besser ausdifferenzierte und angemessen aufbereitete, und damit aussagekräftige Zahlen zu schauen. Es könnte ja durchaus auch als journalistischer Auftrag wahrgenommen werden, die offensichtliche Lücke zu füllen, die eine unbewegliche Bürokratie in der Hinsicht erkennen lässt.
hevopi 01.06.2019
2. Die Nachfrage steuert den Preis
und wenn immer mehr Bürger sich durch die weiter steigenden Energiekosten und Mieten nichts mehr leisten können, fällt der Preis und demnächst steigt die Arbeitslosigkeit. Die Politik ist ja so klug, pfeif doch auf den Bürger.
so-long 01.06.2019
3. ...nichts mehr leisten können
Zitat von hevopiund wenn immer mehr Bürger sich durch die weiter steigenden Energiekosten und Mieten nichts mehr leisten können, fällt der Preis und demnächst steigt die Arbeitslosigkeit. Die Politik ist ja so klug, pfeif doch auf den Bürger.
wäre vielleicht ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz???
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