Streit über Atomprogramm USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran

Dieses Mal trifft es die Währung und die Autoindustrie: Die USA verhängen weitere Sanktionen gegen die iranische Wirtschaft. Die Strafmaßnahmen sollen Anfang Juli in Kraft treten.

Iranischer Obsthändler: Schwere Folgen für die Wirtschaft
AFP

Iranischer Obsthändler: Schwere Folgen für die Wirtschaft


Washington - Im Atomstreit mit Iran haben die USA weitere Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen die iranische Automobilindustrie und die iranische Währung Rial, wie die Regierung in Washington am Montag mitteilte.

Mit dem mittlerweile neunten Iran-Erlass von Präsident Barack Obama seien nun Strafen gegen ausländische Banken möglich, die Überweisungen in Rial ausführten oder Konten in Rial führten. Die Sanktionen sollen am 1. Juli in Kraft treten.

Erst am Freitag hatten die USA acht iranische Firmen aus der Petrochemiebranche auf eine schwarze Liste gesetzt. Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der Atomstromerzeugung an der Entwicklung von Nuklearbomben zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Zugleich lehnt es Iran aber ab, auf militärisch nutzbare Nukleartechnologien zu verzichten und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das Programm offenzulegen.

IAEA-Chef Yukiya Amano hatte zuvor massive Kritik an Iran geübt. Die Verhandlungen drehten sich seit einiger Zeit im Kreis, sagte Amano am Montag vor dem Gouverneursrats der UN-Atomaufsicht. Zehn Verhandlungsrunden in den vergangenen fast anderthalb Jahren hätten keinen Durchbruch gebracht. Stattdessen treibe Iran seine Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau eines Schwerwasser-Forschungsreaktors voran. Auch würden immer mehr Zentrifugen zur Uran-Anreicherung installiert. Dies seien klare Verstöße gegen die Resolutionen des IAEA-Gouverneursrats und des Uno-Sicherheitsrats.

yes/Reuters

insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sarkasty 04.06.2013
1. und morgen haben wir Weltuntergang
Die exakte Zahl atomarer Sprengköpfe ist unbekannt. Laut der Organisation Federation of American Scientists liegt sie insgesamt bei mehr als 23300. Den Angaben zufolge sind rund 8200 Sprengköpfe permanent einsatzbereit. Iran versucht angeblich einen einzigen Sprengkopf zu entwickeln, ohne bisher überhaupt die geeignete Trägerwaffe zu besitzen. Aus diesem Grund ist der Iran die "größte Gefahr für den Weltfrieden", die selbst mit einem Medikamenteneinfuhrverbot gebannt werden muss! Das Potential von 1/23000, und das Weltuntergangsszenario ist perfekt!!!
spon-1294658886485 04.06.2013
2. so nicht
Die Mitglieder des UN Sicherheitsrates sind allesamt atomar bewaffnet.Diese sollten zunächst einmal ihre Atomsprengköpfe nachhaltig reduzieren,bzw.gänzlich abschaffen ! Tun sie aber nicht.Dieses scheinheilige Getue geht einem wirklich auf die Nerven. Sobald aber ein anderes Land sich mit dem Thema Atom auch nur zivil beschäftigt,hagelt es unmenschliche Sanktionen. Diese Scheinheiligkeit schreit zum Himmel !
RudiLeuchtenbrink 04.06.2013
3. das geht ins Auge
Die Strafmaßnahmen sollen Anfang Juli in Kraft treten. Iran: USA verhängen neue Sanktionen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iran-usa-verhaengen-neue-sanktionen-a-903609.html)[/QUOTE] Mal angenommen die Banken in Indien, oder in China ignorieren das Embargo dann stehen die USA als der Kaiser ohne Kleider da. Man kann sich auch selbst überschätzen, zumal die uSA bis zum Hals in der Wirtschaftskrise stecken. Pakistaner oder Inder brauchen Öl und Gas und keine wirre Rhetorik aus den USA.
blue.sky 04.06.2013
4. Derartige Berichte
lohnt es kaum zu kommentieren. Wahrscheinlich rechnet man auf medialer Seite mit nachhaltig informations- bzw. erfahrungsresistenten Bürgern. Dass hier eine eklatante Fehleinschätzung bezüglich der Wahrnehmungsfähigkeit breiter Schichten vorliegt, zeigt die gebetsmühlenartig verbreitete Kunde vom bösen iranischen Atombombenbauer. Diese Nummer ist schon seit Langem obsolet. Wann zieht endlich wieder Realitäts-Journalismus in die Schreibstuben unseres Landes ein? Sanktionen der USA sind ein Zeichen für diplomatische Unfähigkeit und der Absicht, unbeteiligte iranische Zivilisten für das eigene Versagen zu bestrafen. Alles in allem ein bekanntes US-Handlungsschema, allerdings auch seit Jahrzehnten ohne messbaren Erfolg.
darthkai 04.06.2013
5.
Oh nein, keine iranischen Autos in die USA oO Unter dieser neuen Prämisse werden die Iraner sich sofort freiwillig bereit erklären ihr Land zerbomben zu lassen, damit Heerscharen Inspekteure anschließend immer noch nichts finden ;)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.