Zustimmung vom Internationalen Währungsfonds Argentinien bekommt weiteren Milliardenkredit

Der Internationale Währungsfonds hat einem weiteren Kredit in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar für das finanziell angeschlagene Argentinien zugestimmt. Die seit Juni ausgezahlten Hilfen steigen damit auf 20,4 Milliarden Dollar.

US-Dollar und argentinische Pesos
DPA

US-Dollar und argentinische Pesos


Zur Stabilisierung der krisengeschüttelten Wirtschaft Argentiniens stellt der Internationalen Währungsfonds (IWF) der Regierung in Buenos Aires weitere 5,7 Milliarden Dollar ab sofort zur Verfügung.

Argentinien hat sich in den letzten Jahren stark verschuldet. Die erhöhten internationalen Zinssätze und eine starke Abwertung des Peso bewegten die Regierung, IWF-Hilfe anzufordern.

Am 20. Juni hatte der Weltwährungsfonds Argentinien Finanzhilfen von rund 50 Milliarden Dollar gewährt, die nun auf mindestens 56 Milliarden Dollar (49,1 Milliarden Euro), aufgestockt wurden. Die Nachrichtenagentur DPA berichtet sogar von einem Kredit von knapp 57 Milliarden Dollar.

Vorausgegangen war eine Prüfung der Krisenbewältigungsstrategie in Argentinien durch Experten des in Washington ansässigen Fonds. Der IWF vergibt seine Hilfskredite in der Kunstwährung "Sonderziehungsrechte" (SDR), weshalb die Umrechnung in US-Dollar schwanken kann.

Die Regierung des konservativen Präsidenten Mauricio Macri hat sich das Ziel gesetzt, 2019 das primäre Haushaltsdefizit - also unter Ausklammerung des Schuldendienstes - völlig abzubauen. Für das laufende Jahr wird mit einem Defizit von knapp drei Prozent des Bruttoinlandprodukts gerechnet.

Die Abgeordnetenkammer in Buenos Aires stimmte am Mittwoch der Haushaltsvorlage für 2019 zu, die starke Sparmaßnahmen vorsieht. Es fehlt noch die Abstimmung im Senat, die innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden soll. Während der Debatte im Parlament kam es zu Demonstrationen vor dem Kongressgebäude, bei denen 27 Menschen vorübergehend festgenommen wurden und neun Polizisten verletzt wurden.

mal/dpa/AFP



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