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01. März 2018, 14:11 Uhr

Aufschwung

Italien schafft stärkstes Wachstum seit 2010

Erfreuliche Nachrichten vor der Parlamentswahl: Italiens Wirtschaft ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Auch das Defizit konnte die Regierung zurückfahren.

Die italienische Wirtschaft hat 2017 das stärkste Wachstum seit 2010 verbucht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg dem Statistikamt Istat zufolge um 1,5 Prozent und damit sogar noch etwas stärker als zunächst angenommen. Auch das Haushaltsdefizit fiel 2017 mit 1,9 Prozent geringer aus als zunächst angenommen.

Die Wirtschaft des Landes war 2014 nach zwei Jahren Rezession wieder gewachsen - damals um 0,1 Prozent. Im Jahr 2015 stieg das BIP um 0,7 Prozent, 2016 dann um 0,9 Prozent. 2017 gab es nun ein Plus von 1,5 Prozent. Doch damit blieb das Land stets unter dem Durchschnitt der Eurozone. Denn vergangenes Jahr legte das BIP in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung im Schnitt um 2,5 Prozent zu.

Für dieses Jahr rechnet Italien mit einem Wachstum von ebenfalls 1,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds prognostizierte 1,4 Prozent.

Das Defizit konnte Rom im vergangenen Jahr deutlich von 2,5 Prozent auf 1,9 Prozent des BIP zurückfahren, teilte Istat weiter mit. Die Zahl ist besser als von der Regierung und der EU-Kommission erwartet - sie hatten damit gerechnet, dass das Defizit bei 2,1 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen wird.

Die Verschuldung allerdings ist weiterhin riesig. Sie betrug im vergangenen Jahr 131,5 Prozent der Wirtschaftsleistung und lag damit nur geringfügig unter dem Wert von 2016 mit 132 Prozent. Nur der langjährige Krisenstaat Griechenland kommt in der Eurozone auf höhere Verschuldungswerte.

Bei der Wahl am kommenden Sonntag liegt das Mitte-Rechts-Lager von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi Umfragen zufolge mit 35 bis 37 Prozent vorne. Gefolgt von der Fünf-Sterne-Bewegung, der vom Komiker Beppe Grillo gegründeten Anti-Establishment-Partei. Der Mitte-Links-Block von Ministerpräsident Paolo Gentiloni landet Umfragen zufolge auf Platz drei.

brt/AFP/Reuters

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