Angst vor dem Crash Geldabflüsse aus Italien steigen auf Rekordniveau

Rund 360 Milliarden Euro sind im Oktober aus Italien abgeflossen. Kurz vor dem folgenschweren Verfassungsreferendum über den Kurs von Premier Renzi ist das ein Alarmsignal.

Unterstützer von Italiens Premier Renzi in Rom
REUTERS

Unterstützer von Italiens Premier Renzi in Rom


Italien hat den achten Monat in Folge hohe Geldabflüsse hinnehmen müssen. Die Nettoverbindlichkeiten des Landes im Zahlungssystem Target 2 der Notenbanken der Eurozone stiegen im Oktober um 1,5 Milliarden auf ein Rekordniveau von 355,5 Milliarden Euro, wie EZB-Daten am Donnerstag zeigten. Das ist der höchste Stand seit 2008.

Wenige Tage vor dem Verfassungsreferendum, an dessen Ausgang Ministerpräsident Matteo Renzi sein politisches Schicksal geknüpft hat, werden die Zahlungsströme von Experten genau verfolgt.

Innerhalb des Währungsgebiets wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das Target-2-System abgewickelt. Verbindlichkeiten in der Bilanz eines Landes entstehen, wenn Banken mehr Geld ins Ausland überweisen als ihnen zufließt.

ssu/Reuters

insgesamt 4 Beiträge
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w_br 01.12.2016
1. Wirklich?
"Rund 360 Milliarden Euro sind im Oktober aus Italien abgeflossen." "Die Nettoverbindlichkeiten des Landes ... stiegen im Oktober um 1,5 Milliarden auf ein Rekordniveau von 355,5 Milliarden Euro" Finde den Fehler.
annalaska.meiere 01.12.2016
2.
Im Prenzlauer Berg kaufen insbesondere Mailänder in den letzten Tagen jede Wohnung auf - eine Flucht in deutsches Betongold wie 2010.
neutron76 01.12.2016
3. Target-2 wird so teuer wie die Wiedervereinigung
wenn der Euro zusammen bricht.
msmirror 02.12.2016
4. Wenn Italien aus dem Euro aussteigt
ist die Bundesbank pleite. Da kann dann der Staat einspringen... Wir haben dann den Italienern 360 Mrd. Euro geschenkt. Gut gemacht, Deutschland - Land der Dichter und DENKER
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